• Keine Macht den Doofen!


    Es gibt die Behauptung, 95 Prozent von allem sei Mist. Ich bin über die Verteilung nicht ganz sicher, es könnten auch 80 Prozent sein oder 98. Es herrscht auch kein Duopol von "Nicht-Mist" und "Mist", so mancher "Nicht-Mist" riecht schon streng und so mancher "Mist" hätte eine ganz eigene Kategorie verdient. Shades of grey. Aber im Kern stimme ich der Behauptung zu. Schlimmer noch: sie stimmt nicht nur für Musik, Architektur, Wetter und Webseiten – sie stimmt auch für Menschen. Eine große Liebe zur eigenen Spezies muss ich mir nicht nachsagen lassen…

  • It’s an Abby Sunday (30): Fernseh-Fernweh


    Vor ein paar Wochen kam Britta auf die Idee, ein Schälchen mit Körnern und Knödeln vor unser Küchenfenster zu hängen, "damit Abby was zu gucken hat". In unserem Hinterhof tummeln sich schließlich Eichhörnchen, Meisen und Spechte, die gerne mal auf einen Happen vorbei schauen.

    Und in der Tat: Abby hat ihr neues Hobby gefunden. Sie sitzt jeden Morgen eine halbe Stunde lang gebannt auf einem Stuhl vor dem Fenster und schaut dem herbstlichen Treiben zu:

    Ich selbst sitze mit dem Rücken zum Fenster beim Frühstück und weiß trotzdem immer, wann das Schälchen Besuch hat: Wenn Abbys Blick plötzlich völlig starr wird und ihr Knubbelschwänzchen aufgeregt auf dem Sitzkissen hin und her klopft…

  • Der zunehmend abnehmende Wortvogel (3)


    "Man soll essen, um zu leben, nicht leben, um zu essen." (Cicero)

    Dritte Woche rum. Eine gewisse Routine kehrt ein. Die Gemüse-Säfte schmecken nicht mehr ganz so grausam, Eiweiß-Omelette ist sehr lecker und die Haferkleie-Fleks auch.

    Am zweiten "Cheat Day" hatten uns Freunde zum Abendessen eingeladen. Ich war ein wenig angefressen, weil Britta nicht eruiert hatte, was auf der Speisekarte stand. WENN schon "Cheat Day", dann sollte es wenigstens was sein, was mir schmeckt! Die Sorge stellte sich als unbegründet heraus: Hackbraten gefüllt mit Käse und Tomaten, dazu Kartoffelbrei und lecker Weißwein…

  • Casual Friday


    Ich habe es schon mehrfach erwähnt: ich bin kein großer Gamer. Meine Zeit endete mit der Ära Super NES. Dann und wann amüsiere ich mich mit Geschicklichkeitsspielen auf meinem Smartphone oder spiele alte Arcade-Automaten auf Emulatoren nach. Eines Tages baue ich mir so ein Ding.

    Einzige Ausnahme: Casual Games. Wikipedia definiert den Begriff so: "Casual Games (englisch Gelegenheitsspiele) ist ein Modewort für einfache elektronische Spiele, die sich durch eine besonders leichte Zugänglichkeit, intuitive Eingabemethoden, das kooperative Gameplay sowie schnelle Erfolgserlebnisse auszeichnen. Die Spiele zielen insbesondere auf Personen ab, die eine kurzweilige Unterhaltung ohne langwierige Lernphase suchen"…