Thema: Film, TV & Presse

  • Tüten für den Führer


    Zu den für diesen Beitrag irrelevanten Fakten gehört, dass ich bis zu meinem 13. Lebensjahr in der gesamten Familie den unerklärlichen Spitznamen "Tüte" hatte. Meine Tante nennt mich heute noch so, und auch meine Mutter ruft mich in Fällen unangemessener Sentimentalität gerne "Tütemann".

    Darum geht’s aber hier nicht. Ich habe nur dieser Tage einen Artikel für die LandIdee über Kultur und Brauchtum der Schultüte geschrieben. Das ist faszinierender, als man meinen sollte – es gab deutliche regionale Unterschiede, was Design und Inhalt angeht, die DDR entwickelte ganz eigene sechseckige Tüten, und politische Themen waren mitnichten tabu…

  • Trailer-Check "The Green Hornet":Was halten wir davon?


    Zur Erinnerung – das sah 1940 mal so aus:

    Und 1966 so:

    2011 erwartet uns diese Version:

    Ich würde jetzt gerne schwadronieren, wie scheiße das alles ist: Seth Rogen als Superheld? "Green Hornet" als Buddy-Comedy? 90er Hip Hop Style? Slo Mo Kung Fu? Wo bleibt denn da die reine Lehre?

    Aber wisst ihr was? Kann ich mit leben. Green Hornet war nie eine besonders spannende Figur, und da gestatte ich den Machern einen "free ride", wenn es darum geht, diesen lahmen "masked avenger" irgendwie aufzupolieren…

  • "Sumuru"-Blooper


    Alexandra Kamp war vor, während und nach den Dreharbeiten von "Sumuru" ziemlich cool. Ich habe sie selber damals nicht getroffen, aber so wurde es mir zugetragen. Auch in den Bildern zur Produktion kommt das rüber, wie ich finde.

    Nun hat sie bei YouTube ein kurzes Video mit Bloopern (neudeutsch für "Versprecher") hochgeladen, das ich euch nicht vorenthalten will:

    P.S.: Nach sechs Jahren ist die Webseite zum Film, zu der ich in der Seitenleiste immer noch verlinke, anscheinend endgültig tot. Irgendwie schade.

  • Kleine Zwischenmahlzeit


    Ich muss/darf derzeit wieder sehr viel für die LandIdee schreiben, darum wird es in den nächsten Tagen eher kleine Kuriositäten und Fundstücke geben, und weniger lange Texte.

    Heute was zum Thema "Pornos können ganz schön frech sein".

    Dieses Bild ist sicher eine der kulturprägendsten der 70er Jahre:

    Wie müssen damals die Leute in der Porno-Videothek ihres Vertrauens geguckt haben, als sie das Cover von "Little Orphan Dusty" sahen?

  • Weil mich jetzt schon zwei Leser drauf hingewiesen haben: "Red Dead Redemption: The Man from Blackwater"


    Ich empfehle natürlich Fullscreen und HD:

    Sicherlich eines der besseren Beispiele für Machinima-Produktionen, und mit John Hillcoat ("The Road") war ja auch ein Regisseur dran, der durchaus ein Gespür für Atmosphäre und Drama mitbringt. Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe das Gefühl: Die schöne neue Machinima-Welt kommt immer näher…

    Zu dem Thema habe ich noch mehr zu sagen. Am Wochenende.

  • Wortvogel-Kritiken: Alles nur Theater (3)


    39 Steps

    Hitchcocks „39 Stufen“ als Theaterstück zu erzählen, ist wahrlich keine leichte Aufgabe: Es gibt sehr viele Spielorte, dazu Außenaufnahmen, Massenszenen, und nicht zuletzt einige Verfolgungsjagden (u.a. auf einem fahrenden Zug). Und das ist nur die Produktionsseite: inhaltlich ist „39 Steps“ längst vergilbt, dem Kriminalfilm der 30er verpflichtet, und nur schwer glaubwürdig zu erzählen. Ein modernes Publikum wird kaum die Tatsache schlucken, dass ein Show-Mentalist sich die Pläne für eine Superwaffe merken soll, um sie den Nazis zu stecken.

    Die Macher der Londoner Version von „39 Steps“ haben deshalb getan, was vielleicht konsequent, aber auch einen Tacken größenwahnsinnig ist: Sie haben eine Komödie draus gemacht…