• Ibiza-Impressionen (2): Eklig, geil, cool


    Es gab auf Ibiza noch ein paar andere Merkwürdigkeiten, die das Zücken meiner Kamera provozierten.

    Einer der Vorteile der Insel ist das Wasser in den Buchten: kristallklar, akzeptabel temperiert, und frei von Dingen, in die man nicht treten möchte.

    Normalerweise.

    Diesmal entdeckte ich nahe Eulalia jedoch erstmals ein paar faustgroße Quallen.

    Auf Quallen kann ich gar nicht. In Ägypten habe ich mich mal zwei Wochen lang an den Hotel-Pool gehalten, weil ich im Meer am ersten Tag ein paar Quallen gesehen habe.

    Fehlalarm, wie es schien: Ein paar Stunden später war von den Glibberviechern nichts mehr zu sehen…

  • Wortvogel-Kritiken: Alles nur Theater (2)


    Eurydike

    Ins Teamtheater habe ich mich unter falschen Vorzeichen locken lassen: Hinter „Eurydike“ vermutete ich die klassische griechische Tragödie. Die alte Sage von Orpheus' Weg in die Unterwelt. Gehobenes Entertainment für gehobene Schichten.

    Und dann sehe ich eine leere Bühne, durchzogen nur von einer Bahn aus schmutzig-schwarzem Sand, und eine Handvoll Darsteller, die sich zu schräger Musik fünf Minuten lang hin und her wälzen, und gegen Wände stoßen.

    Ich wollte gehen, ehrlich.

    Hätte ich mich mal bloß vorher schlau gemacht. „Eurydike“ ist ein modernes Stück, geschrieben von der gefragten New Yorker Autorin Sarah Ruhl…

  • TV-Kritiken (2): Terminator Machinima, Gravity, Der kleine Nick, Timmy Time


    Terminator Machinima

    Genau genommen keine "TV"-Serie, aber sei’s drum…

    Es ist eine geradezu bestechend geniale Idee, und ich hatte bei meinem Review zu „Clone Wars“ schon die Frage gestellt, warum solche Serien nicht mittlerweile per Game Engine aus einem passenden Spiel animiert werden: „Terminator Machinima“ geht den Weg konsequent. Man hat den Charakter von Moon Bloodgood aus dem letzten Film genommen, und um sie herum eine neue Serie entwickelt, die komplett von einer Videospiel-Engine gerendert wird. Das ist nicht nur preiswert, sondern erlaubt auch eine effiziente und produktionsnahe Herstellung…

  • Leading and leaving the life less ordinary: Zum Tode von Martin Gardner


    Bei heise habe ich es eben erfahren – Martin Gardner ist tot. Nun kann man bei einem Alter von 95 nicht mehr lamentieren, jemand sei "zu früh abberufen" worden, zumal Gardner sich sicher gegen den Gedanken verwehrt hätte, Tod habe etwas mit einer bewussten Abberufung zu tun.

    Gardner war einer der ersten und einer der wichtigsten Vertreter der modernen Skeptik und ein Vorreiter von Koryphäen wie Carl Sagan, Stephen Jay Gould, Michael Shermer, James Randi und Richard Dawkins (es lohnt sich, jeden dieser Namen zu googeln, wenn ihr sie nicht schon kennt)…