• TV Kritik: QUEEN’S GAMBIT


    Es ist zugegebenermaßen nicht leicht, im Wust der neuen Miniserien, Serien und TV-Blockbuster (zu denen sich immer mehr Filme gesellen, die fürs Kino vorgesehen waren) das zu finden, was einem wirklich gefällt. Spoilt for choice nennt man das, oder etwas teutonisch fatalistischer: die Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass die LvA und ich viele, aber nicht vollständige Schnittmengen in Sachen Fernsehgeschmack haben: amerikanisiertes Drama und billige Action scheren sie nicht, trübe skandinavische Serienkiller-Dramen lassen mich kalt. Aber man findet eigentlich immer "the best of both worlds"…

  • OK Boomer: Willkommen in der Shitstorm-Demokratie


    Ich hatte gedacht, dass es allein schon statistisch wahrscheinlich sei, dass irgendwann einer dieser Beiträge der Journalistenschule einen validen Gedanken zur Grundlage hätte. Oder wenigstens einen dummen Gedanken, der stringent ausformuliert ist. Es kann doch nicht sein, dass ich so mühelos JEDES Essay auseinander nehmen kann, JEDEN einzelnen Satz.

    Here we go again…

    Der demokratisierende Effekt von Shitstorms

    Ein Hammer-Titel, ich gestehe es. Eine provokante These. Und ich würde mich auf den folgenden Text freuen, wenn ich auch nur eine Sekunde lang glauben würde, dass nun eine plausible Argumentation folgt…

  • Aus der wortvogelschen Backstube


    Die letzten Wochen habe ich das Kochen und Backen wieder weitgehend der LvA überlassen. Es lagen andere Sachen an. Aber ein paar mal habe ich mich doch an Herd und Backofen versucht, und davon möchte ich nun erzählen.

    Wie schon bei meinen ersten Shortbread-Keksen nutzte ich einen gut 90minütigen Termin der Gattin, um "gegen die Uhr" zu backen. Die Idee: ein einfacher Kastenkuchen mit Glasur. Die Pointe: eingestreute Haferfleks in der Hälfte davon:

    Warum? Die korrekte Frage muss lauten: warum nicht? Ich wollte einfach mal wissen, wie die sehr knusprigen Fleks in einem Kuchen schmecken…

  • Goodbye to the weird kid: Zum Abschied von Conan O’Brien


    Ob die Show nun abgesetzt oder auf Wunsch des Moderators beendet wird – "Conan" endet auf TBS im nächsten Jahr. Nach 28 Jahren wird "the ginger kid" Conan O’Brien erstmals keine Late Night Show mehr bestreiten. Und obwohl ich von der TBS-Version nur Bruchstücke mitbekommen habe, macht mich das melancholisch. Weil Conan so lange in der Branche ist wie ich, weil er immer da war, egal, wo ich war – GONG, ProSieben, Tandem. Er war eine Konstante, mehr noch als Letterman und Leno. Er war wie die "Lindenstraße", die ja in diesem Jahr ebenfalls zu Ende gegangen ist…

  • OK Boomer: Journalisten, Göttern gleich


    Ich muss Abbitte leisten. Wie es aussieht, habe ich bei meinen bisherigen Text-Autopsien einen Beitrag übersehen. Den hole ich nun nach, bevor ich mich dem neusten Pamphlet der journalistischen KiTa widme.

    Schon den Titel möchte ich bestreiten:

    Wir brauchen keine Jahrhunderttalente

    Jahrhunderttalente (Sokrates, Mozart, Kant, DJ Bobo) bringen nicht nur die Zivilisation mit Schub voran, sondern stellen auch Ankerpunkte der Geschichte dar. Anders als andere Ankerpunkte (Attila, Hitler, Manson, Scooter) markieren sie positiv besetzte Umbrüche, erinnern nicht nur an das Potenzial des Menschen, sondern auch an seine Möglichkeit, tatsächlichen Wandel zu initiieren…

  • Lightblaster beim Wortvogel


    Die geilsten Ideen kommen einem durch Zufall. Die LvA war mit dem funzeligen Licht im Schlafzimmer unzufrieden. Nach einigen Gesprächen über mögliche Nachttischlampen oder Smarthome-Lösungen kam ich darauf, einfach das funzelige Licht in der Deckenlampe durch eine fernsteuerbare LED-Birne zu ersetzen. So kann sie vom Bett aus alles so beleuchten, wie sie es haben möchte.

    Nun kann man mit so einer Glühbirne (die ja genau genommen nicht mehr glüht) weit mehr machen als nur Licht an und aus, heller und dunkel. Einige Varianten bieten ganze Programme an, um Stroboskop- und Regenbogeneffekte zu erzeugen…