Thema: Film, TV & Presse

  • Der SPIEGEL auf mutigem Kreuzzug gegen verantwortliches Handeln


    Ich muss vermutlich vorab anmerken, dass ich den SPIEGEL nicht so oft kritisiere, weil ich ihn ablehne. Würde ich ihn ablehnen, würde ich ihn nicht lesen. Das Problem ist, dass ich den SPIEGEL mag und deshalb um so empfindlicher reagiere, wenn er mal wieder dummes Zeug schreibt.

    Stellt euch das so vor: Wenn irgendein Idiot in der Straßenbahn "Ausländer raus!" brüllt, denkt man sich (oder sagt es, je nach Zivilcourage) "Arschlöcher raus wäre mir lieber". Aber es ist ungleich problematischer, wenn der Kumpel, den man noch aus der Schulzeit kennt, plötzlich beim Bier grummelt "Ich finde auch, dass wir hier von Immigranten überrannt werden"…

  • Lost & Found: Roger Corman’s "The Phantom Eye"


    Es ist schlimm, dass selbst in den Zeiten der digitalen Totalität Produkte und Projekte fast spurlos verschwinden können. Andererseits: Es liegt in der Natur des Netzes, dass sie genau so unvermutet wieder auftauchen können. Aus diesem Grund habe ich es mir zur Gewöhnheit gemacht, verschollene Perlen alle paar Monate zu googlen – wer weiß?

    Am Wochenende habe ich mit dieser Strategie mal wieder den Jackpot getroffen: Jemand hatte Roger Corman’s "The Phantom Eye" hochgeladen!

    Nun mögen weniger bewanderte B-Movie-Fans gelangweilt einwerfen: "Ein Film von Roger Corman von 1999…

  • seufz… okay, bento, gleich nochmal…


    Ich wollte das Thema ruhen lassen. Was ich zu bento sagen wollte, habe ich gesagt. Da die Redaktion (wie aus den Kommentaren von "Martin" ersichtlich) keinerlei Interesse hat, sich substanziell mit Kritik auseinander zu setzen, mag ich mich da auch nicht weiter dran abarbeiten.

    Eigentlich.

    Leider haben meine Leser in der Kommentarspalte zum ersten bento-Artikel auf einen weiteren hanebüchenen Beitrag des SPIEGEL-Kindergartens hingewiesen. Der allein verdient schon Widerspruch – aber noch bezeichnender scheint mit erneut die Reaktion der Redaktion auf die Kritik daran.

    Von vorne – es geht hier drum:

    Was die Eule da soll…

  • Anti-ALDI-Rant aus dem SPIEGEL-Kindergarten


    Jau, hier ist gerade ein wenig Funkstille, aber ich bin aktuell sehr stark sowohl im Verlag als auch mit den Arbeiten am zweiten Band über B-Film-Ikone Charles Band beschäftigt. Kleines Update dazu: Wir haben so ziemliche alle Geheimnisse zum Thema Full Moon/Moonbeam/Surrender gelüftet und mit derart vielen Leuten coole Interviews geführt, die nur als Zitatquellen dienen, dass ich ernsthaft in Betracht ziehe, vielleicht ein kostenloses und umfangreiches Interview-Ebook als inoffiziellen "Band 3" nachzuschieben.

    Es ist aber mein fester Vorsatz, zusätzlich zu dem folgenden Artikel am Wochenende noch einen meiner patentierten, üppig bebilderten Trash-Reviews sowie meine Meinung zum neuen Bond-Film nachzuliefern…

  • Der Wortvogel vorab on location


    Vor vier Jahren habe ich mal ein Bild von einem Friedhof in London gepostet, den die LvA und ich zu Schlenderzwecken aufgesucht hatten:

    Neulich schaue ich mit der LvA "Mission Impossible: Rogue Nation" und bei einem Standoff zwischen Cruise und dem Bösewicht denke ich mir – das kenne ich doch?!

    Ich war zuerst da! Ich war zuerst da!

    Übrigens hatte ich zum Thema "Rogue Nation" vergessen zu erwähnen, dass die Compilation der Character-Poster mal wieder ein ungutes Beispiel des oft gescholtenen "Frauenarsch nach vorn!" darstellt:

    Sollten wir eigentlich drüber weg sein…

  • Dokumentation als Dokument der Zeitgeschichte: "Nachrede auf Klara Heydebreck"


    Ich habe vor ein paar Monaten ein Buch zu einem sehr eng gefassten Thema gelesen: Die Dokumentarfilm"schule" des NDR in den ersten Jahrzehnten der Nachkriegszeit. Man könnte denken, dröger geht’s nimmer und ein bisschen nach Selbstbeweihräucherung riecht es auch, aber das täuscht: Tatsächlich entwickelte sich in den Dritten Programmen in den 50er, 60er und 70er Jahren eine Philosophie in Sachen Dokumentation, die auf Erzählen durch Beobachten aus war, die in Fakten ihre Emotionen fand und Schichten und Ecken der Republik ausleuchtete, die vom offiziellen Primetime-Fernsehen gerne ausgeblendet wurden…

  • Pulp heaven!


    Vor ein paar Jahren habe ich euch von einem großartigen Kalender erzählt, den die LvA und ich in Lafayette/Louisiana gekauft haben. Einzeln in silberne Rahmen gepackt machen die Motive echt was her. Sie sind mit uns umgezogen und haben es auch in unser neues Esszimmer geschafft, allerdings aus Platzgründen reduziert auf neun ausgewählte Artworks:

    Die Platzierung ist wahrlich nicht willkürlich. Wir haben versucht, möglichst keine gleichen Titel nebeneinander zu hängen, Mila Kunis (so nennen wir die Dame Mitte links) sollte intrigant aus dem Fenster schauen, während, die Lotterliese unten rechts jeden abknallt, der aus der Küche kommt…