Letzte Artikel


  • Dafuq did I just read?


    Es ist ein Fehler, den ich einsehe und dennoch immer wieder wiederhole – man sollte sich von pseudo-seriösen "Nachrichten"-Quellen fernhalten, die ihre Inhalte entweder von Praktikanten oder KI-Schreibmaschinen verfassen lassen.

    Aber wenn ich so etwas lese, dann triggert es mich und ich klicke eben doch:

    Als echter Babyboomer geht mir die Generation Z natürlich genau so auf den Sack wie die Millennials. Ich suhle mich im Vorurteil, dass das alles weinerliche Faulpelze ohne Affektkontrolle sind, deren größter Traum es ist, als Influenzer mit dem Privatjet nach Dubai zu fliegen, und die sämtliche Probleme der Welt auf die vorhergehende Generation schieben…

  • 10 Jahre Glück: Unser Leben mit Becky & Rufus


    Das hier wird eine Art Festschrift – ausgerechnet für zwei Jubilare. die sie gar nicht lesen können. Und die es vermutlich auch nicht schert.

    Vor genau zehn Jahren kam es zu einem für unser Leben einschneidenden Ereignis. Bei einer Züchterin in Braunschweig wurde Nachwuchs geboren:

    Natürlich kann man argumentieren, dass die Tierheime Deutschlands voll sind von netten Katzen, die ein Zuhause brauchen. Aber das hatten wir zwei Jahre zuvor schon mal probiert – mit einem niederschmetternden und traumatisierenden Ergebnis. Nichts war uns bewusster als die Erkenntnis: das würden wir nicht noch einmal durchleben…

  • Werteverfall auf dem Wertstoffhof


    Meinen Arbeitssessel werde ich erst morgen zum Wertstoffhof in Trudering bringen. Der Nachfolger steht schon bereit. Aber heute mussten noch schnell ein paar Kartons weg, das ist keine große Sache. Dabei habe ich gleich zwei Dinge in der Entsorgung gesehen, die da nicht hingehören – und die zeigen, dass in einer gesättigten Gesellschaft auch das Gute und Heile keinen Platz mehr hat.

    So wuchtete ein sehr alter Mann mit der Hilfe eines Hof-Mitarbeiters dieses Schränkchen aus dem Wagen:

    Perfekt gepflegt, keine Kratzer, sogar das Wiener Geflecht der Front in ausgezeichnetem Zustand…

  • TED LASSO und das Problem mit dem modernen Frauenbild


    Ich hatte es angekündigt (bzw. angedroht, je nach Sichtweise): Wir müssen nochmal über das Frauenbild von TED LASSO reden. Spoiler voraus.

    Klar ist, dass eine Serie über einen Premier League-Verein relativ wenige Möglichkeiten bietet, weibliche Charaktere zu entwickeln. So sind die meisten Nebenfiguren wie Pub-Besitzerin Mae und Rebeccas Freundin Sassy (die großartige Ellie Taylor) mit grobem Strich gezeichnet, funktionieren als Story-Katalysatoren und Stichwortgeber. Auch Ted Lassos Frau ist weit weg und eher Auslöser als tatsächliche Person.

    Bleiben Rebecca Welton, die Club-Besitzerin, und Keeley Jones, die Spielerfreundin, die im Laufe der Serie ihr Talent zum Marketing entdeckt…

  • Ein schnarchiger Beitrag


    Zur Einstimmung:

    Heute erzähle ich euch mal wieder etwas, das euch nichts angeht, aber vielleicht mittelfristig hilft.

    Ich schnarche.

    Mehr noch: Ich entstamme einer großen Dynastie von Schnarchern. Mein Vater selig hätte beim Abriss der Plattenbauten in der Ex-DDR mithelfen können und gegen meinen Bruder kommt das satte Röhren einer Harley-Davidson auch nicht an. Zwei männliche Dewi unter einem Dach könnten durch kombinierte Schwingungen auf der offenen Richter-Skala registriert werden – in Japan.

    Einerseits möchte ich sagen: Es ist nicht unsere Schuld. Es sind die Gene…

  • Streaming-Kritik: TED LASSO


    Ich fühle mich wie im Paradies. Im Fernsehparadies. Erst MISS MAISEL, dann THE BEAR, und nun TED LASSO. Eine weitere Serie, die ich nie geguckt hätte, wenn nicht Menschen, deren Urteil ich vertraue, darauf bestanden hätten. Was sollte mich an einer Dramedy über einen amerikanischen Football-Coach interessieren, der eine mittelmäßige Londoner Fußballmannschaft übernimmt? Ich war vor fast 50 Jahren zwei Jahre lang mäßig einsatzfreudiger Rechtsaußen bei Wersten 04 – damit begann und endete meine Leidenschaft für das Gekicke.

    Aber wie gesagt: TED LASSO kam mit vielen Vorschusslorbeeren und einer Sackladung Preise, die man üblicherweise nicht nur für "anwesend und bemüht" verliehen bekommt…