Thema: Neues

  • Kulinarisch fragwürdige Fernreise


    So, ich bin aus dem Hohen Norden zurück. Geplant waren sechs Reportagen in fünf Tagen – es wurden angesichts des teilweise mauen Wettern allerdings nur fünf Reportagen in vier Tagen. Solides Handwerk.

    Ich habe diese Woche nicht nur viel gesehen zwischen dem Emsland und der friesischen Küste, ich habe auch einiges erlebt. Den höchsten Leuchtturm des Landes habe ich bestiegen und die kleinste Autobrücke befahren:
    In Leer am Hafen schlug auch gerade das letzte Stündchen des Weihnachtsbaums – per Kettensäge:
    Der Chef einer Firma, die wir besuchten, entpuppte sich als passionierter Sammler antiquarischer Unterhaltungselektr(on)ik – hätte ich das Teil hier unauffällig in die Jacke stecken können, stünde es nun in meinem Arbeitszimmer:
    Da gab es auch noch einen anderen Automaten, den ich fotografieren mussten – aber davon erzähle ich dieser Tage mal separat…

  • Sherlock's Shark


    Ich sitze in einem Hotelzimmer in Emden. Einem Missverständnis mit Google Maps ist es zu verdanken, dass ich in aller Frühe eine Stunde geschenkt bekommen habe, bevor es zur nächsten Reportage geht. Und darum schreibe ich auf, was mich seit gestern Abend umtreibt – seit ich die heiß erwartete letzte Folge der aktuellen Staffel "Sherlock" gesehen habe.

    Drei neue Folgen hat uns 2014 schon gebracht – und es werden die letzten sein, die dieses Jahr über die Bildschirme flimmern. Mehr als ein paar spielfilmlange Episoden sind schon allein deshalb nicht drin, weil die beiden Hauptdarsteller so definitiv in Hollywood angekommen sind, dass ihre Projekte sich wie die Blockbuster-Vorschau des Sommers lesen: "Star Trek", "Der Hobbit", Spielberg…

  • 25 Frauen: Als Geschichte noch einen Händedruck hatte (3)


    Dritter und letzter Teil. Als wir das letzte Mal über die alten Damen sprachen, hatte mir Frau G. gerade mitgeteilt, dass sie den Holocaust an den Juden für eine Erfindung hielt.

    Dass sich eine „meiner“ Omas als stolze Antisemitin entpuppen würde, war schon statistisch zu erwarten gewesen. Aber Frau G.? Die kleine, runzelige, freundliche Frau G.? Hier war größte Vorsicht angeraten. Es galt immer noch: Respekt und Rücksicht.

    Ich hatte als Zivi kein Recht, die Frau umerziehen oder belehren zu wollen. Ich konnte nur innerlich abkoppeln und mich von jeder Sympathie frei machen…

  • B-Movie Maestro Charles Band spricht (schändlicherweise nicht über mich!)


    In der neuen Ausgabe seines Videoblogs stellt Charles Band das Buch vor, an dem ich mit Dave Jay zehn Jahre gearbeitet habe. Ich freue mich über die fleißige Promotion, auch wenn der gute Charlie vergisst, mich zu erwähnen – ich habe das Buch ja lediglich entwickelt, produziert und betreut. Schwamm drüber – Dave war sein Kontakt und seine Bezugsperson und meinen Namen könnte er vermutlich sowieso nicht aussprechen.
    Interessant ist auch das neue Magazin, an dem Charlie beteiligt ist:

     

    Beizeiten werde ich auch an dieser Stelle das Buch nicht nur vorstellen, sondern auch (signiert) verlosen…

  • Europa: 12 Jahre gewohnheitsmäßiger Rassismus?


    Ich trage für gewöhnlich keine Diskussionen von Facebook hier rüber, aber gestern bin ich in eine Auseinandersetzung gestolpert, die ausführlichere Betrachtung verdient – und eure Meinung.

    Es geht um den Film "12 years a slave" und das europäische Marketing des Verleihers.
    Angefangen hat alles mit den Italienern. Die haben das Sklavendrama nicht mit dem Hauptdarsteller beworben, sondern mit den großen Namen in der Besetzung, die eigentlich nur Nebenrollen spielen:
    Es gibt auch noch eine Michael Fassbender-Version des Posters.

    Ein durchsichtiges Manöver, einen Film über seine Stars zu verkaufen, weil das Thema und der Hauptdarsteller in Europa keinerlei Zugkraft besitzen…

  • 25 Frauen: Als Geschichte noch einen Händedruck hatte (2)


    Wo waren wir stehen geblieben? Beim ersten Tag meines Zivildienstes, genau.
    Zum Einstieg nahm mich mein „Vorgänger“, der noch ein paar Monate bleiben würde, zu den alten Damen mit. Es ist wichtig, offiziell vorgestellt zu werden – könnte ja sonst jeder kommen und behaupten, er sei vom Amt.

    An dieser Stelle ist es vielleicht angebracht, noch einmal genauer zu erklären, worin mein Job bestand. 25 Damen im Alter zwischen 60 und 92 hatte ich zu betreuen, jede wurde mit einer knappen Stunde pro Woche eingeplant…