Thema: Film, TV & Presse

  • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Etikettenschwindel beim Thema Lebensmittel


    Ich lese die FAS gerne, aber zu selten. Immer wieder nehme ich mir vor, das launige Sonntagsblatt mit der bunten Themenmischung (so eine Art BAMS, für die man sich am Kiosk nicht schämen muss) zu abonnieren. Vielleicht auch deswegen, weil sie mich nostalgisch an "Die Woche" erinnert, die ich in den 90ern so begeistert verschlungen habe.

    Diese Woche habe ich mich aber geärgert. Und zwar sehr. Weil es mit Zeitungen ist wie mit Joghurts – es sollte auch drin sein, was drauf steht.

    Das hier ist die Titelseite vom letzten Sonntag:

    Ein veganer Truthahn…

  • Harte Männer in harten Zeiten: "A million ways to die in the West" & "Fire & Ice"


    A million ways to die in the West Seth MacFarlane scheidet die Geister – manche finden ihn unerträglich pubertär, langweilig, overhyped und seine Serien "Family Guy" und "American Dad" sind für sie nur müde Abklatsche der "Simpsons". Ich hingegen mag Seth. Der kann singen <a href=" Sinatra, ist ein <a href=" kann unglaubliche viele <a href=" und ob man seine Serien nun mag oder nicht, sie sind von relativ konstanter Qualität. MacFarlane wird nicht mit Koks auf der Toilette erwischt oder mit Lady Gaga im Fahrstuhl, der wirkt trotz seiner humorigen Ruppigkeit sympathisch und "down to earth&quot…

  • Unkenrufe aus der Wortvogel-Steinzeit


    Acht Jahre ist dieses Blog nun schon alt. In Menschenjahren entspricht das 105. Mindestens. Viel verändert hat sich nicht. Ich schreibe nicht mehr so viel über die BILD, Mini-News landen nun eher bei Facebook, aber die Themen und die Schreibe sind, was sie immer waren – Geschmackssache.

    Manche Aufreger, Dossiers und Kommentarschlachten sind so lange her, dass ich mich selber einlesen muss, wenn sie plötzlich wieder thematisiert werden. Dabei ist es nicht so, dass ich frühere Kontrahenten aus den Augen verliere. Es gehört zu meinen Gewohnheiten, durchschnittlich alle sechs Monate mal wieder zu googeln, was die von mir vorgeführten Schaumschläger so machen…

  • What I watch: Kino-Kurzkritiken


    Ich habe viel aufzuarbeiten. Leider nehmen auch die anderen Aspekte meines Lebens (Lover – Fighter – Catpoopshoveller) viel Raum ein, darum fasse ich mich zu den Bereichen Kino, TV und Dokumentation (hoffentlich) ungewohnt kurz.

    Astronaut – The last Push

    Eine Zwei-Mann-Mission zu den Jupiter-Monden geht schon kurz nach dem Start schief – und sogar der Abbruch wird Jahre dauern und von täglicher mühsamer Kabelpfriemelei geprägt sein. Was geschieht mit einem Mann, der allein in einer Konservendose hockt und monatelang seine recycelten Fäkalien essen muss?

    Ein spröder Streifen, der bewusst die Langeweile in der Kapsel in die Dramaturgie übernimmt und teilweise minutenlang nur sprachlosen Frust illustriert…

  • Eilig herunter gehackte Kurzkritiken zu "Edge of Tomorrow" und "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit"


    USA 2014. Regie: Doug Liman. Darsteller: Tom Cruise, Emily Blunt, Bill Paxton, Lara Pulver u.a.

    Story : Bill Cage, ein feiger Operettensoldat, wird unfreiwillig für die große Offensive gegen die Alienrasse der Mimics rekrutiert. Schon beim ersten Einsatz im sperrigen Exo-Suit muss er dran glauben – und wacht wieder im Armeelager auf, kurz VOR dem Einsatz. Das Spiel wiederholt sich: Cage stirbt, wacht auf, versucht eine andere Taktik, stirbt, wacht auf. Er tut sich mit der Kriegsheldin Rita zusammen, um in einem gigantischen "trial and error"-Experiment die Schwachstelle der Aliens zu identifizieren und sie zu besiegen…

  • Das George Lucas-Evangelium


    Ich schaue aktuell mit großer Begeisterung das hier:
    Klar ist das meiste bekannt, kaum ein SF-Nerd wird hier neue Erkenntnisse finden. Es ist eine Sammlung sattsam bekannter Clips aus sattsam bekannten Filmen, kommentiert von sattsam bekannten Personen – inklusive des umvermeidlichen John Landis.

    Aber "The Real History of Science Fiction" ist trotzdem liebevoll gemacht, sauber recherchiert und hat tatsächliche rote Fäden, wo frühere Dokumentationen nur eine Anekdote an die nächste reihten. Es werden Zusammenhänge hergestellt, die nicht überraschend, aber doch interessant sind.

    Einen dieser Zusammenhänge möchte ich hier gerne zur Diskussion stellen, weil ich nicht weiß, was ich von der unterliegenden These halten soll…

  • B-Film Basterds 2014: Badass bad taste (4)


    So, mit etwas Verspätung komme ich doch noch zur Würdigung des finalen Films und zum abschließenden Kommentar.

    Mit "Voyage of the Rock Aliens" hatte sich Doc Acula einen Abschlussfilm ausgesucht, zu dem man ihm vorwerfen kann, kein Risiko eingehen zu wollen – dieser Bastard der MTV-Ära ist ein garantierter Crowdpleaser, eine perverse Mischung aus "Grease" und "Class of Nuke 'Em High" minus Talent und Respekt vor dem Publikum. Ein eiskalt kalkuliertes Vanity-Projekt für eine mäßig begabte und mäßig aussehende Millionärsgattin, die eine Saison in den 80ern Star spielen durfte…