Thema: Neues


  • Hörspiel-Trash als Ohrenfolter: DÄMONENJÄGER EWALD HEINE


    Ihr mögt euch wundern, warum ich schon wieder beim Thema Hörspiel lande. Die Erklärung ist einfach: Bei meinen Reisen durch die digitale Welt auf der Suche nach Ohrenschmaus stolperte ich vor gut einer Woche über eine Produktion, die zu preisen mir nahe lag. Und dann machte ich den Fehler, sie zu hören.

    Aber der Reihe nach.

    Ich hatte euch vom grandiosen Krimi-Podcast KEIN MUCKS! erzählt und von seinem deutlich weniger gelungenen SF-Äquivalent DAS WAR MORGEN.

    Ich meine, dass es Bastian Pastewka selbst war, der ein paar Tage später auf die Reihe KNALLHART verwies, in deren Rahmen es eine Adaption von H.P…

  • Die Rache der Hollywood-Rentner


    Vor ca. 25 Jahren kam der kanadische Regisseur Timothy Bond nach München, um uns bei einer neuen Schnittfassung des Films HIGH EXPLOSIVE zu assistieren, der zwar vom Produzenten Harry Alan Towers in der vereinbarten Länge von 94 Minuten geliefert worden war, aber um der Spannung willen erst um 5 Minuten gestrafft und dann mit einem Nachspann zur Minen-Problematik im südlichen Afrika versehen werden sollte.

    Ein Satz über sechs Zeilen. Sage keiner, der Wortvogel fordere seine Leser nicht.

    Ich übernahm die Aufgabe, Bond in München zu betreuen, denn schließlich hatte ich den Film zusammen mit Harry Allan Towers entwickelt, war am Casting beteiligt gewesen, und den Drehbuchautor Peter Jobin hatte ich durch diverse Fassungen an die Hand genommen, damit am Ende ein für ProSieben taugliches Koproduktions-Projekt dabei herauskam…

  • Life through a lens: Die Welt mit neuen Augen sehen


    Vor ziemlich exakt vier Monaten habe ich von meiner Augen-OP erzählt, bei der die vom Grauen Star befallenen Linsen durch Kunstlinsen ersetzt wurden. Sah erheblich schlimmer aus, als es war:

    Ich gebe mal ein Update, wie sich die Sache mittlerweile entwickelt hat.

    Zuerst einmal: Der Zugewinn an Lebensqualität ist beachtlich, wenn man auf einmal keine Brille mehr braucht, um zu lesen, zu arbeiten, oder auch nur das Fernsehprogramm scharf zu sehen. Die Brille war halt doch etwas, das man nicht nur ständig in Griffweite haben musste – sie bedurfte auch der Sorgfalt und Pflege…

  • "Kein Mucks!" vs. "Das war morgen": Warum es nicht dasselbe ist, wenn zwei das Gleiche machen


    Ich hatte es in meinem Beitrag gestern erwähnt – ich gehe derzeit wieder jeden Tag eine Stunde konsequent und flott spazieren. 5 Kilometer, ca. 10.000 Schritte. Dafür brauche ich was auf’s Ohr und das liefert meistens die ARD-Audiothek, die ich auf diesem Blog schon mehrfach in höchstem Maße gelobt habe.

    Eine Stunde, das reicht für vier ZEITZEICHEN. Da habe ich hinterher der LvA auch immer was zu erzählen ("wusstest du eigentlich, dass…?"). Wenn es knapp wird, schiebe ich noch ein KALENDERBLATT ein oder höre britische und amerikanische Stand Up-Specials…

  • Mund auf, Augen zu, beten: Neue Experimente aus dem Wortvogel-Küchenlabor (NACHTRAG!)


    Ich versuche aktuell, meine Ernährung wieder etwas besser in den Griff zu bekommen und mich auch wieder mehr zu bewegen. Aus Gründen. Die Tatsache, dass ich mich ständig zu neuen kulinarischen Abenteuern hinreißen lassen, könnte dem Anspruch dienlich sein – oft genug wird er davon aber auch torpediert.

    Damit mich etwas genug reizt, um es in den Einkaufswagen zu packen (sei es im Supermarkt oder online), muss es mehrere Funktionen erfüllen:

    Es muss sich mir augenblicklich als logisch und spannend erschließen Es muss in meinen geschmacklichen Horizont passen Es muss eigentlich komplett überflüssig sein Es muss ein Schnäppchen sein Es muss eine hochgezogene Augenbraue der LvA provozieren So wurde z.B…

  • That 70s Shit Show: Die Wohnkultur eines unerträglichen Jahrzehnts


    Ich habe schon in den 80ern voller Überzeugung verkündet:

    "Man hätte die 60er wiederholen oder die 80er vorziehen sollen – niemand brauchte die 70er."

    Wohlgemerkt – ich sagte das in dem Jahrzehnt, das David Bowie mal hellsichtig so charakterisierte:

    "Die Schulterpolster sind auch nur die Schlaghosen der 80er."

    Die 70er waren, und davon bin ich bis heute nicht abzubringen, ein durch und durch hässliches, schmieriges, aufdringliches Jahrzehnt bar jeglichen Geschmacks, repräsentiert von Polyester, Plastik, Pornographie, Zigarettenkonsum und einer Überbetonung von allem – Koteletten, Revers, Absätze, Brillen, Schriften…

  • Auf euch: Nachrufe auf nur fast vergessene Freunde


    Erst Max Friedmann. Maria. Dann Silvia. Brigitte. Daniel. Markus. Mutti. Stefan. Ich könnte langsam eine eigene Kategorie daraus machen. Und es scheint, als hätte Billy Joel recht: Only the good die young.

    Man kann es sich leicht machen und behaupten, dass der Tod "wahrer Freunde" nicht übersehen werden kann, schon gar nicht für 10+ Jahre. Wen man mag, den behält man im Auge, bis dieser seine schließt. Ein "wie, der ist tot?" mag als Beweis interpretiert werden, dass die Freundschaft sooo doll ja nicht gewesen sein kann…