Thema: Film, TV & Presse

  • Kino-Kritik: "John Carpenter’s The Ward"


    USA 2010. Regie: John Carpenter. Darsteller: Amber Heard, Danielle Panabaker, Jared Harris, Mika Boorem, Lyndsy Fonseca

    Story : 1966. Die erschöpfte und verdreckte Kristen wird verhaftet, als sie ein einsam gelegenes Haus abfackelt. Man bringt sie in ein Irrenhaus, dessen geschlossene Abteilung einige Leidensgenossinnen bereit hält, die ein großes Geheimnis eint. Nach und nach verschwinden die jungen Frauen und Kristen bekommt auch von der Klinikleitung keine klaren Antworten, was wirklich vor sich geht – oder was mit Alice geschah…

    Kritik : Erst neulich sprach ich mit irgendwem (vielleicht auch nur mit mir selbst) darüber, wie viele der Regie-Heroen meiner Jugend mittlerweile kaum noch Projekte gestemmt kriegen: John Landis, Joe Dante, George Romero, Lewis Teague, Tony Randel…

  • "plus": Fragwürdige Nachhilfe für Silver Surfer


    Keine Ahnung, ob ich das Heft mal im Flieger gelesen oder in einem Hotel vorgefunden habe. "plus" ist eine jene Zeitschriften, die den wachsenden Markt an "reifen" Konsumenten ansprechen will – einfach ausgedrückt: Leute mit Geld, aber jenseits der von der Werbewirtschaft immer umgarnten Jugend.

    Mir stößt wieder auf, dass Magazine für eine ältere Zielgruppe verzweifelt versuchen, jede Assoziation mit fortgeschrittener Lebenszeit unbedingt zu vermeiden. Wörter wie alt, Senioren, Opa oder Beerdigung kommen darin praktisch nicht vor. Es ist die Zielgruppe "that dare not speak its name"…

  • Whoa – "Dallas"-Flashback 1979!


    What it was:
    What it is:
    Mehr Infos hier.

    Ich persönlich hätte ja lieber das Kino-Remake mit John Travolta als J.R. und Owen Wilson als Bobby gesehen – aus dem man dann prima ein TV-Spinoff hätte machen können, in dem Billy Zane die Rolle von Travolta und Kyle Chandler die von Wilson übernimmt.

    Andererseits: Ich war ja sowieso immer mehr der "Falcon Crest"-Fan…

  • Weltpolitik für Dummies – als Trickfilme


    Es macht mich schon ein wenig fassungslos, dass im asiatischen Raum immer mehr internationale Ereignisse (von Charlie Sheens Ausrastern bis zu Naturkatastrophen) in kruder Shooter-Optik per CGI animert werden. Vielleicht ist das der Vorbote einer analphabetischen Gesellschaft, die sich nur noch über Symbole, Farben und Animationen verständigt. Sprache wird langweilig, unspannend und altmodisch, Nachrichten werden rein szenisch codiert. Statt "Präsident Obama zeigte sich verärgert…" gibt es dann einen schwarzen Kopf zu sehen, der zu einer Cartoon-Fanfare explodiert.

    Dementsprechend sollte man denken, dass diese Animationen verständlich und konsumfreundlich gestaltet werden…

  • "Phantastische Zeiten" für den totalen Wortkrieg: A long time ago in a fandom far, far away…


    Es ist anzunehmen, dass der folgende Artikel für eine Zielgruppe jenseits nostalgischer SF-Nerds komplett uninteressant ist – dafür ist er aber lang und hat mich eine elende Menge Zeit gekostet.

    Warum ich mir die Mühe gemacht habe? Weil ich finde, dass die Geschichte erzählt gehört. Weil sie alles enthält, was die besten Beiträge des Wortvogels ausmacht: Leidenschaft, Ego, Arroganz, Otaku, Fachidiotentum bei gleichzeitiger kompletter Betriebsblindheit. Es ist eine wilde Geschichte sturer Köpfe – und die Geschichte eines Magazins, das schon gut war, besser hätte sein können, aber nie die Chance bekam…