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  • „Writers get no pussy“ – und andere Dinge, die ich von Harry Towers gelernt habe (2)


    Wir bekamen also von Harry ein neues Drehbuch für "High Explosive". Leider war die zweite Version keinen Deut besser als die erste – Harry hatte zwar unsere Anmerkungen berücksichtigt, sich aber keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie diese in den Kontext der Story passen sollten. Für ihn war das Drehbuch kein Ausdruck des Wunsches, eine Geschichte zu erzählen, sondern nur ein notwendiges Übel im überaus komplexen Prozess des Filmemachens. Obwohl er seit 40 Jahren schrieb, und mindestens ebenso viele Skripts auch verfilmt hatte – Harry war kein Drehbuchautor…

  • „Writers get no pussy“ – und andere Dinge, die ich von Harry Towers gelernt habe (1)


    Auf die Frage, wie man Drehbuchautor wird, antworte ich für gewöhnlich: „Aus Notwehr“. Das ist in meinem speziellen Fall nicht einmal Koketterie. Es ist vielmehr die Geschichte von „Sumuru“, dem ersten Film, der im Vorspann meinen Namen trug. Und es ist die Geschichte meiner Bekanntschaft mit Harry Alan Towers.

    Angefangen hat alles (mal wieder, und wie so oft) bei ProSieben. Vier Jahre lang arbeitete ich in Unterföhring als Redakteur, zuerst in der Abteilung Serie, dann bei der neu geschaffenen „Internationalen Koproduktion“ unter Rola Zayed (später verheiratete Bauer)…

  • Twin Peaks? Barbaras Schöneberge?


    Gerade wenn man denkt, deutsche Airlines seien nicht zur Ironie fähig, bekommt man im LTU-Flieger von Kapstadt nach München als Lektüre den Playboy angeboten – mit einem extra jugendfreien Cover für sensible Seelen. Selbiges ist aber in seiner Symbolik wieder so schön eindeutig, dass man gerne zugreift und in zehn Jahren auf solide Wertsteigerung bei Ebay hoffen darf.

    Darauf zu masturbieren? Eine Herausforderung.

  • Gut Ding will (Kurz)Weile haben…


    Manchmal liest man in Pressemeldungen Sachen, die mag man nicht glauben. Sachen, die genau so formuliert wären, wenn "Titanic" sie als Satire brächte.

    Die ARD produziert eine 60teilige Reihe von Dokus, die 60 Jahre deutsche Geschichte chronologisch präsentiert. Jedes Jahr bekommt – 15 Minuten.

    Und hier Thomas Baumann, ARD-Chefredakteur: "Das Reizvolle an diesem Projekt ist, dass es eben kein ’schneller Fernsehritt' durch 60 Jahre Geschichte wird. Jedem Jahr eine Viertelstunde zu widmen, das schafft den nötigen Tiefgang. Das erlaubt den 'zweiten Blick' über politische Schlagzeilen hinaus"…