• Stumbling on the way to fame (2): Fünf Serienstars, die ihr nie gesehen habt…


    Ihr dachtet wohl, ich hätte es vergessen, oder? Nein nein, ich habe zwei Teile versprochen, dann mache ich auch zwei Teile.

    Fangen wir mit einer Serie an, die schon vom Start weg stolperte: "Conan" mit Ralph Moeller. Zu billig, zu einfallslos, zu wenig Sympathie für die Figuren – sowas kommt raus, wenn ein Trittbrett-Produkt (in diesem Fall von "Hercules" und "Xena") nur die Oberfläche kopiert, aber den Spirit des Originals nicht einfangen kann. Moeller mühte sich redlich, aber gegen die Skripts und das mangelnde Budget kam er einfach nicht an – von Stuntcasting wie Verona Feldbusch (als "wütende Dorffrau")…

  • BILD kämpft – recherchiert aber nicht


    "BILD kämpft" jetzt auch online. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es sich hierbei um ein verachtenswertes Placebo handelt, mit dem der Pöbel anhand von Einzelfällen ruhig gestellt, während der Rest der gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten hingenommen wird. Ist natürlich Kappes. Ich freue mich über jede Oma, der beim Kampf gegen überteuerte Rheumadecken beigestanden wird, von BILD oder sonstwem.

    Heute machte "BILD kämpft" so auf:

    Nun mag es sein, dass es keinen "Bruder Quirinus" in einem "Kloster Marien-Quell" gibt, aber der BILD hätte es verdächtig vorkommen sollen, dass Abzocker ein so aufwändiges Bild inszenieren, um den Schmu in Szene zu setzen…

  • Scheiss Technik: 60 Jahre ARD – der Wortvogel bittet um Ihre Mithilfe!


    Ich bin beeindruckt, dass die ARD letzte Woche 60 Jahre alt geworden ist – nicht begeistert. Ich schaue den Sender nur noch selten, und immer mehr geht mir diese Mischung aus spießiger Betulichkeit und angestrengt lässiger Jugendanbiederei auf die Nerven. Bin ich dafür zu alt? Oder zu jung?

    Was ich aber mag, sind Retrospektiven, und tatsächlich hat man sich im Ersten Deutschen Fernsehen bequemt, eben nicht nur die erwartbar überflüssigen Selbstbeweihräucherungen unter beckmannscher Selterslaune in die Primetime zu hieven – den echten TV-Fans gönnte man auch vier lange Nächte von jeweils fast sechs Stunden mit genau dem, was es zu feiern gilt: gutes Programm…

  • Wortvogel goes Landromantik


    Es gibt Tage, da bin ich glücklich und dankbar, für ein Heft wie die LandIdee schreiben zu dürfen – gestern war mal wieder so ein Tag:

    Was ihr da auf meinem Arm seht, ist ein schwarzes Lämmchen, das auf einem artgerechten Hof lebt, zwischen Schafen, Ziegen, zwei Hunden, ungefähr sechs Katzen, und einem Pferd.

    Weil dem Redakteur nix zu schwör ist, habe ich mich bei "Stöckelchen" auch gleich mal an die Zitze gemacht:

    Und was soll ich sagen? Es geht!

    Bei Ziegen ist man übrigens der umjubelte König, sobald man ein bisschen altes Brot aus der Tasche holt:

    Für den Artikel unwichtig, aber ein persönliches Anliegen von mir war der Schnappschuss am idyllischen Teich, der zum Hof gehört…

  • Das Ende der Alltäglichkeit: Fünf fast schon vergessene Marken


    Es gibt Marken, die dominieren ihren Bereich derart, dass sie synonym damit werden: "Tempo" für Papiertaschentücher, "Pampers" für Windeln, "Wortvogel" für Qualitätsjournalismus. Oft kann man sich eine Welt ohne bestimmte Marken gar nicht mehr vorstellen – McDonald’s, BILD, ALDI, VW, Tchibo, ADAC. Es sind mehr als Produkte oder Dienstleistungen: Es sind Eckpfeiler der Konsumgesellschaft.

    Als ich kürzlich durch die Münchner Innenstadt fuhr, kam ich an einem "Reno"-Schuhgeschäft vorbei. Das ist nicht weiter erstaunlich, aber früher war in diesem Gebäude ein "Quelle"-Laden. Schlagartig und fast schon schmerzhaft wurde mir bewusst, dass Quelle, neben dem Otto Versand DAS Synonym für Versandhandel, nicht mehr existiert…