Thema: Film, TV & Presse

  • Albert Pyun – unpleasantly in(s)ane


    Er ist anders als viele Trashfilm-Regisseure, die alles filmen, was sich irgendwie refinanzieren lässt. Albert Pyun ist "a man on a mission". Seine Filme sind fast immer im besten Fall kryptisch, im schlimmsten Fall verworren. Sie handeln gerne von Cyborgs und der Suche nach der eigenen Erlösung, als versuche Pyun seit 30 Jahren, der dramaturgischen Struktur von "Blade Runner" auf die Spur zu kommen. Hat er mal ordentlich Geld, bringt er B-Kracher wie "Talon – Im Kampf gegen das Imperium" oder "Nemesis" zustande. Hat er keins, bescheißt er die Regierung von Guam oder foltert den Zuschauer mit Non-Narrativen wie "Infection"…

  • "Check it out – fart shoes!"


    Ich halte die "Muppet Show" für eine der fünf genialsten TV-Sendungen aller Zeiten. Von den Filmen habe ich keinen einzigen gesehen. Das ist wie mit Heinz Erhardt – manche Sachen funktionieren nur häppchenweise.

    Diesem Trailer zuliebe mache ich diesmal eine Ausnahme:

    Großes Kino.

  • Lost & found: The Band-its in the house say YOO-HOO!


    Im Urlaub habe ich mir die Zeit genommen, noch mal das Manuskript zu dem von mir initiierten Charles Band-Buch durchzulesen. Ich bin von der Arbeit, die (größtenteils) mein Kumpel Dave geleistet hat, restlos begeistert. Besonders bei den Interviews gibt es echte Sahnestücke.

    Band war der "König der Ankündigungen". Auf Filmmessen in den 80ern und 90ern präsentierte er Dutzende von Artworks und Titeln, die bei mangelndem Interesse der Einkäufer in der Schublade verschwanden. Ich muss es wissen, denn diverse dieser Artworks gehören nun mir.

    Wir widmen im Buch darüber hinaus ein eigenes Kapitel den "verschollenen" Produktionen, die es zwar bis zu den Dreharbeiten schafften, aber irgendwie doch nie in den Regalen der Videotheken landeten…

  • Kino Kritik: Real Steel


    USA 2011 . Regie: Shawn Levy. Darsteller: Hugh Jackman, Evangeline Lilly, Dakota Goyo, Kevin Durand, Olga Fonda.

    Story : Charlie Kenton could’ve been a contender – aber er hat es als Boxer nie bis ganz an die Spitze geschafft. Dann hat sich das Business verändert, der Mensch wurde durch tatsächliche Kampfmaschinen ersetzt: Roboter dreschen sich jetzt in spektakulären Fights die Servos aus dem Leib. Charlie steht ganz unten in der Hackordnung, lässt seine ausgemusterten Schrottbots bei Kirmesabenden antreten. Eher aus finanzieller Not denn aus Vaterliebe übernimmt er für zwei Monate die Aufsicht über seinen Sohn, zu dem er nie ein nennenswertes Verhältnis hatte…

  • Die Musik ist gut – also haltet die Klappe!


    Gewöhnlich lauern Desaster, wenn man versucht, einem Instrumental nachträglich einen Text aufzupropfen – Bill Murrays Version von "Star Wars" ist da gar nicht mal so weit her geholt:

    Unvergessen – die deutsche Schlager-Version von "Bonanza":

    Nicht unerwähnt bleiben darf der Text zum "Closing Theme" von "Raumschiff Enterprise" – geschrieben (aber nie verwendet) von Gene Roddenberry, um auch bei den Musikrechten mitzuverdienen:

    Beyond
    The rim of the star-light
    My love
    Is wand’ring in star-flight
    I know
    He’ll find in star-clustered reaches
    Love,
    Strange love a star woman teaches…