Thema: Film, TV & Presse

  • Kostümwechsel bei den Superhelden: Dankbarkeit zum Jahreswechsel


    Heute wurde das erste offizielle Bild von Benedict Cumberbatch als "Dr. Strange" veröffentlicht – und wieder mal hat Marvel bei Casting & Kostüm den Nagel auf den Kopf getroffen. Das sitzt so perfekt wie bei Jackman als Wolverine, bei Hemsworth als Thor, bei Robert Downey jr. als Tony Stark.

    Ein Grund mehr, von allen Superheldenfans der neuen Generation ein bisschen Demut einzufordern. Es gab Zeiten, da waren Comics drittklassige, als minderwertig betrachtete Vorlagen für jämmerliche TV-Serien und Low Budget-Filme. Damals war die Frage nicht "Wie setzen wir das werkgetreu um?", sondern "Wie können wir das soweit kastrieren und verwässern, dass es dem Normalpublikum zumutbar ist"…

  • 16 for ’16: Wortvogels Serienguide (2)


    South of Hell Acht Episoden, WEtv. Eli Roth hat seine Finger wirklich überall drin, und nachdem er mich mit diversen Filmen gelangweilt hat, die ein immer gleiches Gerüst in wechselnde Genres kleiden, versucht er sich nun an Miniserien. Natürlich werden die üblichen Exorzismus- und Schock-Nummern abgezogen, edginess wird angedeutet, aber nie wirklich geliefert. Trotzdem wäre "South of Hell" dank der atmosphärischen New Orleans-Locations und einer starken zentralen Performance von Mena Suvari und ihrem brandneu erweiterten Dekolleté durchaus sehenswert, würden nicht der dünne Plot und die hanebüchen platten Dialoge den Zuschauer immer wieder aus der Laune reißen…

  • 16 for ’16: Wortvogels Serienguide (1)


    Ich dachte schon in den 90ern, als ich meine "Serien-Guides" schrieb, im neuen goldenen Zeitalter der TV-Serien zu leben. Akte X, Babylon 5, Deep Space Nine, aber auch Northern Exposure, ER, New York Cops und Frasier waren Belege, dass die Dramaturgie erwachsener wurde, der Anspruch höher. Teurer waren Serien nie gewesen, mutiger auch nicht.

    Im Nachhinein wirkt das naiv, lächerlich fast. Heute kosten Serien teilweise das fünf- bis zehnfache dessen, was vor 20 Jahren ausgeben wurde. TV hat kein Stigma mehr, sondern dem Kino auch als Event-Erzählmaschine auf vielen Ebenen den Rang abgelaufen…

  • Star Wars – Das Erwachen der Macht: Erinnerungen und Gedanken einen hoffnungslosen Geeks (spoiler)


    ACHTUNG : Ich werde keine Details über die Geschichte verraten und mich auch sonst bei den Spoilern zurückhalten. Da ich aber über Struktur, Charaktere und Plots spreche und Verbindungen zu den früheren Filmen aufzeige, warne ich sensible Naturen hiermit vor. Der Beitrag soll den Kinobesuch nicht schmälern, könnte aber.

    In einem Artikel vor unglaublichen acht Jahren habe ich schon ausführlich dargelegt, was den 10jährigen Torsten begeisterte, als er 1978 erstmals "Krieg der Sterne" im Kino sah. Die Musik, das Poster, die Weltraumschlachten, die Roboter – Science Fiction-Fan war ich schon vorher gewesen, Lucas aber machte mich zum Geek…

  • I’m dreaming of a White Nights Fantasy Filmfest Movie Marathon Christmas (2)


    Demon Ich war vor Jahren mal peripher an der Comic-Verfilmung "<a href=" beteiligt. Da ging es auch um eine Hochzeit auf dem Land, die völlig aus dem Ruder läuft und in Gewalt endet. Die Ähnlichkeiten mögen oberflächlich scheinen, aber tatsächlich handeln beide Filme davon, wie der Druck und die mannigfaltigen emotionalen Stresspunkte des "schönsten Tages im Leben" sehr schnell destruktive Ausbrüche zur Folge haben können. "Demon" nutzt hierfür einen jüdischen Dämon, einen Dybbuk. Sein Erscheinen ist zwar nur von minimalen okkulten Vorkommnissen begleitet (ein Windstoß triebt die Gäste aus der Scheune, der Bräutigam redet jiddisch), aber er dient als Durchlauferhitzer, um die besoffenen Familienmitglieder und ihre verlogenen Freunde in die Raserei zu treiben…

  • I’m dreaming of a White Nights Fantasy Filmfest Movie Marathon Christmas (1)


    Was braucht man zu einem guten Horrorfilm-Festival? Splatter, Pyrotechnik, Action, Spannung, Mystery. Hatte ich gestern auch prompt genug – beim Versuch, überhaupt zu den erstmals stattfindenden White Nights hinzukommen.

    Splatter, als ich mir beim eiligen Frühstück daheim so fett in den Finger schnitt, dass ich vier Pflaster durchsuppte, bis die Blutung aufhörte. Pyrotechnik, als in Höhe von Heilbronn Stau war – ein 1er-BMW brannte licherloh aus. Action, als ich danach wie eine RTL-Serie aufs Gas trat, um wenigstens halbwegs noch was vom Eröffnungsfilm mitzubekommen. Spannung, als ich vor dem Parkhaus eine halbe Stunde warten musste, um einen Stellplatz zu bekommen…

  • Filmverbrechen-Fotostory: TERMINUS


    Deutschland, Frankreich 1987 . Regie : Pierre-William Glenn. Darsteller : Johnny Hallyday, Jürgen Prochnow, Karen Allen, Gabriel Damon, Julie Glenn

    Ich bin durchaus bereit, Stunden um Stunden in einen einzigen Review zu investieren. Wenn es der Film verdient. Meine Aufmerksamkeit muss mit Schmerz bezahlt werden, nur beinharter Schrott kommt in meine Presse. Faule, wurmzerfressene Äpfel wie "Ein Kaktus ist kein Lutschbonbon" wachsen wahrlich nicht an jedem Baum. Schlecht sein ist einfach – zum kotzen sein ist schwierig.

    Ich hatte mir "Terminus" auch gar nicht besorgt, weil ich auf eine Trash-Granate hoffte…