Thema: Film, TV & Presse


  • The Fear is female: Im Spiegel der deutschen Romanheft-Kultur


    Es mag einige Leser überraschen, aber ich bereite meine Artikel selten vor – von den Fotostorys mal abgesehen. Üblicherweise stoße ich auf ein Thema und sortiere im Kopf die Idee, die Argumentation, den Widerspruch, das Fazit. Dann setze ich mich ran und schreibe.

    Das führt natürlich dazu, dass ich mitunter wichtige Aspekte eines Themas vergesse, weil ich sie entweder vorher nicht bedacht oder im Flow des Schreibens dann schlicht vergessen habe. Selten ist das relevant genug, um einem Artikel noch mal eine Fußnote folgen zu lassen, aber heute mache ich eine Ausnahme…

  • The Fear is female – ein paar Gedanken zum Thema geschlechtsspezifischer Horrorfilm


    Wer was auf sich hält, tritt nach oben, nicht nach unten. Darum habe ich auch nicht vor, mich über dieses Video von Julia Baudisch zu echauffieren:

    Klar ist das extrem amateurig. Julia kann ihr gewähltes Thema nicht wirklich artikulieren, sie hat schlecht recherchiert, verstolpert sich dauernd, kann die Originaltitel nicht ordentlich aussprechen, und würde sich wohl generell mit einem sorgfältig vorbereiteten Manuskript leichter tun.

    Andererseits: Jeder darf seine Meinung sagen, man muss es sich ja nicht anschauen. Immerhin konsumiert Julia nicht nur, sondern sie produziert…

  • Wortvogel vs. Besseresser: <br>Torten futtern für den guten Zweck


    Es ist bekannt, dass ich mit dem deutschen Formatfernsehen auf breiter Front nicht mehr warm werde. Der Fokus auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern liegt immer weniger auf den Spielfilmen, Serien und Shows, mit denen ich aufgewachsen bin. Das ist okay, ich bin einfach nicht mehr die Zielgruppe, auch wenn ich stramm auf das tatsächliche Durchschnittsalter der ARD/ZDF-Zuschauer (ca. 60 Jahre) zumarschiere.

    Ich kann die ewig gleichen Quizze, Reality-Wettbewerbe, Clip-Sendungen, Soaps, mit ihrem immer gleichen Dutzend von Moderatoren und Kommentatoren, einfach nicht mehr ertragen. Muss ich ja auch nicht…

  • Hörspiel-Trash als Ohrenfolter: DÄMONENJÄGER EWALD HEINE


    Ihr mögt euch wundern, warum ich schon wieder beim Thema Hörspiel lande. Die Erklärung ist einfach: Bei meinen Reisen durch die digitale Welt auf der Suche nach Ohrenschmaus stolperte ich vor gut einer Woche über eine Produktion, die zu preisen mir nahe lag. Und dann machte ich den Fehler, sie zu hören.

    Aber der Reihe nach.

    Ich hatte euch vom grandiosen Krimi-Podcast KEIN MUCKS! erzählt und von seinem deutlich weniger gelungenen SF-Äquivalent DAS WAR MORGEN.

    Ich meine, dass es Bastian Pastewka selbst war, der ein paar Tage später auf die Reihe KNALLHART verwies, in deren Rahmen es eine Adaption von H.P…

  • Kino Kritik: WARFARE


    USA 2025 . Regie: Ray Mendoza, Alex Garland. Darsteller: D’Pharaoh Woon-A-Tai, Will Poulter, Cosmo Jarvis, Kit Connor, Finn Bennett, Taylor John Smith, Michael Gandolfini, Joseph Quinn, u.a.

    Offizielle Synopsis: Am 19. November 2006 im Irak. Zur Sicherung eines umkämpften Gebiets besetzt ein Platoon Navy Seals ein Wohnhaus. Zu den jungen Soldaten gehören Sam, Ray, Elliott, Kelly, Mikey und Lieutenant McDonald. Anfänglich sollen sie nur ein benachbartes Gebäude observieren, doch die Situation im von Al-Qaida dominierten Feindesland eskaliert schnell und heftig. Beim Beschuss des Gebäudes durch MGs und Granatwerfer gibt es unter den Männern einen Toten und mehrere Schwerverletzte, unter diesen Elliott, der Scharfschütze der Truppe, und Sam, der sein halbes Bein verloren hat…

  • Kino Kritik: EIN MINECRAFT FILM


    USA 2025 . Regie: Jared Hess. Darsteller: Jason Momoa, Jack Black, Emma Myers, Danielle Brooks, Jennifer Coolidge, Sebastian Eugene Hansen u.a.

    Offizielle Synopsis: Die vier Außenseiter Garrett „The Garbage Man“ Garrison, Henry, Natalie und Dawn schlagen sich mit ganz gewöhnlichen Problemen herum. Doch eines Tages werden sie durch ein geheimnisvolles Portal in die Oberwelt hineingesogen: ein bizarres, würfelförmiges Wunderland, das durch ihre Fantasie gedeiht. Um wieder zurück nach Hause zu gelangen, müssen sie diese Welt überwinden – und sich gegen bösartige Wesen wie Piglins und Zombies zur Wehr setzen…

  • Die Rache der Hollywood-Rentner


    Vor ca. 25 Jahren kam der kanadische Regisseur Timothy Bond nach München, um uns bei einer neuen Schnittfassung des Films HIGH EXPLOSIVE zu assistieren, der zwar vom Produzenten Harry Alan Towers in der vereinbarten Länge von 94 Minuten geliefert worden war, aber um der Spannung willen erst um 5 Minuten gestrafft und dann mit einem Nachspann zur Minen-Problematik im südlichen Afrika versehen werden sollte.

    Ein Satz über sechs Zeilen. Sage keiner, der Wortvogel fordere seine Leser nicht.

    Ich übernahm die Aufgabe, Bond in München zu betreuen, denn schließlich hatte ich den Film zusammen mit Harry Allan Towers entwickelt, war am Casting beteiligt gewesen, und den Drehbuchautor Peter Jobin hatte ich durch diverse Fassungen an die Hand genommen, damit am Ende ein für ProSieben taugliches Koproduktions-Projekt dabei herauskam…