Thema: Neues

  • Watching (5): The Night Manager


    Es ist bekannt, dass ich britischen Serien erheblich mehr zugeneigt bin als amerikanischen. Ich mag die Ernsthaftigkeit, das Drama, den Verzicht auf die ewigen Superlative. Wenn man sich vorstellt, was für ein schnarchiges, farbloses "Vergnügen" die Serien von der Insel bis in die 90er waren, wird die radikale Wende deutlich, die britische Sender und Produzenten geschafft haben, gerade im Bereich Krimi: "Luther", "Happy Valley", "Broadchurch", "Thorne", "Fortitude", "Sherlock", Singlehanded", "Ripper Street", "Good cop", etc. pp.

    Ich mag auch die Tatsache, dass die Briten immer noch gerne das Miniserien-Format bedienen und Handlungsbögen oft nach sechs Folgen abschließen…

  • Watching (4): Man in a Suitcase


    Ex-CIA-Agent McGill zieht – nur mit einem Koffer – durch die Welt und wird in bizarre Aufträge gezogen. In der Pilotfolge wird er entführt und für seine Beteiligung an einem Umsturz in Afrika physisch und psychisch gefoltert. Doch die Schuldfrage ist nicht einfach zu beantworten und McGill nicht leicht zu knacken.

    Eine recht kurzlebige Serie der späten 60er, die zu gleichen Teilen „The Prisoner“, „The Avengers“ und „Der Mackintosh-Mann“ channelt, die Paranoia ihrer Zeit, den Einbruch des Psychedelischen in die verschachtelte Welt der Geheimdienste. Intelligent und sehr präzise geschrieben, leidet „Man in a suitcase“ weniger am sehr artifiziellen Look (typisch für britische Serien dieser Zeit) als an ihrem stoischen, etwas faden Hauptdarsteller, dessen amerikanische Macho-Attitüde wenig Charme versprüht…

  • Sprung in der Schüssel: Mein All-Tag


    Vorbemerkung: Einen ähnlichen, deutlich reduzierteren Artikel habe ich vor vier Jahren bereits über das Sender-Angebot auf Ibiza geschrieben.

    Zweierlei Informationen habt ihr schon: Wir haben jetzt Satelliten-TV und das Ehepaar Wortvogel ist nicht so für den Schienenverkehr des Formatfernsehens zu haben. Was wir gucken, kommt von Scheibe oder aus dem Mediatheken, wird gestreamt oder heruntergeladen. Wir wissen weder, welche Reality-TV-Shows aktuell auf Vox laufen noch was der momentane Werbe-Claim von Burgerking ist. Dokus, britische Serien, ein paar Klassiker – wir sind wählerisch.

    Eigentlich bräuchten wir den Rummel aus dem Receiver also nicht…

  • Technische Updates im Hause Wortvogel


    Ich komme dieser Tage sicher noch dazu, ein paar neue Beiträge zu schreiben, für heute müsst ihr euch allerdings mit einem Einblick in meinen Hardware-Park begnügen.

    Ich bin kein "early adopter", besuche nicht die CeBit auf der Suche nach den neusten Gadgets. Ich halte mich an das Prinzip "if it ain’t broke, don’t fix it" und neue Anschaffungen müssen klare Vorteile mit sich bringen, mein Leben schneller, besser oder komfortabler machen. Ich bin aufgeschlossen, aber nicht technophil. Dieser Tage sah ich mich allerdings gezwungen, meinen Hightech-Horizont etwas zu erweitern und zwangsweise dazu zu lernen…

  • Technisches Update


    Dem einen oder anderen Leser mag es aufgefallen sein – die Smileys in den Kommentaren wurden nicht mehr richtig angezeigt. Mein IT-Knecht hat sich mal dran gegeben und netterweise die Smileys nicht nur wieder aktiv geschaltet, sondern auch dem Blog angepasst. Ihr habt also folgende Möglichkeiten, euch jenseits der Schriftsprache auszudrücken:

    Ich selber benutze (selten bis) nie Smileys, aber wem’s gefällt…

  • Watching (3): Slasher, Moving Wallpaper


    Slasher Die junge Sarah kehrt in das Haus ihrer Eltern zurück, die kurz vor ihrer Geburt von einem maskierten Killer massakriert wurden. Die Nachbarn sehen die Heimkehr des „Henker-Opfers“ skeptisch und in der Tat kommt es zu einer Reihe neuer blutiger Todesfälle. Sarah beschließt, sich Hilfe beim ersten „Henker“ zu suchen, der seit damals im Hochsicherheitsgefängnis sitzt.

    Der Slasher gehörte nie zu den intelligentesten oder einfallsreichsten Subgenres des Horrorfilms. Als amerikanisierte und simplifizierte Dumpf-Version des deutschen Nachkriegskrimis und der italienischen Gialli wurde ihm jeder Novitätenwert in wenigen Jahren ausgetrieben, seither wird der Slasher immer wieder kopiert, neu erfunden, parodiert und zu Tode analysiert…

  • Der Verlust der Unschuld


    Ich schaue gerne alte Sendungen, habe einen ausgeprägten Nostalgie-Drang, schwelge in Erinnerungen nicht nur an mein eigenes Leben, sondern auch an die Welt der 70er und 80er allgemein. YouTube und diverse Spartenkanäle im Fernsehen erlauben heutzutage bequeme Zeitreisen vom Sessel aus und verdeutlichen die Unterschiede nicht nur der Ereignisse, sondern auch der Art, Ereignisse zu erzählen. Fernsehen hat mehr als nur die Zahl der verfügbaren Programme verändert.

    So ist es z.B. hochgradig faszinierend, die erste und die letzte Folge der großartigen Krimiserie „Schwarz Rot Gold“ anzuschauen, in der Uwe Friedrichsen den Zollfahnder Zaluskowski spielt…