Thema: Neues

  • Tüten für den Führer


    Zu den für diesen Beitrag irrelevanten Fakten gehört, dass ich bis zu meinem 13. Lebensjahr in der gesamten Familie den unerklärlichen Spitznamen "Tüte" hatte. Meine Tante nennt mich heute noch so, und auch meine Mutter ruft mich in Fällen unangemessener Sentimentalität gerne "Tütemann".

    Darum geht’s aber hier nicht. Ich habe nur dieser Tage einen Artikel für die LandIdee über Kultur und Brauchtum der Schultüte geschrieben. Das ist faszinierender, als man meinen sollte – es gab deutliche regionale Unterschiede, was Design und Inhalt angeht, die DDR entwickelte ganz eigene sechseckige Tüten, und politische Themen waren mitnichten tabu…

  • Trailer-Check "The Green Hornet":Was halten wir davon?


    Zur Erinnerung – das sah 1940 mal so aus:

    Und 1966 so:

    2011 erwartet uns diese Version:

    Ich würde jetzt gerne schwadronieren, wie scheiße das alles ist: Seth Rogen als Superheld? "Green Hornet" als Buddy-Comedy? 90er Hip Hop Style? Slo Mo Kung Fu? Wo bleibt denn da die reine Lehre?

    Aber wisst ihr was? Kann ich mit leben. Green Hornet war nie eine besonders spannende Figur, und da gestatte ich den Machern einen "free ride", wenn es darum geht, diesen lahmen "masked avenger" irgendwie aufzupolieren…

  • Speicher-Wucher


    Früher galt der Grundsatz "Speicher kann man nie genug haben". Damit war schon in den 80er Jahren nicht der Dachboden gemeint, sondern RAM, ROM und GB. Speicher war damals notorisch knapp. Ich erinnere mich an meinen ersten eigenen Desktop-PC 1996, der zwar 3600 Mark kostete (inklusive Monitor), aber nicht mal genug Festplattenplatz mitbrachte, um Microsoft Office und Wing Commander 3 GLEICHZEITIG vorrätig halten zu können. Das bedeutete: Wollte ich arbeiten, musste ich WC3 deinstallieren, und nach einer Runde WC3 musste ich Office wieder aufspielen. Der interne Speicher von 8MB war auch mager, und wurde gleich zu Anfang auf "satte" 32MB aufgerüstet…

  • "Sumuru"-Blooper


    Alexandra Kamp war vor, während und nach den Dreharbeiten von "Sumuru" ziemlich cool. Ich habe sie selber damals nicht getroffen, aber so wurde es mir zugetragen. Auch in den Bildern zur Produktion kommt das rüber, wie ich finde.

    Nun hat sie bei YouTube ein kurzes Video mit Bloopern (neudeutsch für "Versprecher") hochgeladen, das ich euch nicht vorenthalten will:

    P.S.: Nach sechs Jahren ist die Webseite zum Film, zu der ich in der Seitenleiste immer noch verlinke, anscheinend endgültig tot. Irgendwie schade.

  • Polit-PR in der Promo-Postille


    Letzten November habe ich schon mal über das Airberlin-Bordmagazin geschrieben – ein erschreckend lieblos zusammen gestoppeltes Blättchen mit Produktwerbung, Reisethemen light, und bedauerlich wenig Substanz angesichts der Tatsache, dass man hier ohne Rücksicht auf Verkaufszahlen interessanten Travel-Journalismus betreiben könnte. Aber nein: Letztes Mal war es Marius Müller-Westernhagen, diesmal verehren wir Kultrocker Peter Maffey, weil er armen Kindern hilft. Und wir lernen, dass die drei Sängerinnen von Apassionante nicht nur hübsch sind, sondern auch den neuen Airberlin-Warteschleifen-Song aufgenommen haben (der schauerlich ist – ich will "Flugzeuge im Bauch, im Blut Kerosin" wiederhaben!)…

  • Kleine Zwischenmahlzeit


    Ich muss/darf derzeit wieder sehr viel für die LandIdee schreiben, darum wird es in den nächsten Tagen eher kleine Kuriositäten und Fundstücke geben, und weniger lange Texte.

    Heute was zum Thema "Pornos können ganz schön frech sein".

    Dieses Bild ist sicher eine der kulturprägendsten der 70er Jahre:

    Wie müssen damals die Leute in der Porno-Videothek ihres Vertrauens geguckt haben, als sie das Cover von "Little Orphan Dusty" sahen?

  • Darf’s ein wenig teurer sein?


    Ab und an schneien bei uns Kataloge von Versendern rein, die sich den Nimbus von Stil und Geschmack, von Exklusivität und Lifestyle geben: Heine, Sharper Image, Impressionen. Es gibt den Wäschekorb aus patiniertem Treibholz, den attraktiven Türstopper in Kranichform aus Edelstahl, und den Luft-Ionisator aus der Raumfahrt.

    Klar, dass man da keine Tchibo-Schnäppchen bekommt, und besonders vom Tagespreis aktuelle Technik würde ich dort nicht kaufen. Man zahlt halt immer einen "Premium-Aufschlag".

    Heute kann ich das mal wieder schön belegen. Bei der Badewannen-Lektüre im neuen Heine-Katalog stieß ich nämlich auf folgendes Angebot:

    149 Euro…