Thema: Neues

  • Showdown at Düsseldorf Airport: Wortvogel vs. the Vampire Hunter


    Wer meine Webseite schon mehr als drei Jahre liest, oder den "Zufälig"-Button fleißig betätigt, der dürfte gewahr sein, dass ich keine Autogramme sammle. Ich habe als Journalist und als Drehbuchautor viele bekannte Leute getroffen, aber es ist ungesund für das ausgeglichene Miteinander, den Fanboy raushängen zu lassen.

    Nicht, dass ich es für andere Leute nicht tun würde – einer Engländerin habe ich mal ein Autogramm von Nick Lea besorgt, als der u.a. für ProSieben die Serie "Once a Thief" drehte. Bei einem Kumpel hätte ich mich nicht ohne ein Autogramm von Eva Habermann sehen lassen dürfen, nachdem ich sie am Set meiner "Märchenstunde" gesehen hatte…

  • BILD verwechselt Wunsch und Wirklichkeit


    In einem ausnehmend dummen, chauvinistischen, heuchlerischen, anbiedernden und wirren Artikel versucht BILD heute unter einen Hut zu bringen, dass Aktrice Natalia Avelon sich gerne für die Männer hübsch macht, und auch ganz schön austeilen kann, aber dann doch empört ist, wenn ihr niemand hilft, weil mal ein Kerl zudringlich wird. Obwohl sie doch Penisse abschneidet.

    Halt mal! Wie jetzt? WTF?

    In der Tat kann BILD offensichtlich Filmrolle und Privatperson nicht auseinander halten:

    "In ihrem neuen Film „Kommissar LaBréa“ (ARD, 20.15 Uhr) schneidet die schöne Brünette miesen Kerlen aus Rache ihr bestes Stück ab…

  • Kino-Kritik: "Iron Man 2" (Nachtrag)


    NACHTRAG 3.5. : Wie im letzten Jahr werde ich die Performance der Sommer-Blockbuster hier begleiten. Darum bleibt die Kritik zu "Iron Man" auch erstmal an oberster Stelle stehen.

    Spannend wird es auf jeden Fall: Laut Nikki Finke hat "Iron Man 2" in 53 Territorien bereits über 100 Millionen Dollar in den ersten drei Tagen eingespielt – dabei ist der Film noch nicht einmal in den USA, Deutschland, oder Japan gestartet! Für Amerika wird ein Startwochenende von 155 Millionen Dollar prognostiziert. Damit dürfte der Film nächsten Montag, wenn er alle relevanten Märkte überrollt hat, bereits in der Gewinnzone sein…

  • Stumbling on the way to fame (2): Fünf Serienstars, die ihr nie gesehen habt…


    Ihr dachtet wohl, ich hätte es vergessen, oder? Nein nein, ich habe zwei Teile versprochen, dann mache ich auch zwei Teile.

    Fangen wir mit einer Serie an, die schon vom Start weg stolperte: "Conan" mit Ralph Moeller. Zu billig, zu einfallslos, zu wenig Sympathie für die Figuren – sowas kommt raus, wenn ein Trittbrett-Produkt (in diesem Fall von "Hercules" und "Xena") nur die Oberfläche kopiert, aber den Spirit des Originals nicht einfangen kann. Moeller mühte sich redlich, aber gegen die Skripts und das mangelnde Budget kam er einfach nicht an – von Stuntcasting wie Verona Feldbusch (als "wütende Dorffrau")…

  • BILD kämpft – recherchiert aber nicht


    "BILD kämpft" jetzt auch online. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es sich hierbei um ein verachtenswertes Placebo handelt, mit dem der Pöbel anhand von Einzelfällen ruhig gestellt, während der Rest der gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten hingenommen wird. Ist natürlich Kappes. Ich freue mich über jede Oma, der beim Kampf gegen überteuerte Rheumadecken beigestanden wird, von BILD oder sonstwem.

    Heute machte "BILD kämpft" so auf:

    Nun mag es sein, dass es keinen "Bruder Quirinus" in einem "Kloster Marien-Quell" gibt, aber der BILD hätte es verdächtig vorkommen sollen, dass Abzocker ein so aufwändiges Bild inszenieren, um den Schmu in Szene zu setzen…

  • Scheiss Technik: 60 Jahre ARD – der Wortvogel bittet um Ihre Mithilfe!


    Ich bin beeindruckt, dass die ARD letzte Woche 60 Jahre alt geworden ist – nicht begeistert. Ich schaue den Sender nur noch selten, und immer mehr geht mir diese Mischung aus spießiger Betulichkeit und angestrengt lässiger Jugendanbiederei auf die Nerven. Bin ich dafür zu alt? Oder zu jung?

    Was ich aber mag, sind Retrospektiven, und tatsächlich hat man sich im Ersten Deutschen Fernsehen bequemt, eben nicht nur die erwartbar überflüssigen Selbstbeweihräucherungen unter beckmannscher Selterslaune in die Primetime zu hieven – den echten TV-Fans gönnte man auch vier lange Nächte von jeweils fast sechs Stunden mit genau dem, was es zu feiern gilt: gutes Programm…