Thema: Neues

  • Kellerkinder aus Cupertino


    Ich hatte schon berichtet, dass derzeit mehrere größere Ausmist-Aktionen anstehen, um den Hausstand zumindest wieder auf ein organisierbares Maß zu bringen. So kam es, dass ich auch in einem alten Keller (nicht meinem) mal nach dem Rechten (und dem Linken) schaute, um Platz zu schaffen.

    Was der Besitzer des Kellers bevorzugt auf dem Schreibtisch und in der Aktentasche hat, war nicht schwer zu erraten (Bilder klickbar):

    Drei Generationen Apfel-Laptops.

    Ich musste mich da selber erstmal orientieren, zumal alle drei Geräte nicht mehr in funktionsfähigem Zustand sind…

  • Herrenhüte und Massagen


    Es gibt Shop-Kombinationen, deren Sinn und Zweck mir verschlossen bleibt:

    Wenigstens ist es genau das, was draußen geschrieben steht: Eine Kombination aus Sonnenstudio und Schuhladen. Mitunter wird es nur etwas problematisch, weil sich der Schuh-Bereich im Gegensatz zum Solarium an die gültigen Öffnungszeiten halten muss.

  • … unto my dying electric breath: "Piiiiiiep"


    Wenn man wenig Stauraum in der Wohnung hat, muss man immer wieder mal ausmisten. Kartons vom Flachbild-Fernseher, Plastikfolien von den Matratzen, das kaputte Faxgerät, die Schnittreste der Küchenplatte, ein paar übrig gebliebene Laminat-Bretter. Immer wieder Styropor.

    Zum Wertstoffhof.

    Es ist eine dieser Gebrauchsfahrten, die in sich nicht unterhaltsam sind, deren Konsequenz aber das Wohlbefinden steigert. Wie der Einkauf, nach dem der Kühlschrank endlich wieder voll ist. Oder der Gang zum Container, damit hinter der Haustür nicht immer Berge von Glasflaschen klappern.

    Ein letztes Durchforsten des Haushalts: Was geht noch in den Wagen…

  • Teenage Marlowe Summer Turtle


    Ihr erinnert euch an die aufblasbare Baby-Badewanne, die ich als Zeitschriftenbeileger auf Ibiza erstanden habe, um meiner Schildkröte eine adäquate Balkonresidenz bieten zu können?

    Vollzug:

    Man sieht ihm das vielleicht nicht sofort an – aber er ist ekstatisch. Besonders die Möglichkeit, dank des Badetuchs eigenmächtig das Planschparadies zu verlassen, steigert seine Lebensfreude.

  • Würden Sie DIESEM Mann vertrauen?


    Es ist bloß die Werbung für eine Bank, und vielleicht liegt es einfach daran, dass das Foto in Schwarzweiß ist – aber immer, wenn ich an diesem Plakat vorbei komme, denke ich unwillkürlich und zwanghaft "Wieso wirbt Rudolf Heß für die Hypo?":

    Mein Angebot für Sie, Mr. Churchill?!

  • Weil mich jetzt schon zwei Leser drauf hingewiesen haben: "Red Dead Redemption: The Man from Blackwater"


    Ich empfehle natürlich Fullscreen und HD:

    Sicherlich eines der besseren Beispiele für Machinima-Produktionen, und mit John Hillcoat ("The Road") war ja auch ein Regisseur dran, der durchaus ein Gespür für Atmosphäre und Drama mitbringt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das Gefühl: Die schöne neue Machinima-Welt kommt immer näher…

    Zu dem Thema habe ich noch mehr zu sagen. Am Wochenende.

  • Wortvogel-Kritiken: Alles nur Theater (3)


    39 Steps

    Hitchcocks „39 Stufen“ als Theaterstück zu erzählen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe: Es gibt sehr viele Spielorte, dazu Außenaufnahmen, Massenszenen, und nicht zuletzt einige Verfolgungsjagden (u.a. auf einem fahrenden Zug). Und das ist nur die Produktionsseite: inhaltlich ist „39 Steps“ längst vergilbt, dem Kriminalfilm der 30er verpflichtet, und nur schwer glaubwürdig zu erzählen. Ein modernes Publikum wird kaum die Tatsache schlucken, dass ein Show-Mentalist sich die Pläne für eine Superwaffe merken soll, um sie den Nazis zu stecken.

    Die Macher der Londoner Version von „39 Steps“ haben deshalb getan, was vielleicht konsequent, aber auch einen Tacken größenwahnsinnig ist: Sie haben eine Komödie draus gemacht…