Thema: Film, TV & Presse

  • Abendessen in der Fernsehgeschichte


    Gestern hatten die LvA und ich einen Grund, anzustoßen. Wie es sich bei Menschen gesetzten Alters und gehobenen Geschmacks gehört, haben wir dafür nicht zwei Dosen Red Bull aus dem Kühlschrank geholt, sondern einen Tisch in einem Restaurant bestellt. Nicht irgendeinem Restaurant.

    Es gab im Jahr 1965 eine legendäre TV-Serie namens "Der Forellenhof" mit Hans Söhnker und dem später als "Bergdoktor" bekannt gewordenen Gerhart Lippert. Hier die ersten Minuten der ersten Folge:

    Meine Frau hat die Serie vor zwei Jahren begeistert auf DVD geschaut und sich besonders in den Boxer Kuni verliebt…

  • Reichs-Telekom: Der deutsche Amtsschimmel – intakt


    Es gehört zu den unangenehmeren Aufgaben, Nachlässe aufzuarbeiten, das Leben Verstorbener abzuwickeln. Es ist, als schließe man letztmalig eine Tür, als lasse man jemanden zurück. Wir hier, du da. Und tschüss.

    Manchmal findet sich aber auch ein Grund zum Schmunzeln. Letzte Woche sind wir auf einen schwer behördlichen Vorgang aus dem Jahr 1961 gestoßen, der sehr schön illustriert, wie viel sich geändert hat vom Volksempfänger zum WLAN-Router – und wie wenig.

    Es geht um die Anmeldung eines Fernsehers.

    Beide Bescheinigungen sind übrigens in "mint condition", wie der Sammler sagt…

  • Schnickschnack-Zuwachs: Amazon Fire TV Stick (2. Nachtrag)


    Vorab ein kurzes Update in Sachen Amazon Fire Tablet. Tatsächlich hat sich der preisgünstige Flachmann als idealer Jackentaschen-Allrounder und Spaßgerät heraus gestellt. Dank der Installation des Google Playstore kann ich auf das komplette App-Angebot zurück greifen, auch wenn weiterhin Amazon Underground die perfekte Quelle für kostenlose hochwertige Spiele ist. Man höre und staune: Gerade meine geliebten Hidden Object-Games lassen sich auch auf 7 Zoll ziemlich klasse zocken:

    Ich weiß, dass ich die Tatsache gepriesen habe, dass man ein 49 Euro-Tablet ruhig auch schäbig rumwerfen darf, aber mit zunehmender Zuneigung kam dann doch der Drang, mein Fire Tablet etwas pfleglicher zu behandeln…

  • 16 for ’16: Wortvogels Serienguide (4)


    Childhood’s End 3 Teile, Syfy Channel. Basierend auf dem Roman von Arthur C. Clarke. Aliens, Overlords genannt, kommen auf die Erde und geben der Menschheit eine Chance auf ewigen Frieden und Wohlstand – aus wenig altruistischen Gründen. Im Gegensatz zu den meisten anderen neuen Serien schafft "Childhood’s End" einen erstaunlichen Spagat – die epische Miniserie wird ohne Event-Bombast ruhig und bedächtig erzählt, kommt ohne Effektspektakel und Starbesetzung aus. Große Science Fiction ohne großen Aufwand, inhaltlich anspruchsvoll und fern der Klischees. Highlight.

    Beowulf: Return to the Shieldlands 13 Episoden, ITV…

  • Abandoned: Zehn kleine Negerlein/Indianer/Soldaten


    Die Zeit zwischen den Tagen haben die LvA und ich unter anderem damit verbracht, uns die bisher beste Verfilmung von Agatha Christies Krimi-Klassiker "Zehn kleine Negerlein" anzusehen, natürlich von der BBC und extrem hochkarätig besetzt:

    Tatsächlich gelingt dem Dreiteiler das Kunststück, Christies eigentlich komplett unfilmisches und unbefriedigendes Ende beizubehalten und doch mit erzählerischer Rendite abzuwandeln. Ich werde einen Teufel tun und euch verraten, wie sie das machen.

    Müsste ich Kritik anbringen, dann allenfalls die, dass das ursprünglich titelgebende, den veränderten sozialen Gegebenheiten immer wieder angepasste Gedicht in der Verfilmung nie prominent verlesen wird, was es dem Zuschauer fast unmöglich macht, daraus Hinweise zu puzzeln…

  • bento, tu mir das nicht an…


    Es ist die Zeit zwischen den Jahren, ich will meine Ruhe. Darum habe ich auch aufgehört, selbst halbwegs interessant anteaserte Artikel anzuklicken, die auf SPIEGEL online zu dir verlinkt werden. Dabei ist es gar nicht so, als gäbe es bei euch nur die journalistische Version von Styroporchips zu lesen – wenn ihr die Texte z.B. von Leuten schreiben lasst, die selber im Thema drin stecken, kommen mitunter gute Lesestücke dabei raus.

    Aber bento, ehrlich jetzt – diese laue Nummer von Birte Kohring habt ihr doch nur online geschaltet, um mich zu provozieren, oder…

  • 16 for ’16: Wortvogels Serienguide (3)


    The Magicians 7 Episoden, Syfy Channel. Basiert auf einer Reihe von Young Adult-Büchern. Harry Potter als dröges Hipster-Drama mit unsympathischen, fehlbesetzten Darstellern, teilweise erschreckend schwachen Effekten und einem konfusen Skript, das den Zuschauer völlig außen vor lässt und null Spannung generiert. Versagt genau da, wo Magie anfängt: Bei Kreativität und Phantasie. Kanadisch produzierte Billigware wie "Dark Matter" und "Killjoys", die primär Sendeplätze zwischen den Prestige-Produktionen füllen soll.

    Neon Joe, Werewolf Hunter 5 Episoden, Adult Swim. Dem Sender Adult Swim haben wir ein paar echte Kultklassiker zu verdanken – nur leider merkt man Neon Joe an, dass die Serie zu penetrant in Richtung Kult schielt…