• Kirchenaustritt: Verleugnet, verachtet, verscharrt


    Ich bin ca. 1997 aus der katholischen Kirche ausgetreten. Also offiziell. Innerlich hatte ich mich Anfang der 90er endgültig von dem Verein gelöst, seinem Prunk, seiner Heuchelei, seiner Herdenmentalität, seiner Geschichte, seinen Repräsentanten. Es war nicht schwer – unsere Familie ist nie sehr religiös gewesen und die einzigen Erwartungen an uns in dieser Richtung kamen von den Großeltern, die teilweise kaum das Recht besaßen, als besonders bibelfest zu gelten.

    Der Anlass zum Austritt war ein sehr profaner: Ich musste die Steuererklärung von drei Jahren nacharbeiten und realisierte erstmals, was mich diese Clubmitgliedschaft kostete…

  • 43 Jahre deutscher Humor er- und überlebt


    Wenn ihr das hier lest, bin ich schon auf dem Weg nach Ibiza. Man sehe mir nach, dass neue Beiträge für den Rest des Monats eher sporadischer Natur sein werden.

    Dies ist die leicht ergänzte und überarbeitete Fassung eines Gastbeitrags, der vor einiger Zeit bei Manuel veröffentlicht wurde.

    Ich werde mein Leben im Spiegel des prägenden Humors nacherzählen. Die größten Hits der 70er, 80er, 90er und das Beste von heute, sozusagen. Das sagt was über mich aus, im Idealfall aber auch über das Land, in dem ich lebe…

  • Batman-Fanfilme: "Death Wish" & "Seeds of Arkham"


    Vor einiger Zeit hatte ich ja schon mal ein paar Superhelden-Fanfilme präsentiert, darunter meinen Favoriten "Grayson". In dem Bereich gibt es immer mal was Neues und ich finde, diese beiden Shorts sind ein Update wert.

    "Death Wish" sieht aus, als hätte man versucht, eine Graphic Novel möglichst werkgetreu zu verfilmen:

    Soweit ich weiß, basiert "Death Wish" allerdings auf keiner Vorlage. Das ringt mir noch einmal ein Quentchen mehr Respekt ab, auch wenn die Kostüme natürlich aus dem Laden sind, die Action ein wenig fußlahm und die Stimme von Batman klingt, als habe er einen bösen Schnupfen…

  • NBC: "Revolution"


    Heute wurden die Teaser für eine ganze Reihe neuer Serien vorgestellt, die mich null interessieren. Aber JJ Abrams' neue Show "Revolution" (über das Leben nach dem relativ abrupten Ende aller Elektrizität) weiß zumindest, wie sie sich verkaufen muss – kein Wunder, wenn Jon "Iron Man" Favreau im Regiestuhl sitzt:

    Mich irritiert nur ein wenig, dass der Bösewicht aussieht wie Obama und der jugendliche Cast nach 15 Jahren Endzeit so schnieke rumläuft wie in "Hunger Games". Könnte ein neues "Jericho" werden – dann hoffentlich mit mehr Erfolg…

  • It’s an Abby Sunday (5): Lasercat on the prowl


    Abby will grundsätzlich hoch hinaus:

    Je höher, desto besser. Morgens liebt sie es, sich von uns auf den Bauernschrank heben zu lassen, von dem aus sie dann den großen Kleiderschrank besteigen kann. Das sieht dann immer aus, als wolle sie den Stuck an der Decke inspizieren. Dass übermäßiger Mut auch inhärente Eleganz negieren kann, haben wir neulich gelernt: Abby wollte unbedingt einen Weg auf die Küchenschränke finden. Den gibt es aber nicht. Nach reiflicher (wenn auch fehlgeleiteter) Überlegung entschied sie sich zu einem Sprung auf die Dunstabzugshaube, die zu ihrer Überraschung auf der Oberseite nicht plan, sondern abfallend konstruiert ist – und noch dazu aus glattem Edelstahl…

  • "Arrow" – dasselbe in grün


    Superhelden und Fernsehserien, das scheint einfach nicht zusammen zu gehen. Obwohl mittlerweile die technischen Mittel bereit stehen, übermenschliche Kräfte etwas perfekter zu visualisieren als so:

    Seit "Flash – Der Rote Blitz" ist eigentlich klar – an den Effekten und den Kostümen muss es nicht scheitern:

    Trotzdem wird ein Projekt nach dem anderen vergeigt – "Smallville" schaffte es unglaubliche zehn Staffeln lang, auch die potentesten Helden Universums auf nölig-neidische Spacken zu reduzieren.

    Der "Aquaman"-Pilot präsentierte einen Hauptdarsteller, der passenderweise so viel Charisma hatte wie ein Schluck Wasser…