Thema: Film, TV & Presse

  • APO-Erinnerung 1965: Hauptstadtpresse, halt die Fresse!


    Ein bekanntes, entgegen seiner reflexhaften Verwendung nicht immer zutreffendes Sprichwort besagt:

    „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“
    (Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana)

    Ich halte dieses Motto für zeitgeschichtlich sehr relevant, weil es sich mit jeder neuen Generation lohnt, die Attitüden, Ziele und Fehler der vergangenen zu reflektieren. Während wir uns sehr leicht damit taten und tun, unsere Vorfahren unter dem Hakenkreuz (ab) zu werten, so wehren wir uns noch tapfer gegen eine kritische Bestandsaufnahme der 68er und der Ökopaxe…

  • Sammelneid an Halloween


    Gestern war ich mit der LvA bei der Metro in Karlsruhe. Erwartungsgemäß sind die schon auf die Feierlichkeiten des vierten Quartals vorbereitet: Adventskalender, Pfefferkuchen, Marzipan – und ein großer Shop mit ziemlich geilen Halloween-Kostümen und Props. Es freut mich, dass wir in dieser Beziehung von den Amerikanern lernen.

    Ganz besonders begeistert war ich von diesen kleinen Kerlen:

    Nicht unterschätzen: Die gehen mir durchaus bis zum Knie (45cm), sind detailliert gearbeitet und bemalt. Auf dem Bild nicht zu sehen sind die Sturmtruppen und der Joker.

    Kostenpunkt pro Figur: gerade mal 35 Euro…

  • In der Enterprise (Star Trek) und auf Jakku (Star Wars): Besuch in den Wunderwelten der Phantasie


    Heute war ein guter Tag für Leute, die gerne mal wissen möchte, wie interaktives und immersives Entertainment der Zukunft aussehen könnte. Zuerst wurde ein frühes Demo eines Programms veröffentlicht, mit dem man in naher Zukunft durch die komplette Enterprise NCC 1701-D schlendern kann:

    Richtig spannend wird das natürlich aussehen, wenn man es mit einer VR-Brille betrachtet – dafür ist die Technologie nämlich gedacht. Mittendrin statt nur dabei…

    Und dann kam noch das hier raus – bei diesem Demo zum neuen Star Wars-Film rast man nicht nur über die Oberfläche von Jakku (Ja-what?), sondern kann sich per Mausbewegung dabei IM BILD herum drehen…

  • My name is Hunt… Ethan Hunt: Ein paar Gedanken zu "Mission: Impossible" ./. "James Bond"


    Okay, ich habe mir gestern dann doch noch den fünften "Mission: Impossible"-Film im Baden-Badener Moviac angesehen (klein, aber fein). Es lohnt keine ausführliche Kritik, denn viele von euch haben das neuste Abenteuer des IMF-Teams sicher schon gesehen und es gilt immer noch, was ich zu Teil 4 schrieb:

    „Mission: Impossible“ ist ein krachender, flüssig inszenierter, internationaler Actionthriller mit beeindruckenden Schauwerten, sehenswerten Stunts, genügend Highlights für drei Blockbuster, und einem gut aufgelegten Cast, der schick zu den Locations passt und immer mal wieder dezent zwinkert. Brad Bird ist sympathisch old school, wenn es um Action geht – selbst die absurdesten Verfolgungsjagden riechen noch handgemacht, so dass man mit den Protagonisten durchaus fiebern kann…

  • Betreff: Rezensionsexemplare


    Ich kriege immer mal wieder Bücher, CDs und DVDs geschickt, die ich weder gekauft noch sehnlich erwartet habe. Die kommen meistens von Verlagen und Presseagenturen in der Hoffnung, ich würde drüber schreiben. Positiv, negativ, egal – nur keine Presse ist schlechte Presse.

    Angesichts meiner blogweit bekannten Abneigung gegen Kram würde ich davon abraten. Schon der Vorgang, mir unaufgefordert den Schreibtisch vollzumüllen, nimmt mich gegen das Produkt ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass mir Thema, Autor oder Story liegen – oder ich Zeit habe, mich damit auseinanderzusetzen -, ist verschwindend gering…

  • FFF 2015 Gastreview: H.


    H. USA, Argentinien 2014. Regie: Rania Attieh, Daniel Garcia

    Darsteller: Robin Bartlett, Rebecca Dayan, Will Janowitz, Julian Gamble, Roger Robinson

    Offizielle Synopsis:
    Wenn im Mystery-Drama H. der Kopf einer riesigen Statue den Fluss entlang treibt, ist das so dermaßen spannend und einnehmend gefilmt, dass der logische Gedanke erst mit Verspätung anklopft: Warum geht dieser Steinkopf eigentlich nicht unter?

    H. betört seine Zuschauer und jubelt ihnen die Geheimnisse und Gefahren der US-Stadt Troy geschickt unter. Das Resultat sind Neugier auf Antworten und ein bewegendes Finale. Aber bis dahin geschieht so einiges: Mal läuft ein schwarzes Pferd durchs Bild, dann leiden die Männer der Stadt unter einer unerklärlichen Krankheit, zwischendurch werden die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt…

  • FFF 2015 Gastreview: Nobody from Nowhere


    Nobody from Nowhere Frankreich 2014. Regie: Matthieu Delaporte

    Darsteller : Mathieu Kassovitz, Marie-Josée Croze, Eric Caravaca, Siobahn Finneran, Olivier Rabourdin, Diego le Martret

    Offizielle Synopsis: Um der Langeweile seiner faden Existenz zu entfliehen, hat sich Sébastien Nicolas ein extremes Hobby zugelegt: Er schlüpft in das Leben anderer Menschen. Obsessiv studiert der Makler seine Kunden, fertigt in einem geheimen Studio in unglaublicher Perfektion ihre Masken, lernt ihren Gang und Gesten zu imitieren und schleicht sich – dank Ersatzschlüssel zu ihren Appartements – stundenweise in ihr Zuhause…