Thema: Film, TV & Presse

  • "Louie": Die beste Serie, über die ich mit niemandem reden kann


    Ich gebe zu, dass ich mit den Jahren begonnen habe, immer weniger Serien zu schauen – das betrifft auch und besonders die Serien des "new golden age of television". Es mangelt an Zeit und ehrlich? Es ist auch nicht ganz so dolle, Serienfan in einer Zeit zu sein, da jeder Serienfan ist.

    Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich so gerne obskure Perlen suche, kleinere Projekte, Außenseiterproduktionen. Neulich habe ich mir alle sechs Folgen von "Spoils of Babylon" angesehen (immerhin mit Will Farrell, Val Kilmer, Toby Maguire, Kristen Wiig, Tim Robbins und Jessica Alba):

    Eine Parodie auf die Event-Miniserien der 70er…

  • Insider-Joke – direkt am Publikum vorbei


    Ich liebe "The Soup". Besser kann man sich Wirrniss und Wahnwitz des US-Fernsehen nicht aufarbeiten. Manchmal geht es aber mit den Autoren durch und sie bringen obskure Querverweise, die geschätzte 0,02 Promille des Publikums verstehen dürften. In der letzten Folge wurde ein – nennen wir es mal so – "Klassiker" von Charles Band beiläufig referenziert:

    Gemeint ist übrigens der hier:

  • B-Film Basterds 2014: Badass bad taste (3)


    Man gestehe mir zu, dass ich am Samstag Abend einfach zu fertig war, um die letzen beiden Filme des Tages nachzuschieben. Und da es am nächsten Morgen „schon“ um 11 Uhr weiter ging, nutze ich nun die Rückfahrt für die abschließenden Reviews.

    Vor“ Scarletto“ (aka „Bloody Pit of Horror“ aka „Crimson Executioner“) hatten die Filmgötter in Form von Doc Aula und Reini den Kurzfilm „Klopf nicht an die Tür des Teufels“ gesetzt, so eine Art Pseudo-Giallo-Bebilderung der Musik des Pseudo-Giallo-Projekts Sospetto. Nun sind ja schon Giallos oft nicht wirklich handlungsorientiert, aber hier konnten 23 Minuten sehr lang werden…

  • B-Film Basterds 2014: Badass bad taste (2)


    Eine Pause im Programm erlaubt mir, gleich den zweiten Schwung Reviews nachzuschieben. Auf geht’s, bevor die Pizza ins Hotel geliefert wird!
    Nach dem Brunch im O’Shea (bei dem lautstark Vor- und Nachteile obskurer Superheldenverfilmungen wie "Nick Fury" und "Generation X" diskutiert wurden und eine Rückkehr zur Eindeutschung von Comicbegriffen zu Debatte stand) ging es um 13.00 Uhr ins Kino: "Der Perser und die Schwedin". Das las so mancher gerne erwartungsfroh als "Der Perverser und sechs Schwedinnen". Angeblich die letzte existente Kopie eines obskuren Sittenstreifens der frühen 60er, mit dem sich ein iranischer Schauspieler ein Denkmal setzen wollte (er ist u.a…

  • B-Film Basterds 2014: Badass bad taste (1)


    Ahhh, endlich mal wieder schlechte Filme aus, in und für Nürnberg. Obwohl erst ein paar Jahre alt, ist das B-Film Basterds Festival für mich ein Pflichttermin, weil da wirklich die komplette Nerdliga zusammen kommt. Immer die gleichen teigigen, schlecht rasierten Gesichter in den mangelhaft passenden T-Shirts vom Vorjahr, immer die gleichen pubertären "ausziehen, ausziehen!"-Rufe, sobald eine knackige junge Aktrice ins Licht des Projektors geschoben wird. Fürwahr, das gute Leben, so sieht’s aus. Rücksturz in die Pubertät, ein paar Stunden wieder in den 80ern, alles kann, nichts muss…

  • Der neue SPIEGEL mit einem alten Ärgernis


    Obwohl ich den gedruckten SPIEGEL vor mehr als einem Jahr abbestellt habe, musste ich mir die "Überarbeitung" des Layouts mal anschauen.

    Gefällt mir. Vor allem, weil sie so dezent ist. Es wird nur angepasst, was angepasst werden muss – wie schon vor 17 Jahren, als man sich hörbar seufzend dem Vorbild des "Focus" anschloss und Farbfotos zur Regel machte. Der SPIEGEL ist knorrige Kontinuität in dem Wissen, dass die Auflage dadurch auch nicht mehr zu retten sein wird. Letztlich macht sich das Flaggschiff des deutschen Nachrichtenjournalismus damit nur fit für die Zielgerade der Printbranche…

  • Only the biggest thing that ever happened – like, EVER!


    Seth Meyers in seiner Late Night Show gestern Abend:

    Jep – mein Name bei NBC auf dem Bildschirm, gut leserlich, mit kostenloser und unbezahlbarer Werbung für mein Buch. Das Universum meint es heute gut mit mir.

    Und Seth? Yeah, you kinda look like David Gale. Get over it.

    Markus Haage vom "Zombie" hat es in einen schönen Bildstreifen verwandelt: