Thema: Neues

  • Krasse Kino Kult-Klassiker: Der Wortvogel veranstaltet sein eigenes Youtube-Filmfestival


    Als ich kürzlich nach einer Dokumentation auf YouTube forstete, fiel mir deutlicher als bisher auf, wie viele Spielfilme in voller Länge das Videoportal mittlerweile anbietet. Man muss sich nicht mehr durch zehn Häppchen à zehn Minuten quälen, sondern kann auf "play" klicken, Vollbild einschalten, und los schauen. Eine ganz private Videothek mit einer Auswahl, die vielleicht nicht endlos, aber zumindest eklektisch ist.

    Sicher sind einige der Filme dubioser Herkunft und vermutlich nicht so ganz legal bei YouTube untergekommen. Aber da YouTube selber ein legales Angebot ist und die Filme ja auch wieder gesperrt werden können, soll mich das an dieser Stelle mal nicht interessieren…

  • Groupon: Gutschein-Geiz noch geiler?


    Ihr wisst ja, dass der Wortvogel tragisch unhip ist – was soziale Netzwerke angeht, lebe ich in der Steinzeit. Ich chatte nicht, habe Profile bei Xing und LinkedIn verwaisen lassen, schere mich nicht um Chatroulette, Podcasts oder Farmville. Eine gepflegte Linkliste, meinen Newsgroup-Provider und dieses Blog sind alles, was ich im digitalen Dschungel brauche.

    Daher kommt es auch, dass ich manche Sachen sehr spät mitbekomme, was meinem Anspruch als Netizen oder Mitglied der digitalen Bohéme natürlich nicht gut tut.

    So war es auch bei Groupon…

  • Die große Körber/Reimann-Fehde: Das (vorläufig) letzte Wort hat Horst Pukallus


    Es entspricht meinem Sinn für Fairness, dass diejenigen, die angegriffen werden, auch die Chance bekommen, sich im gleichen Forum zu verteidigen, sofern dabei die Tischsitten nicht verloren gehen.

    Der erfolgreiche SF-Autor und Übersetzer Horst Pukallus war ja einer der (peripheren) Player im Streit um die Qualität deutscher Übersetzungen in der "Phantastische Zeiten" 1988. Er verfasste diesen Leserbrief:

    In meinem Interview machte Körber kürzlich keinen Hehl daraus, dass er sich (zumindest zeitweise) von Pukallus angefeindet fühlte.

    Ich dachte mir: Da frage ich doch mal beim Pukallus selber nach…

  • Zur Überbrückung: Back to the fabulous


    Ich werde noch ein paar Tage brauchen, bis ich eine Sackladung Reportagen und ein paar andere Lohntexte fertig gezimmert habe. Um breit gestreute Langeweile zu vermeiden, empfehle ich die ausgiebige Benutzung des "Zufall"-Buttons und stelle hier mal drei entzückende Entdeckungen vergangener Zeiten bereit.

    "Supertrain" ist eine legendäre Flopserie von 1979, mit der sich Dan Curtis ("Dark Shadows") an "Love Boat" ranhängen wollte. Den Pilotfilm gibt es nun in brauchbarer Qualität bei Youtube. Die Szenen mit dem futuristischen Zug im Bahnhof erinnern mich irgendwie an die Flight Decks des Kampfsterns Galactica:

    Wo ich gerade "Dark Shadows" erwähnte – obwohl diese Serie derzeit von Tim Burton (mit – Überraschung…

  • Albert Pyun – unpleasantly in(s)ane


    Er ist anders als viele Trashfilm-Regisseure, die alles filmen, was sich irgendwie refinanzieren lässt. Albert Pyun ist "a man on a mission". Seine Filme sind fast immer im besten Fall kryptisch, im schlimmsten Fall verworren. Sie handeln gerne von Cyborgs und der Suche nach der eigenen Erlösung, als versuche Pyun seit 30 Jahren, der dramaturgischen Struktur von "Blade Runner" auf die Spur zu kommen. Hat er mal ordentlich Geld, bringt er B-Kracher wie "Talon – Im Kampf gegen das Imperium" oder "Nemesis" zustande. Hat er keins, bescheißt er die Regierung von Guam oder foltert den Zuschauer mit Non-Narrativen wie "Infection"…

  • Skeptik für Anfänger


    Eigentlich sollte das gar nicht mehr nötig sein, aber weil auch bei erfahreneren Diskutanten manchmal gewisse Grundlagen fehlen, lege ich euch die Doku "Here be Dragons: An introduction to critical thinking" schwer ans Herz. Nicht perfekt gemacht, etwas manieriert moderiert, aber allemal konkret und nutzorientiert:

    Wem eher nach leichterer Kost ist, der kann sich an einem ganz obskuren Relikt der 80er versuchen, dem Trio-Film "Drei gegen drei". Im Kino gefloppt, einmal im Fernsehen ausgestrahlt, und auf Video selten unter 50 Euro zu bekommen – da nimmt man auch die Defizite dieser Youtube-Version gerne in Kauf:

    Ihr ahnt es schon: Wenn ich euch derart abzulenken versuche, bin ich wieder auf Reportage…