Thema: Neues

  • Micro-Reviews (3): Fantasy Filmfest-Nachlieferung


    Ich würde im Laufe der nächsten Monate glatt noch Reviews aller Filme nachliefern, die ich vor meiner Bloggerzeit auf dem FFF gesehen habe. Blöd nur: An die meisten kann ich mich bestenfalls rudimentär erinnern. Darum picke ich mir im Rahmen der Micro Reviews ein paar raus, die halbwegs Eindruck hinterlassen haben. Die Vorgabe diesmal: Nichts nachschlagen, alles aus dem Kopf erzählen.

    Blue Steel Nach "Near Dark" dachte ich, Kathryn Bigelow könnte die erste relevante weibliche Stimme des Genrefilms werden. Aber sie wollte nur die Respektabilität Hollywoods und lieferte als nächstes einen vorgeblich frauenstarken, aber in Wirklichkeit alle Klischees bedienenden "Thriller" über eine Polizistin, die sich in einen Fetischisten verknallt…

  • Ein Handschlag über das Jahrhundert hinweg


    Es ist eine Binsenweisheit, dass die Geschichte von Siegern geschrieben wird. Eine weitere, dass historische Ereignisse greifbarer und realer sind, wenn man einen persönlichen Bezug zu ihnen hat. Das hat sich heute bewiesen – auf eine mich bewegende Weise, die ich teilen möchte.

    Mein Großvater hieß Nikolaus Plotes. Er war im Zweiten Weltkrieg als Belgier von den Deutschen nach Düsseldorf zwangsverschoben worden, um dort zu arbeiten – als Uhrmacher konnte man seine feinmechanischen Fähigkeiten gut brauchen. Nach der Kapitulation des Dritten Reiches kehrte er für ein paar Jahre in das heimatliche St…

  • Micro-Reviews (2): B-Kino der 80er


    Heute bespreche ich mal völlig willkürlich und sehr knapp ein paar Filme aus der Zeit, als Kino noch Taschengeld und Eiskonfekt war, Straßenbahn und Nachmittagsvorstellung. Was damals so alles in die großen Säle des Rex kam, in die kleineren des Residenz-Centers, ins Savoy…

    Grundbedingung für diese Liste: Alle Filme habe ich mir damals tatsächlich beim Erst-Release auf der großen Leinwand gegönnt. Nicht später auf Video, nicht in den letzten Jahren auf YouTube. Meine Erinnerungen sind damit absolut unverfälscht und authentisch.

    Timerider – Mit der Cross-Maschine auf Zeitreise Ein launiger Action/Western/SF-Hybrid, der mich mit Fred Ward bekannt machte und dessen depperte Grundidee (ein Motocross-Fahrer landet durch ein Zeitexperiment im Wilden Westen) vom Skript voll erkannt und ausgeschlachtet wird…

  • Ripoffs: The Italian Job (mit Gewinnspiel!)


    Nachfolgend ein (gekürzter) Text, den ich Ende Oktober 2014 für das Booklet von "The Executor – Der Vollstrecker" geschrieben habe. Weil er mit leichten Änderungen einen – wie ich finde – ziemlich guten Abriss der italienischen Trittbrettfilmer-Geschichte darstellt, wollte ich ihn euch nicht vorenthalten.

    Die DVD/Blu-ray-Box ist mittlerweile auch erschienen – und wird am Ende dieses Beitrages verlost.

    Die italienische Filmgeschichte ist seit jeher ein schmerzlicher Kompromiss von Kunst und Kommerz. Nach frühen Erfolgen wie „Cabiria“ (1914) litt die Industrie – ähnlich wie in Deutschland unter Hitler – unter dem kunstfeindlichen Diktat eines faschistischen Systems, wenn auch nicht ganz so totalitär…

  • Und wo ich gerade Wutvogel bin: Wertstoffhof München, du mich auch…


    Vor neun Jahren habe ich den ersten mutigen Lesern meines Blogs mal gezeigt, wie das ist, wenn der Single-Vogel in seinem Obergiesinger Häuschen zum Winter den Kaminofen anfeuert. Kuschelig, aber auch nötig, denn gut gedämmt war das Haus ja nie und so manches Mal war der Platz vor dem prasselnden Feuer der einzig wa(h)r(m)e.

    Aber die Zeit, sie geht ins Land – der Wortvogel ist verheiratet, lebt in Speyer, das kleine Häuschen wird mühsam saniert, wochenweise wird Bauschutt zum Wertstoffhof gekarrt. Kehraus.

    Es zeigte sich schon vor Monaten, dass der Ofen nicht mehr gebraucht wird…

  • DHL, leck mich am Arsch!


    Ist eine Beleidigung, ich weiß. Ist mir aber gerade auch egal.

    Kurze Backstory: Ich habe 25 Spezialumschläge bei Amazon bestellt, damit wir endlich unsere Hochzeits-Fotobücher verschicken können. Sollten vom Seller per DHL heute geliefert werden.

    Um 14.08 Uhr bekomme ich eine Email:

    Das ist verwunderlich. Unser Haus ist aus dem 17. Jahrhundert und hat – soweit ich weiß – nie den Standort gewechselt. Unser Name steht gleich zweifach an der Tür: Am Postfach und auf dem Klingelschild. Sämtliche bisherigen DHL/Fedex/UPS/Hermes-Boten haben sowohl unsere Adresse als auch uns problemlos lokalisieren können…

  • Sci Fi TV-Quartett: "The Last Man on Earth", "Other Space", "Dark Matter" & "Killjoys"


    Ich bespreche eher ungern SF-Serien, die sowieso jeder kennt und jeder guckt, weil sie auf den großen Sendern laufen und fett beworben werden. Die kleineren Produktionen sind mir lieber, die Außenseiter, die schrägen Nummern. Heute habe ich gleich vier davon im Gepäck. Zwei Comedys, zwei Dramen.

    The Last Man on Earth Eine postapokalyptische Comedy-Serie auf einem der großen US-Networks, das ist wahrlich eine ungewohnte Erfahrung. Wenn ich mich recht erinnere, wurde das zuletzt mit "Woops!" 1992 versucht – kurioserweise auch von Fox. Das Ergebnis wurde unter die Top 50 der schlechtesten Serien aller Zeiten gewählt…