• Das Konzept Wochenende


    Ich wollte gerade einen Kommentar zu einem Facebook-Beitrag von Daniel S. schreiben – aber nach einem halben Satz plingte eine kleine Glühbirne über meinem ungewaschenen Kopf und ein Engelschor schmetterte zum Leidwesen meiner Katzen: "BLOGIDEEEEEEE!!!"

    Keine Ahnung, ob das hier für einen richtigen Artikel reicht, aber ich versuche es einfach mal ad hoc, ohne das zu planen.

    Wochenende also. Daniel S. freut sich. Wochenende. Endlich Ruhe, endlich keine Arbeit. 48 Stunden Freiheit.

    Aber ist das wirklich so? Oder ist das wirklich NOCH so? Oder nur bei mir…

  • Durch die USA mit Jason Statham: "Safe" & "Parker" & "Wild Card"


    1. Station: New York! Safe USA 2013 . Regie : Boaz Yakin. Darsteller : Jason Statham, Chris Sarandon, Robert Burke, James Hong u.a.

    Offizielle Synopsis : Mei ist kein gewöhnliches chinesisches Mädchen. Das begnadete Mathematik-Wunderkind wurde von Han Jiao, dem Oberhaupt einer kriminellen Triaden-Vereinigung, nach Amerika entführt und dort aufgrund ihrer außergewöhnlichen Gedächtnisfähigkeiten mit einem komplizierten, streng geheimen Code betraut. Unwiderruflich gerät sie dadurch auch ins Visier der russischen Mafia. Denn der Code ist für einen prall gefüllten Safe bestimmt, den die gefährliche Untergrundorganisation für sich beansprucht…

  • Kleines Update zum Ausweis-App-Debakel


    Ich geb’s ja zu – in lauen Stunden lese ich gerne mal in meinen alten Beiträgen. Immerhin gibt es den Wortvogel seit fast neun Jahren, da kann ich mich an vieles nicht erinnern und so manche Pointe ist nach fünf Jahren wieder lustig.

    Eben stieß ich durch einen Klick auf den Zufall-Button auf diese Geschichte. Ein echtes Herzschmerz-Drama über den Versuch, mit der App zum neuen Personalausweis IRGENDWAS Produktives anzustellen. Das scheiterte nicht nur an der instabilen Software und der unglaublich beschissenen Nutzerführung, sondern auch daran, dass es die Ausweis-App ein Jahr nach Einführung der Online-Funktion immer noch nicht für den Mac gab…

  • Das Ende des Nerdtums


    Ich hatte vorgestern einen schönen Abend auf der Party von Giallo-Fan Reini in Frankfurt. Es war auch die ganze Posse des Berliner Filmfests da und Doc Acula obendrein. Als ich kam, war gerade die Diskussion "Was wäre, wenn die deutsche Filmindustrie in den 50ern einen Horror-Boom à la Hammer erlebt hätte?"-Diskussion im Gange. Später kam die Frage auf, wie ein deutscher "King Kong" von Fritz Lang wohl ausgesehen hätte. Good times.

    Aber auch im Gespräch mit weniger filmaffinen Gästen wurde mir mal wieder klar, dass die Nische der Nerds mittlerweile ein Superbowl-Stadion ist, das jeden rein lässt und keine Stigmata mehr auf den Unterarm stempelt…

  • Ordnung vs. Chaos: Zahlenmagie


    Heute habe ich mal wieder meine Akten durchforstet. Es ist faszinierend – wenn man entschlossen ist, jede weitere Entschlackung positiv zu sehen, wird es eine vergnügliche Herausforderung. So habe ich bei allen meinen Autorenverträgen (mittlerweile zwei dicke Ordner) das Kleingedruckte und die Anhänge entfernt. Schon ist es nur noch ein Ordner.

    Aber die Fähigkeit, das Volumen zu reduzieren, hat Grenzen. Besonders schlimm wird das bei den nächsten großen Aufgaben: Zeitschriften, Bücher und DVDs. Da sind nämlich keine "unnötig" oder "abgelaufen" oder "redundant". Ich kann 20 Jahrgänge "Titanic" ebenso wenig einscannen wie den Prachtschuber "The complete Calvin & Hobbes"…

  • Hör mal, der Hörsaal: Wortvogel bei der "Lateline"


    Gestern Abend wurde ich mal wieder interviewt – warum eigentlich immer nur Radio, ich finde mich auch ganz furchtbar fernsehtauglich! Die Jugendwellen des ARD-Hörfunks mit der "Lateline" wollten über "Dinge, die in den Medien nerven" sprechen. Kein sehr präzises Thema, vielleicht kam die Diskussion deshalb auch nicht richtig in Schwung.

    Groß angekündigt habe ich die Veranstaltung nicht, weil ich wusste, dass es einen MP3-Podcast geben würde, über den ich euch meinen Teil zugänglich machen kann. Und hier ist er auch schon – 23 Minuten Hypothesen und Hirnriss ungefiltert aus der Birne durch die Kauleiste in den Äther:

    Discuss…

  • Reisen & Reportagen: Die Unentbehrlichen


    Meiner Masterliste zufolge habe ich im Jahr 2014 über 50 Reportagen für die "Liebes Land" gemacht. Ich verwende das unschöne Hilfsverb "machen", weil "schreiben" es nicht trifft. Viele der Reportagen sind noch nicht geschrieben, sondern "auf Halde". Es sind Vorproduktionen. Das ist wichtig, denn wenn ich mit meinem Fotografen z.B. im Schnee einen Hundeschlitten-Kurs besuche, ist es für das aktuelle Heft längst zu spät – wir arbeiten bereits an der Ausgabe, die dem Frühling huldigt. Liegen pralle Kürbisse auf dem Feld, ist die Oktober-Nummer schon in der Druckerei…

  • Die nackten Fakten über Akten


    Auch wenn familiäre Verpflichtungen mich bisher abgehalten haben, den Wortvogel-Flohmarkt zu eröffnen, so bin ich doch nicht faul gewesen, was die Entschlackung meines Teils des Haushalts angeht. Das hatte auch ganz praktikable Gründe: Wegen einer kompletten Umfinanzierung meines Immobilien-Parks musste ich eine geradezu irrwitzige Menge an Plänen, Formularen, Fotos, Nachweisen, Auszügen und Berechnungen beibringen, was den Wunsch verstärkte, so etwas künftig mit weniger Stress griffbereit zu haben. Analog wie digital.

    Das Fundament hatte ich über Jahre, in denen ich meine Akten wieder und wieder sortiert habe, bereits gelegt – alles, was mein Leben und meine Interdependenzen mit Behörden, Banken und Versicherungen protokolliert, findet sich in fünf robusten Ordnern:

    Dazu gibt es noch zwei Ordner mit Unterlagen auf dem Dachboden, die ich zwar nicht mehr brauche, aber auch nicht wegwerfen möchte – alte Verträge, Arbeitsnachweise, Briefwechsel mit der Polizei und Kaufbelege von Artwork…