Thema: Film, TV & Presse


  • Anonymisierung in der SZ – *fail*


    Soll keiner sagen, nur die BILD wäre in der Lage, die konsequente Unkenntlichmachung eines Namens zu vergeigen – gerade im Münchner Lokalteil des Online-Angebots der SZ gefunden:

    (Unkenntlichmachung von mir, bewußt nicht verlinkt)

  • "Sachlich, verhalten und hysteriefrei": Laut BILD sind wir alle ge(con)fickt


    Ich musste schon lachen, als ich las, dass zwei BILD-Autoren (darunter Weichspüler Oliver Santen) den (begehrten ?) Medienpreis Prometheus bekommen haben. Die freuen sich was:

    Man kann das, was u.a. BILDblog täglich aufarbeitet, "angebliche Fehler" nennen. Angeblich ist das aber falsch.

    Ausgezeichnet und auszeichnungswürdig fand die Jury, dass die beiden Schreiber "sachlich, verhalten und hysteriefrei" über die Bankenkrise berichtet haben – was nochmal bestätigt werden muss, damit niemand denkt, es sei der BILD aus Versehen so durchgerutscht:

    Lobenswert. Clarissa hat das Thema im BILDblog erwartungsgemäß hübsch und ausgiebig aufgearbeitet…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (12)Heute: Thirst


    Australien 1979

    Regie: Rod Hardy

    Mit Chantal Contouri, David Hemmings, Henry Silva u.a.

    Wieder so ein Heuler, von dem ich in den 80ern begeistert im Lexikon des Horror-Films von Bastei gelesen habe. Moderne Vampire mit Blutfarmen – das erschien mir cool. Nicht so cool wie die Laserschwerter in "Star Wars", oder die Brüste von Bobbie Bresee in "Mausoleum", aber sehen wollte ich den schon. Ging damals nicht.

    Schnellvorlauf 20 Jahre, und mir fällt bei Doc Acula im Regal die DVD von "Thirst" auf. Den habe ich aber sowas von fix eingetütet, da wurde selbst die Badmovie-Katze Pucki blass…

  • From the director of "Die Hard 2" – Wrestler-Action, 80’s style!


    Bisher waren die Filme der Wrestling-Firma WWE eher unterwältigend – "The Marine", "The Condemned", und "See no evil" konnten mich nicht überzeugen, dass aus dem Stall der Glamour-Catcher der nächste Stallone (oder wenigstens der nächste Seagal) kommen würde.

    Aber das hier? Da schaut doch gar nicht schlecht aus:

    http://de.youtube.com/watch?v=Cev6xGJZKRs

    John Cena, Charisma-Vakuum aus "The Marine" und Steroid-Variante von Mark Wahlberg, wirkt hier deutlich entspannter. Die Story kommt geradewegs aus den 80ern, und wenn man dem Trailer glauben schenken darf, ist das auch alles erfrischend handgemacht inszeniert…

  • Ich hasse "Smallville"


    Eigentlich klingt es albern: Ich hasse “Smallville”. Keine Serie sollte solche Gefühle provozieren können, zumal jeder Zuschauer die Möglichkeit hat, bei einer Aversion einfach das Programm zu wechseln. Ich sollte “Smallville” schlicht nicht mögen, und es dementsprechend auch nicht gucken.

    Aber ich hasse “Smallville”.

    Heute ist ein guter Tag, um euch zu erklären, warum.

    Ich bin ein Superhelden-Fanatiker. Ich habe als Kind schon die Comic-Hefte verschlungen. Marvel oder DC? I’m a DC kid all the way, man. An coole Verfilmungen und TV-Serien war damals gar nicht zu denken, aufwändige Spezialeffekte gab es für so etwas nicht…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (11)Heute: Two Lane Blacktop


    USA 1971

    Regie: Monte Hellman

    Darsteller: James Taylor, Warren Oates, Laurie Bird, Dennis Wilson, Harry Dean Stanton

    Ich beginne, meinen Review-Marathon zu genießen. Die meisten Klassiker, die ich nun nachhole, sind tatsächlich ziemlich cool. Man lernt nie aus, und ich muss mich in Zukunft auch nicht mehr schämen, wenn in der Kneipe das Gespräch auf einen dieser Filme kommt.

    Es gibt aber auch Fälle, da kratze ich mich am Kopf, hebe die rechte Augenbraue, und mache mit den Lippen ein leises Furzgeräusch. Das ist nämlich meine mimische Umsetzung des ungleich knapperen “What the fuck?!”…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (10)Heute: Religulous


    USA 2008

    Regie: Larry Charles

    Das ist nun wirklich mit Kanonen auf Spatzen schießen – US-Talkmaster / Comedian Bill Maher (liberal, Vegetarier, Junggeselle) reist durch die Welt, um die Anhänger und Vertreter diverser Religionen vorzuführen. 100 Minuten lang.

    Natürlich ist das Ergebnis extrem vorhersehbar (und komisch). Selbstverständlich ist diese "Dokumentation" genauso manipulativ und auf Effekt geschnitten wie die Werke von Michael Moore. Wer Maher das vorwirft, hat ihn nicht verstanden – "Religulous" ist nicht der Versuch, das Thema Religion fair und ausgeglichen darzustellen. Es geht nur darum, die Absurdität der verschiedenen Glaubensrichtungen zu entlarven – in their own words…