• The glorious, fantastic 80’s are alive and well


    Die sollte ein fröhlicher, entspannter Beitrag für einen fröhlichen, entspannten Sonntag sein. Nun widme ich ihn den Opfern von London, "meiner" Stadt.

    Zum Sonntag gibt’s mal wieder was auf die Ohren. Und weil ich ein äonenalter Mann bin, kommen die heutigen Stars "straight outta the 80’s". Es ist durchaus erstaunlich, was sich auch heute noch auf den Bühnen von Retro-Festivals und Fernsehshows herum treibt – und wie das immer noch die Hütte rockt.

    So war mir völlig entgangen, dass Frankie goes to Hollywood sich 2004 noch mal für ein Charity Concert zusammen gefunden hatten…

  • Kinorevolution: Digital Age


    Dieser Artikel beschäftigt sich genau genommen mit zwei verschiedenen, aber verwandten Phänomenen. Es geht um die digitale Manipulation von Alterserscheinungen im Hollywood-Kino.

    Fangen wir mit den Frauen an. Früher war es durchaus auffällig, dass einige Darstellerinnen, wenn sie ins angeblich "beste Alter" kamen, keine Szene ohne erkennbaren Weichzeichner absolvierten. Das führte zu teilweise krassen Brüchen zwischen kristallklaren, porenscharfen Darstellungen der Männergesichter und träumerisch wolkigen Aufnahmen von Halle Berry, Jennifer Lopez, Jennifer Aniston, Nicole Kidman etc.

    Wo der Weichzeichner nicht mehr half oder unangebracht war, griff man zu Botox und Lifting, was allerdings der schauspielerischen Leistung nicht immer zuträglich war…

  • Lach' doch mal! Oder auch nicht.


    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten natürlich auch wieder Bilder zu eurer Unterhaltung gemacht.

    So fanden sich im Industriemuseum in Manchester diese zwei drolligen Zitate:

    Vor diesem grandios depperten Videocover hab ich in den 80ern und 90ern wahrlich oft genug gestanden:

    Wenn man genau hinguckt, kann man sehen, dass hier zwischen dem brennenden Kreuz und dem Flammenstab irgendetwas grob herausgeschnitten wurde. Es war die Zeit vor Photoshop. Und siehe da, eine Google-Suche enthüllt das düstere Geheimnis – man wollte ein Mitglied des Ku Klux Klan nicht allzu prominent auf dem Cover haben:

    Langjährige Leser wissen: ich habe kein nennenswertes Problem mit "targeted advertising"…

  • Konzertkritik: Chris de Burgh


    Jetzt hört auf zu lachen! Ich meine das ernst! Ja, Chris de Burgh! Nein, dafür muss ich mich nicht schämen. Nein, ich bin auch nicht retro-ironisch dahin gegangen. War ein Valentinstags-Geschenk meiner Lady in Red. Romantische Sache für ein Ehepaar im besten Alter. Ach, rutscht mir doch den Buckel runter. Ich muss mich schließlich nicht vor euch rechtfertigen…

    Ich gestehe aber, dass ich vor dem Besuch des Konzerts durchaus darüber nachgedacht habe, mit welcher Einstellung man dem mittlerweile schwer auf die 70 zugehenden de Burgh begegnen muss…

  • Diet Diary: Sprit im Tank


    Unsere Putzfrau fragte mich vor einigen Wochen: "Macht Ihnen das Joggen denn auch Spaß?". Ich dachte kurz nach und entschied mich für eine ehrliche Antwort: "Ich hasse es. Ich würde es nie freiwillig machen. Aber ich sehe die Notwendigkeit ein und tröste mich damit, dass ich zwar nicht gerne jogge, aber hinterher gerne gejoggt bin. Mich treibt nicht der Weg, sondern das Ziel."

    Das ist nicht neu. Eigentlich könnt ihr euch diesen Artikel von vor viereinhalb Jahren noch mal durchlesen. Gleiches Problem, gleicher Lösungsansatz, gleiche Motivation…