Thema: Neues

  • Ausgrabungen in der Wortvogel-Gruft


    Keine Sorge, ich buddel nicht schon wieder in meinen Archiven herum – der Titel ist wörtlich zu nehmen. Bei uns sind gerade die Handwerker, wie man so schön sagt. Eigentlich ist die Wohnung ja nagelneu renoviert, aber meine LvA hat beschlossen, dass die antiken Türen und Türstöcke dringend saniert gehören. Es werden also die Übergänge zwischen den Zimmern aufgebrochen und ersetzt, alles abgeschliffen, neu lackiert, neue Türklinken drauf etc. (wir mischen in unserem Domizil relativ willkürlich Jugendstil und Wirtschaftswunder).

    Gerade wurde das dicke Holzbrett, das den Übergang von der Diele zu meinem Arbeitszimmer bildet, heraus geflext…

  • Trailergasm: "Safe"


    Statham mal wieder. Überraschenderweise spielt er diesmal einen knallharten, schweigsamen Typen mit viel Ehrgfühl, dem selbst eine Armee von Bösewichtern nichts kann:

    Klar ist das auch nur eine Variation von Bruce Willis' "Das Mercury Puzzle". Und trotzdem: Es gefällt mir. Es ist straight. Die Action ist sehr handgemacht. Das New York ist glaubwürdig. So oldschool, dass Clint Eastwood den Film in den 70ern nicht viel anders gedreht hätte. Oder Burt Reynolds in den 80ern. Oder eben Willis in den 90ern.

    Das ist insbesondere aus zwei Gründen so bemerkenswert wie nachvollziehbar: Drehbuchautor Boaz Yakin hat sowohl den stimmigen Lundgren-"Punisher" wie auch den Eastwood-Actioner "Rookie" geschrieben…

  • Wortvogel – Vater der Klamotten (2)


    Heute geht es ans Eingemachte. Es gibt auch wieder was zu lachen.

    In "Dr. Hope" gibt es eine Szene, in der Hope ihr "Hausbuch für die Frau" erstmals gedruckt in der Hand hält. Dafür brauchten wir einen ganzen Stapel Exemplare, die auch noch neu aussehen mussten. Hier rechts ein Original von ungefähr 1910, links die Reproduktion (basierend auf einer anderen Auflage):

    Deutlicher wird der Unterschied, wenn man die Bücher aufschlägt:

    Alles fake im Fernsehen!

  • Die üblichen und die unüblichen Verdächtigen: "Das Mädchen auf dem Meeresgrund"


    Es geht gar nicht so sehr um den TV-Film "Das Mädchen auf dem Meeresgrund", den das ZDF nach den Erinnerungen von Lotte Hass hat drehen lassen. Sie war die Ehefrau des bekannten Meeresforschers und Dokumentarfilmers Hans Hass, der in den 70ern noch landesweit bekannt war, heute aber nicht mehr die Strahlkraft von Grzimek oder Sielmann besitzt. Dabei lebt er noch.

    Ich habe den Film nicht gesehen, ich kann ihn nicht bewerten. Zumindest optisch hat man die Originale gut getroffen, auch wenn man Yvonne Catterfeld einen fesch-roten Badeanzug und Benjamin Sadler Badeshorts statt eines Slips gönnt:

    Es stößt mir nur ein wenig sauer auf, wenn ich die Inhaltsangabe des Senders lese:

    Als Hans Hass im Sommer 1947 für sein Büro in Wien eine Sekretärin sucht, bewirbt sich Lotte Baierl erfolgreich auf die Stelle…

  • Wortvogel – Vater der Klamotten (1)


    In unserem Wohnzimmer steht eine Kiste, die im Alltag den Tisch mimt:

    Nur Eingeweihte wissen, dass sich darin mein ganz persönlicher Schatz verbirgt.

    (disclaimer: Meine LvA legt Wert darauf, dass natürlich nur sie mein ganz persönlicher Schatz ist)

    Für euch öffne ich heute mal die Kiste – schnipp, schnapp:

  • Reality looks so fake


    Hier ist das Video einer Explosion, die in Washington kürzlich kontrolliert ein Loch in einen Staudamm sprengte, damit der Fluss wieder seinen ursprünglichen Verlauf nehmen kann – mich fasziniert, wie unrealistisch und nach mäßiger CGI das aussieht:

    Vielleicht liegt es daran, dass wir aus so vielen Filmen einen bestimmten Look gewöhnt sind: Wassermassen in Zeitlupe, umspülte Bäume, wegbrechende Felsbrocken…