Thema: Film, TV & Presse


  • Maya-Kalender, Sternentore, 2012:BILD spielt mal wieder Weltuntergang


    Ahhh, Prophezeiungen, Hokuspokus, Esoterik – so langsam kommt die 2012-Hysterie in Fahrt, und BILD-Autor Attila Albert ist ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht, abstruse Theorien zu verbreiten. Erinnerungen an die Y2K-Panik werden wach.

    Ob es am Tag vor Heiligabend angebracht ist, von einem bevorstehenden möglichen Weltuntergang zu schwafeln, sei mal dahingestellt. Ist das nicht die Zeit im Jahr, in der BILD sonst lieber frohe Botschaften und Bibeln unter die Leute bringt? Zumal wir bei der Wirtschaftskrise ruhig etwas Aufmunterung brauchen könnten.

    Schwamm drüber…

  • Neues aus dem ALDI-Verlag


    BILD "erklärt" ja in letzter Zeit sehr gerne – Hockenheim, die Uniform von Prince Charles, linke Chaoten, und die Reden von Barack Obama.

    Aber wer erklärt eigentlich BILD die Welt? Ich meine nicht mal die ganz großen Sachen – aber zum Beispiel den Unterschied zwischen "Discounter" und "Buchverlag"?

    Weil: Heute hat die BILD groß aufgemacht, dass man mit dem Schnäppchenplaner 2009/2010 "Aldidente & Co." prima Geld sparen kann.

    Das Buch ist von Hagen Rudolph, und erscheint im Eichborn Verlag. BILD sollte das wissen – es steht schließlich auch so im Shopping-Link gleich unter der Cover-Abbildung…

  • Die vergessenen Kritiken: Mutant Chronicles und 100 Feet


    Mutant Chronicles (2008) Regie: Simon Hunter. Darsteller: Thomas Jane, Ron Perlman, Devon Aoki, Sean Pertwee, Benno Fürmann, John Malkovich.

    Es spricht nicht gerade für den Film, dass ich völlig verschnarcht habe, ihn zu besprechen. Dabei hatte ich die Screener-DVD schon vor Monaten bekommen, und nach erster Recherche gehofft, zumindest in Deutschland einer der ersten Reviewer zu sein. Schwamm drüber.

    Story : Im Jahr 2707 haben politische Systeme ausgedient, vier Konzerne beherrschen die Welt (angelehnt an Amerika, Russland, Deutschland, und Japan). Diese führen in einer Mischung aus dem Brettspiel "Risiko" und "1984" permanent Krieg um Ressourcen und Territorien…

  • You’ll never work in this town again: Filme, die Karrieren killten (3)


    Es ist mal wieder zu weit – ich präsentiere sieben Filme, die dazu führten, dass ihre Regisseure hernach am Studiotor nicht mehr durchgelassen wurden. Es sind nicht notwendigerweise die teuersten Flops aller Zeiten (und manche kann man streng genommen nicht einmal Flops nennen, siehe "Space Jam"), aber in die Filmgeschichte sind sie trotzdem als Rohrkrepierer eingegangen. Teil 1 und Teil 2 könnt ihr bei Bedarf noch nachlesen.

    Howard the Duck (1986)
    Man muss sich der Erkenntnis irgendwann stellen: George Lucas ist ein mäßig begabter Techno-Geek, dem es gelungen ist, aus einer einzigen Idee eine Milliardenkarriere zu wringen (Chris Carter, J…

  • Die neue ARD-Soap "Made in Germany": Subtiler Druck von ganz oben?


    Drüben bei DWDL gibt es ein vergleichsweise lesenswertes Interview mit dem Programmdirektor der ARD, Volker Herres. Besonders neugierig war ich auf den Teil, in dem Herres über "Made in Germany" spricht, die neue Soap für den tödlichen 18.50 Uhr-Sendeplatz. Im Vorfeld hatte man ja von Problemen mit der Qualität der Drehbücher, und einer damit verbundenen Verschiebung gehört. Herres lässt sich zu folgender, womöglich unvorsichtig konkreter Aussage hinreißen:

    Zuerst war ich instinktiv geneigt, zu widersprechen – wenn das deutsche Fernsehen in den letzten Jahren etwas bewiesen hat, dann doch wohl, dass die Gleichung "Qualität = Quote" in der Regel nicht aufgeht…

  • You’ll never work in this town again: Filme, die Karrieren killten (2)


    Zuerst bitte den ersten Teil lesen!

    Kommen wir nun zu ein paar aktuelleren Blockbuster-Implosionen, die ihre Regisseure gefressen haben. Ich möchte noch einmal betonen, dass ich dabei nicht urteile, ob die Verbannung von den Studio-Fleischtöpfen gerechtfertigt ist. Fairerweise muss man anerkennen, dass einige von den Verantwortlichen bei den Studios und Produktionsfirmen diese Rohrkrepierer hätten stoppen können – und Mitschuld tragen, weil sie es nicht getan haben.

    Volcano (1997) : Mick Jackson war ein britischer TV-Veteran, bevor er in den USA mit der sympathischen Komödie „LA Story“ seinen Durchbruch hatte, und dann mit „Bodyguard“ einen der Film-Klassiker der 90er schuf…