Thema: Neues

  • Filmverbrechen-Fotostory: EIN KAKTUS IST KEIN LUTSCHBONBON oder: Kloakentauchen in der deutschen Kinokomödie


    Ich kann es nicht bestreiten – ich habe Blut geleckt. Die Analyse von "Zärtliche Chaoten 2" hat mir bewiesen, dass die deutsche Kinokomödie der 70er und 80er einer Neubewertung harrt. In sträflicher Leichtfertigkeit – gespeist aus akademischer Arroganz – haben die Filmhistoriker dieses Segment bisher vernachlässigt. Ausnahmen bestätigen die Regel und zu diesen Ausnahmen gehört das launige nebenstehende Werk des unvermeidlichen Martin Hentschel, der aber – ebenso hormongesteuert wie vorhersehbar – primär der deutschen Bumskomödie das Wort redet.

    Genug davon!

    Es ist Zeit, zurück zu schauen…

  • Auch mal was Nettes sagen


    Auf unserer Hochzeitsreise in die Cotswolds waren wir auch im Blenheim Palace, der bescheidenen Hütte, in der Winston Churchill geboren wurde:

    Da ist was los, es gibt auch mächtig was zu sehen. Bevor man aber in den Genuss des altbritischen Prunks und der Parkanlagen vom Ausmaß des Englischen Gartens in München kommt, muss man durchs Tor:

    Da wird – wenig verwunderlich – abkassiert. Von jungen Männern, die sich damit ein Zubrot verdienen. Gut gekleidet, ausgesucht höflich, mit kleinem Messing-Namensschild an der gänzlich schwarzen Dienstkleidung.

    Um zu verstehen, warum ich mit unserem Gebührenknecht eine kurze launige Plauderei anfing, müsst ihr euch zuerst einmal diesen Trailer von "Ein Fisch namens Wanda" ansehen:

    John Cleese als "Archie Leach"…

  • Facebooker, Sie sind raus!


    Ich bin ein sehr toleranter Mensch. Da mögt ihr jetzt lachen und euch denken "Der Wortvogel tolerant? Siiiicher…". Aber es stimmt. Ich ertrage diese Welt, Dieter Bohlen, die BILD-Zeitung und RTL2 genau so wie Kreationisten, Mückenstiche und Hotels mit WLAN für 15 Euro am Tag. Zen. Ich.

    Auf Facebook bin ich zwar "nobody’s fool", aber ich gehöre auch nicht zu denen, die fanatisch regelmäßig ihre Freundeslisten säubern oder gar Tools anwenden, um im Freundeskreis irgendwelche "unerhörten" Likes zu lokalisieren, um die Schuldigen dann zu blocken…

  • Food Future


    London Heathrow ist dank diverser Modernisierungen mittlerweile ein sehr fortschrittlicher Flughafen, dessen Shoppingmeile es mit den Einkaufszentren der edelsten Innenstädte aufnehmen kann. Kein Wunder, dass hier auch bei der Verpflegung keine halben Sachen gemacht werden. So gibt es einen Automaten für "Ben & Jerry’s"-Eis:

    Dieser wirft für drei Pfund zwar nur einen lächerlich kleinen Becher aus, aber der Vorgang beeindruckt: Man kann durch die Glasscheibe einen Saugrüssel sehen, der auf den Deckel des Bechers aufsetzt, schmatzend ein Vakuum erzeugt und das Eis damit aus der Kühlbox zieht…

  • Ei zum Frühstück?


    Ein kleines bisschen Kontext: Wir haben eine sehr große, aber gefangene Terrasse. Das heißt, sie ist auf allen vier Seiten entweder von unserer Wohnung oder Mauern umgeben. Sehr privat, sehr angenehm.

    Heute saß ich auf dem Sofa, das Macbook auf dem Schoß, und tippte einen Artikel in ein InDesign-Layout. Da höre ich draußen ein "flatsch!". Kein Problem, wir haben Katzen, die werden schon irgendwas angestellt haben, was sich dem Geräusch zuordnen lässt.

    Aber Becky schläft neben mir auf dem Sofa und Rufus höre ich in der Küche mit Trockenfutter knuspern…

  • Neue alte SF aus den deutschen Sender-Archiven gerettet (aka raubkopiert)


    Nach "Cherie mir ist schlecht" und "Datenpanne – das kann uns nie passieren" habe ich noch eine weitere öffentlich-rechtliche Dystopie für euch ausgebuddelt, diesmal aus dem Jahr 1982 und basierend auf Jewgeni Samjatins Roman "Wir", der deutliche Ähnlichkeiten mit Orwells "1984" aufweist.

    Den Film habe ich als 14jähriger bei der Erstausstrahlung tatsächlich gesehen. Er hat mich damals ziemlich verstört, auch wenn ich in der Zeit nach "Star Wars" und "Star Trek" die Effekte als sehr krude empfand. Meine Begeisterung hielt sich – auch angesichts meines intellektuellen Unvermögens, die Geschichte in ihrer gesamten Breite zu erfassen – in Grenzen…

  • Steuerk(r)ampf


    Als Selbstständiger hat man es nicht leicht – als Angestellter mit selbstständigen Nebentätigkeiten und Immobilienbesitz noch weniger. Rein steuerlich gesehen. Es gibt einen Grund, warum ich seit 1994 einen Steuerberater habe, dem ich alle drei Monate meine sortierten Belege und Kontoauszüge schicke. Da steckt der Teufel im Detail und man sollte sich keine Fehler erlauben.

    Fehler passieren aber. Weil das Leben – im Gegensatz zur Mathematik – nicht immer eindeutig ist. So hatte ich zehn Jahre lang das Dachgeschoss meines Hauses in München korrekt als Arbeitszimmer abgesetzt…