• Geld oder Leber!


    Thema Organspenden. Unangenehm, ich weiß. Will ja keiner genauer drüber nachdenken, dass er mal Organspender sein könnte – oder einen braucht. Bei mir selber war das auch ein Prozess. In meinem ersten Organspender-Ausweis war noch verzeichnet, dass ich gerne meine Augen behalten möchte – der Gedanke, dass ich ohne begraben werde, kam mir gruselig vor. Irgendwann wurde mir dann klar: wenn ich in die Kiste gehe, ist es auch schon egal. Sollen die sich nehmen, was sie wollen. Kiste ist in diesem Zusammenhang sowieso relativ: ich will verbrannt, und anonym beseitigt werden…

  • Kleine Film-Kritiken-Grabbelkiste: OSS 117 2, Blood and Bone, Bronson, Superman and Batman, El Superbeasto, FAQ about Time Travel


    Weil ich derzeit mit beruflichen Anforderungen kämpfe, die meine Zeit über Gebühr fressen, rattere ich an dieser Stelle einfach mal Kurzkritiken zu ein paar Filmen herunter, die ich in den letzten Wochen gesehen habe. Bei dieser wilden Mischung dürfte für jeden was dabei sein. Eine separate Kritik bekommt dann später noch "Das Imaginarium des Dr. Parnassus" von Terry Gilliam.

    OSS 117: Rio ne répond plus

    In der Fortsetzung des überraschend liebevollen und sympathischen "OSS 117 – Der Spion, der sich liebte" geht es nach Rio, auf der Spur von Altnazis, die frühere französische Kollaborateure zu enttarnen drohen…

  • Kindle kommt nach Deutschland: Fast so gut, billig & nützlich wie Film-Downloads


    Okay, der Titel ist Polemik. Ich bin nur überrascht, dass es gleich an zwei aufeinander folgenden Tagen neue Technik-Trends zu besprechen gibt, die ich beide für schlecht geplant und schlecht umgesetzt halte…

    Der Kindle, Amazons ebook-Lesegerät, kommt also endlich offiziell nach Deutschland. Allerdings mit einer ganzen Sackladung Einschränkungen: man muss das Gerät in den USA bestellen, inklusive aller Gebühren kostet es fast 300 Euro, die Garantie beträgt nur ein Jahr (US-Standard), und im Problemfall muss man das Teil nach Übersee schicken.

    Auch das Angebot an Leseware ist vergleichsweise beschränkt: mit diversen etablierten ebook-Formaten kommt der Kindle nur über Umwege zurecht, Verlagsgigant Randomhouse spielt gar nicht mit, und ein digitales Abo vom SPIEGEL wäre mir deutlich lieber als eins von der International Herald Tribune…

  • Aktuelle TV-Serien zum Direkt-Download: Der Preis ist feist


    SPIEGEL online hat es eben (mit einer hübschen Verwuselung in der Titelzeile) gemeldet:

    Wie bei einer Prostituierten: 2,49 Euro für normal, HD kostet extra. In den USA (über iTunes) ist das billiger, dafür in Deutschland mit Untertiteln.

    Für mich kommt das nicht in Frage. Zuerst einmal kann man sich die Episoden bei diesem Angebot nur einmal ansehen – ex und hopp war aber nie mein Ding. Ich bin ein Sammler.

    Wichtiger aber: ich zahle doch keine 60 Euro für eine Staffel "House"! Zwar sehe ich ein, dass man die nicht mehr enthaltene Werbung querfinanzieren muss (sie entspricht ja der "Bezahlung" im Free-TV) – aber für 30 Euro bekomme ich eine ganze Staffel auf DVD…

  • Bernhards Krebs-Tagebuch: Worte finden, wenn die Stimme versagt


    Einigen von euch wird der Begriff "Lindwurm" etwas sagen. Dahinter steckt ein pampiger, stramm linker, authoritätsfeindlicher Ösi, der mal Sibylle Rauch im Puff interviewt hat – und ein regelmäßiger Kommentator auf diesem Blog ist er auch.

    Kennen gelernt habe ich Lindwurm bzw. Bertors bei Badmovies.de, wo er sich fleißig an Diskussionen über schlechte Filme beteiligt. Wir hatten per Email mal angedacht, zusammen ein Buchprojekt zu stemmen (über den Auf- und Abstieg verschiedener Sexsternchen).

    Eben war ich auch mal wieder bei Badmovies, und sah unter seinen Beiträgen einen mir bis dahin unbekannten Link: "Mein Krebstagebuch"…