Thema: Film, TV & Presse

  • Lesen, lachen, lernen: Leseliste 2017


    Die Leseliste – auch so ein Thema, dass ich ein wenig vernachlässigt habe. Hier mal wieder ein paar interessante Artikel, über die ich in den letzten Monaten gestolpert bin. Damit ihr euch am Wochenende nicht langweilt.

    So ist dieser Artikel über das Verschwinden der Jugend-Subkulturen eigentlich ein prima Ersatz für einen Beitrag, den ich seit Jahren schreiben wollte, zu dem ich mich aber nie aufraffen konnte. Denn in der Tat ist es auffällig, dass mit der Aufsplittung von Medien, Quellen und Ressourcen die einheitliche, aber zeitlich begrenzte Jugendkultur (ganzheitlich wie bei den Poppern, aber auch im Detail wie bei den Vanilia-Hosen) praktisch ausgestorben ist…

  • Kino Kritik: Die Mumie


    USA 2017. Regie: Alex Kurtzman. Darsteller : Tom Cruise, Russell Crowe, Annabelle Wallis, Sofia Boutella, Jake Johnson, Courtney B. Vance u.a.

    Story : Durch Zufall stößt der Kleinkriminelle Nick auf das Grab der altägyptischen Prinzessin Ahmanet, hinter dem auch die Archäologin Jenny Halsey im Auftrag der geheimen Prodigium-Gesellschaft her ist. Gleichzeitig wird in London bei Bauarbeiten eine Ruhestätte der Templer entdeckt. Schnell müssen Jenny und Nick erkennen, dass beides zusammen hängt, Nick nun der "Auserwählte" von Ahmanet ist – und daran das Schicksal der Welt hängt…

  • 35mm: Ein analoges Heft für das analoge Kino im Zeitalter der digitalen Gesellschaft


    Ich habe es vermutlich schon mal (mehrmals?) erzählt – es macht mir Sorge, dass nach meinen Beobachtungen eine Generation nachwächst, die nur das "hier und jetzt" kennt, weil die absolut unkontrollierbare Flut an aktuellen Informationen und Formaten ihre gesamte Zeit frisst. Obwohl/weil wir immer mehr TV-Sender haben, sinkt die Zahl der ausgestrahlten "klassischen" Filme und Serien. Liefen früher noch Shows von vor 20, 30 Jahren halbwegs präsent, scheint die Verfallszeit mittlerweile bei fünf, maximal zehn Jahren zu liegen. Das "jetzt" hat das "früher" gefressen.

    Der Effekt: Zusammenhänge werden nicht gelernt, es fehlt der Kontext…

  • The glorious, fantastic 80’s are alive and well


    Die sollte ein fröhlicher, entspannter Beitrag für einen fröhlichen, entspannten Sonntag sein. Nun widme ich ihn den Opfern von London, "meiner" Stadt.

    Zum Sonntag gibt’s mal wieder was auf die Ohren. Und weil ich ein äonenalter Mann bin, kommen die heutigen Stars "straight outta the 80’s". Es ist durchaus erstaunlich, was sich auch heute noch auf den Bühnen von Retro-Festivals und Fernsehshows herum treibt – und wie das immer noch die Hütte rockt.

    So war mir völlig entgangen, dass Frankie goes to Hollywood sich 2004 noch mal für ein Charity Concert zusammen gefunden hatten…

  • Kinorevolution: Digital Age


    Dieser Artikel beschäftigt sich genau genommen mit zwei verschiedenen, aber verwandten Phänomenen. Es geht um die digitale Manipulation von Alterserscheinungen im Hollywood-Kino.

    Fangen wir mit den Frauen an. Früher war es durchaus auffällig, dass einige Darstellerinnen, wenn sie ins angeblich "beste Alter" kamen, keine Szene ohne erkennbaren Weichzeichner absolvierten. Das führte zu teilweise krassen Brüchen zwischen kristallklaren, porenscharfen Darstellungen der Männergesichter und träumerisch wolkigen Aufnahmen von Halle Berry, Jennifer Lopez, Jennifer Aniston, Nicole Kidman etc.

    Wo der Weichzeichner nicht mehr half oder unangebracht war, griff man zu Botox und Lifting, was allerdings der schauspielerischen Leistung nicht immer zuträglich war…

  • Lach' doch mal! Oder auch nicht.


    Ich habe in den letzten Wochen und Monaten natürlich auch wieder Bilder zu eurer Unterhaltung gemacht.

    So fanden sich im Industriemuseum in Manchester diese zwei drolligen Zitate:

    Vor diesem grandios depperten Videocover hab ich in den 80ern und 90ern wahrlich oft genug gestanden:

    Wenn man genau hinguckt, kann man sehen, dass hier zwischen dem brennenden Kreuz und dem Flammenstab irgendetwas grob herausgeschnitten wurde. Es war die Zeit vor Photoshop. Und siehe da, eine Google-Suche enthüllt das düstere Geheimnis – man wollte ein Mitglied des Ku Klux Klan nicht allzu prominent auf dem Cover haben:

    Langjährige Leser wissen: ich habe kein nennenswertes Problem mit "targeted advertising"…