Thema: Neues


  • Fantasy Filmest Nights 2025: Watchlist


    Okay, es war ein interessantes Festival, aber ein banales Programm, vergleichbar mit KEIN MUCKS! – das Drumherum begeistert, aber der Inhalt schwächelt.

    Zwei "sichere Banken" bei den Regisseuren haben massiv enttäuscht, die koreanischen Beiträge brachten nicht das gewünschte Spektakel, es gab keinen Blockbuster zu sehen – und nicht mal Stephen King kann man mehr trauen.

    Am Ende kann ich Leuten, die im weitesten Sinne meine Einstellung zu Festivals und dem Genre teilen, eigentlich nur die hier ans Herz legen:

    ORANG IKAN

    CLOWN IN A CORNFIELD

    REDUX REDUX

    LOCKED

    Wenn man großzügig ist und Sitzfleisch hat, ist auch eine Karte für

    THE RULE OF JENNY PEN

    kein rausgeschmissenes Geld…

  • Airfryer: Die magische Schublade der 1000 Möglichkeiten


    Toaster, Wasserkocher, KitchenAid, Pasta-Maschine, Kaffee-Vollautomat, Milchschäumer – wir brauchten kein weiteres Gerät in der Küche neben Herd, Backofen, Dampfgarer, zwei Kühlschränken, Spülmaschine.

    Ich hegte zudem eine gewisse Skepsis gegenüber Airfryern, da ich immer davon ausgegangen war, dass man die große Menge Fett der Friteuse gegen eine kleine Menge Fett und damit den großen Knuspergenuss gegen den kleinen Knuspergenuss tauscht. Es war nie mein Thema, ich habe mich nie eingelesen.

    Der deutsche Begriff "Heissluftfritteuse" klingt nicht gerade appetitanregend.

    Es trug sich allerdings zu, dass die LvA von ihrem Verlag gehalten wurde, sich mal journalistisch mit dem Thema auseinander zu setzen – und ich stolperte über dieses Video, das die Technik und den Einsatz des Airfryers perfekt erklärt:

    Wir fassen zusammen: Eine Kombi von Umluft-Backofen und Grill auf begrenztem Raum, deren Schublade sich bequem in die Spülmaschine stellen lässt…

  • Berlin Batman: Banausen!


    Ich hatte schon mal drüber geschrieben, aber es ist ein "pet peeve" von mir, deutsche Kultur in den Medien anderer Länder falsch dargestellt zu sehen. Man möge im entsprechenden Artikel zur Vorbereitung nochmal nachlesen.

    Das ist natürlich ein wechselseitiges Problem: Die Amerikaner empfinden die Darstellung des Indianerlebens in WINNETOU ebenso wenig als authentisch wie die Briten unsere Edgar Wallace-Filme. Ich bin ziemlich sicher, dass die Marsianer von diesem Film auch nicht begeistert waren:

    Das Problem wird häufig verstärkt, wenn die Produkte primär für den heimischen Markt gedacht sind und die Darstellung der "fremden" Kultur nur als Rahmen, als Kolorit, als Atmosphäre dienen soll…

  • Wirre Gedanken eines alternden Kinosesselfurzers


    Nächste Woche geht es wieder zu den Fantasy Filmfest Nights nach Berlin. Ich bin seit 35 Jahren ohne Unterbrechung dabei. Ein Veteran? Ein Senior? Ein Fossil?

    Tatsächlich kommt es immer häufiger vor, dass ich mich wie ein wütender alter Mann fühle, wenn ich Texte der nachfolgenden Generation lese oder ihren Gesprächen lausche. Ich finde das oft so unreflektiert, so kontextfrei, so besoffen wie ungebildet.

    Teilweise verteidige ich das als Ergebnis der sich ändernden Verhältnisse: Wir sind in den 70ern und 80er Jahren mit erheblich weniger Quellen, aber erheblich mehr Bandbreite aufgewachsen…

  • Richmond upon Thames: outside London, inside Life


    Vor ein paar Wochen haben wir uns mal wieder eine Reise nach London gegönnt, die fast noch an beruflichen und medizinischen Hindernissen gescheitert wäre. Aber wir haben das durchgezogen. Der Grund wie so oft: wir hatten Karten.

    Nachdem wir sie seit Jahren auf YT verfolgen und sie uns über Cameo sogar ein persönliches Video aufgenommen hat, wollten wir Nina Conti endlich live sehen:

    Und weil das Richmond Theater ein sehr schnell wechselndes Programm hat, buchten wir noch zwei gute Plätze für Nathaniel Parker, den Hauptdarsteller der INSPECTOR LYNLEY MYSTERIES:

    Die Tatsache, dass wir für beide Abende Karten im Richmond Theater hatten, legte nahe, dass wir auch in Richmond wohnen würden…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Vollgas zum letzten Platz (3)


    Dafür, dass der Film bei seiner einzigen TV-Ausstrahlung in HEISSE ÖFEN IN AFRIKA umbenannt wurde, hat es verdammt lang gedauert, bis die Beteiligten endlich mal in Afrika ankommen. Ich vermute, dass man 1989 den Originaltitel nicht mehr verwenden wollte, weil Gottschalk da bereits offizielle McDonalds-Werbefigur war.

    Laut der Wikipedia (die sich auf die Produktionsfirma beruft), wurde BIG MÄC in Garmisch-Partenkirchen, Istanbul, Kairo, Nairobi und Mombasa gedreht. Augenscheinlich sind damit die Teile gemeint, in denen der Cast tatsächlich präsent ist. So vermute ich, dass Gottschalk bei dieser Begegnung der BMW mit den Beduinen einen Off-Tag hatte:

    Angesichts der Sphinx unterstelle ich sogar, dass es sich nicht notwendigerweise um eine für den Film gedrehte Szene handeln muss:

    Es wird hier übrigens zum gefühlt zwanzigsten Mal der Song "Big Mäc" gespielt, der schwer nach dem Soundtrack von FEUER UND EIS von Bogner klingt und dem Vernehmen nach von der Hauptdarstellerin selbst gesungen wurde:

    Die Fassung im Film bemüht allerdings sehr offensichtlich eine stimmlich etwas ausdrucksstärkere Studiosängerin:

    Ich wollte es mir eigentlich verkneifen, aber what the heck – viele jüngere Leser dürften sich kaum noch an FEUER UND EIS erinnern…