Thema: Film, TV & Presse


  • Berlin Batman: Banausen!


    Ich hatte schon mal drüber geschrieben, aber es ist ein "pet peeve" von mir, deutsche Kultur in den Medien anderer Länder falsch dargestellt zu sehen. Man möge im entsprechenden Artikel zur Vorbereitung nochmal nachlesen.

    Das ist natürlich ein wechselseitiges Problem: Die Amerikaner empfinden die Darstellung des Indianerlebens in WINNETOU ebenso wenig als authentisch wie die Briten unsere Edgar Wallace-Filme. Ich bin ziemlich sicher, dass die Marsianer von diesem Film auch nicht begeistert waren:

    Das Problem wird häufig verstärkt, wenn die Produkte primär für den heimischen Markt gedacht sind und die Darstellung der "fremden" Kultur nur als Rahmen, als Kolorit, als Atmosphäre dienen soll…

  • Wirre Gedanken eines alternden Kinosesselfurzers


    Nächste Woche geht es wieder zu den Fantasy Filmfest Nights nach Berlin. Ich bin seit 35 Jahren ohne Unterbrechung dabei. Ein Veteran? Ein Senior? Ein Fossil?

    Tatsächlich kommt es immer häufiger vor, dass ich mich wie ein wütender alter Mann fühle, wenn ich Texte der nachfolgenden Generation lese oder ihren Gesprächen lausche. Ich finde das oft so unreflektiert, so kontextfrei, so besoffen wie ungebildet.

    Teilweise verteidige ich das als Ergebnis der sich ändernden Verhältnisse: Wir sind in den 70ern und 80er Jahren mit erheblich weniger Quellen, aber erheblich mehr Bandbreite aufgewachsen…

  • Kino Kritik: *THE NEW AVENGERS


    USA 2025 . Regie: Jake Schreier. Darsteller: Florence Pugh, Sebastian Stan, David Harbour, Wyatt Russell, Olga Kurylenko, Hannah John-Kamen, Lewis Pullman, Julia Louis-Dreyfus u.a.

    Offizielle Synopsis: Yelena Belova, Bucky Barnes, Red Guardian, Ghost, Taskmaster und John Walker sind eine schräge Truppe von Antihelden. Nachdem sie in eine von Valentina Allegra de Fontaine gestellte Todesfalle geraten sind, müssen sich die hoffnungslosen Außenseiter auf eine gefährliche Mission begeben, die sie zwingt, sich den dunkelsten Ecken ihrer Vergangenheit zu stellen. Wird diese dysfunktionale Gruppe sich gegenseitig zerfleischen oder Erlösung finden und sich zu etwas viel Größerem zusammenschließen, bevor es zu spät ist…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Vollgas zum letzten Platz (3)


    Dafür, dass der Film bei seiner einzigen TV-Ausstrahlung in HEISSE ÖFEN IN AFRIKA umbenannt wurde, hat es verdammt lang gedauert, bis die Beteiligten endlich mal in Afrika ankommen. Ich vermute, dass man 1989 den Originaltitel nicht mehr verwenden wollte, weil Gottschalk da bereits offizielle McDonalds-Werbefigur war.

    Laut der Wikipedia (die sich auf die Produktionsfirma beruft), wurde BIG MÄC in Garmisch-Partenkirchen, Istanbul, Kairo, Nairobi und Mombasa gedreht. Augenscheinlich sind damit die Teile gemeint, in denen der Cast tatsächlich präsent ist. So vermute ich, dass Gottschalk bei dieser Begegnung der BMW mit den Beduinen einen Off-Tag hatte:

    Angesichts der Sphinx unterstelle ich sogar, dass es sich nicht notwendigerweise um eine für den Film gedrehte Szene handeln muss:

    Es wird hier übrigens zum gefühlt zwanzigsten Mal der Song "Big Mäc" gespielt, der schwer nach dem Soundtrack von FEUER UND EIS von Bogner klingt und dem Vernehmen nach von der Hauptdarstellerin selbst gesungen wurde:

    Die Fassung im Film bemüht allerdings sehr offensichtlich eine stimmlich etwas ausdrucksstärkere Studiosängerin:

    Ich wollte es mir eigentlich verkneifen, aber what the heck – viele jüngere Leser dürften sich kaum noch an FEUER UND EIS erinnern…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Sand im Getriebe (2)


    Okay, wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, Bernhard hat sich bereit erklärt, an einer Wettfahrt gegen ein japanisches Team teilzunehmen, die von der Zugspitze bis zum Kilimandscharo führt (und alle zeitgenössischen politischen Probleme des Nahen Ostens, Israels und Nordafrikas ignoriert).

    Weil wir im Gegensatz zu Thomas Gottschalk keine Tomaten auf den Augen haben, erkennen wir sofort, dass sein Schrauber "Max" natürlich kein Junge ist, sondern ein junges Mädchen, bzw. eine junge Frau:

    Abgesehen von Schlabberkleidung und kurzen Haaren gibt sich Beate Finckh auch wenig Mühe, ihr Geschlecht zu verheimlichen…

  • Filmverbrechen-Fotostory: BIG MÄC oder: Der große Blonde auf dem schwarzen Kontinent (1)


    Vorab: Ganz am Ende dieser Fotostory findet ihr noch zwei – wie ich finde – sehr interessante Nachträge zu vorherigen Filmverbrechen. Dranbleiben!

    Ihr habt am Osterwochenende von meinem letzten Screening-Drama ja gelesen. Nachdem der Fernseher endlich wieder online war (ein Satz, den vor 20 Jahren niemand verstanden hätte), kam die Frage auf, was wir uns ansehen wollen. Der Ordner namens "Trash" ist gut gefüllt, und eigentlich wollte ich endlich mal eine obskure Low Budget Thriller-Farce der späten 90er abfeiern, aber dafür waren der Frankster und ich einfach zu kaputt…

  • No soup for you: Fehlersuche in den digitalen Eingeweiden


    Ich verspreche zwei Dinge: Ich werde diesen Beitrag trotz des komplexen Themas so kurz wie möglich halten – und morgen oder übermorgen gibt es eine neue Filmverbrechen-Fotostory zur allgemeinen Erheiterung.

    Aber das muss jetzt raus. Wen meine alte Hardware nicht schert, der kann direkt bis zum großen "HIER!" nach unten scrollen.

    Ich habe die Ostertage genutzt, um meine alte Hardware zu sichten, zu ordnen, und upzudaten. Nach meinem eigenen Macbook Air von 2017 war das Ersatz-Macbook Air der LvA dran – von 2010! Das ließ sich nicht mehr mit Bordmitteln neu aufsetzen…