• "Harald Schmidt": You’ve come a long way, baby…


    16 Jahre sind auch an ihm nicht spurlos vorbei gegangen:

    Meine Meinung? Er könnte immer noch bessere Gagschreiber brauchen, gerade der Monolog zum Start ist oft genug mehr schmerzhaft als witzig. Audi flambé? Die kotzende Anne Will? Pubertär wäre noch das Freundlichste, was mir dazu einfällt.

    Aber Schmidt hat die unerschütterliche Souveränität, die allen deutschen Konkurrenten bisher abgeht. Könnte ich einen Unterschied zu den alten SAT.1-Sendungen ausmachen, wäre es seine Fähigkeit, auch zugekauftes Material zu verinnerlichen, als hätte er sich die Pointen selbst ausgedacht. Das zeichnet den guten Late Night Moderator aus, das kann Letterman deutlich besser als Leno…

  • "Niemand sitzt in New York und sieht sich Wim Thoelke an!": Das Joachim Körber-Interview (2)


    Keine lange Vorrede – wer Teil 1 des Interviews gelesen hat, der weiß, dass es gerade um die Fehde Reimann/Körber in der "Phantastische Zeiten" geht. Danach erzählt Körber über Veränderungen der Branche, neue Berufsfelder für Übersetzer und die eigene Karriere als Romanautor.

    Wie fanden Sie die Replik von Horst Pukallus, der als Übersetzer Reimann zur Seite sprang?

    Ach Gott, Pukallus war ja auch einer derjenigen, genau wie Michael Iwoleit, die nicht müde wurden, mich anzugifteln, wo und wann immer sie konnten. Keine Ahnung, warum. Ich war nie ein großer Fan von Horsts Übersetzungen, aus den schon genannten Gründen…

  • Your movie sucks!


    Gestatten – "Creature":

    Man in a Suit, Daniel Bernhardt, Sid Haig – what’s not to like?

    Sowas gehört auf den Syfy-Channel. Auf dem Fantasy Film Fest wäre der in meinem Progamm gelandet, weil ich ein zünftiges Creature Feature allemal französischen Gewaltdramen und asiatischen Historienschinken vorziehe.

    Das Problem: Die Produzenten haben den Film in die US-Kinos gebracht. Mit satten 1507 Kopien. Da dürfte Uwe Boll feuchte Augen kriegen.

    Das Ergebnis: hochgerechnet sechs Zuschauer pro Vorstellung. Ein Gesamteinspielergebnis von 331.000 Dollar am ersten Wochenende. Bei angeblichen 3 Millionen Dollar Produktionskosten…

  • "Gott, habe ich dieses Buch gehasst": Ein Interview mit Übersetzer und Autor Joachim Körber (1)


    Es war ein dolle Geschichte, die ich gerne geschrieben habe und die auch für entsprechendes Feedback sorgte: der Reimann/Körber-Krieg in der "Phantastische Zeiten" anno 1988. Nun entspricht es nicht meiner journalistischen Ader, immer nur aus zweiter und dritter Hand zu berichten. Nicht bei Kammermeier, nicht bei Vorlander, nicht bei Wolff – und schon gar nicht hier. Ich will die Beteiligten vor das imaginäre Mikro dieses Blogs zerren, damit sie Rede und Antwort stehen.

    Nun ist Gero Reimann leider schon verstorben. Bleibt Körber. Der ist nicht nur quicklebendig, sondern auch ausnehmend freundlich…

  • 9/11: Wo warst du?


    Jeder berichtet heute über die Ereignisse des 11. September 2001. Ich kann nichts Allgemeingültiges beitragen, nichts, was nicht schon dutzendfach gesagt worden wäre. Ich finde den Mythos, den wir aus dem Anschlag machen kontraproduktiv, weil er genau das Fanal bildet, das den Terroristen vorschwebte. "Niemals vergessen" ist eine bessere Strategie als "immer wieder dran erinnern".

    Ich war im Jahr vor den Anschlägen das letzte Mal in New York – damals entstand in Manhattan dieses Foto:
    Danach habe ich lediglich noch einmal einen sechsstündigen Zwischenstopp eingelegt, bin kurz am Broadway shoppen gegangen…

  • Neue B-Movie Science Fiction… with a twist.


    Erst gucken …

    "Horizon" ist ein Porno.

    Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Branche müht, immer mehr vom Sex abzulenken, den sie doch eigentlich verkaufen will. Es gibt mittlerweile Filme, die sich nach außen wie Hollywood-Komödien gerieren, um auch Frauen zu ködern:
    Auch DAS ist ein Porno.

    Einen gänzlich anderen Weg geht "Bloodlust Zombies" mit Porno-Sternchen Alexis Texas:

    Dies ist KEIN Porno – er sieht nur wie einer aus. Und ist so schlecht gemacht.