• Lost in Time (4): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    In den frühen Jahren des Fernsehens waren historische Serien keine Seltenheit – Western natürlich, aber auch Piratenabenteuer und Geschichten aus dem Mittelalter. So verdiente sich Roger Moore seine ersten Meriten für James Bond nicht als "Simon Templar", sondern als "Ivanhoe":

    Mit den heran nahenden 70ern verloren die Kostümklamotten für viele Zuschauer an Reiz – Relevanz war gefragt, aktuelle Themen und moralische Ambivalenz. Erst die aufkommende Fantasy- und Rollenspiel-Welle der frühen 80er machte die Sender wieder etwas mutiger, was zu der wirklich albernen Serie "Wizards and Warriors" führte:

    Hätte eigentlich hier auch reingepasst, muss man aber nicht gesehen haben…

  • Lost in Time (3): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Anthologieserien mit in sich abgeschlossenen Episoden gehören zu den Fundamenten der Fernsehgeschichte. Um ein verbindendes Element über die Folgen hinweg zu haben, wurde auf Erzähler und Autoren gesetzt, unter deren Schirmherrschaft die Produktionen Woche für Woche präsentiert wurden: Rod Serling bei der "Twilight Zone", ein dicker Brite bei "Alfred Hitchcock presents", aber auch Ellery Queen.

    Dieses Genre des hochwertigen, episodischen Kurzdramas kam in den späten 60ern aus der Mode, erlebte aber in den 80ern eine Renaissance mit der neuen Version von "Alfred Hitchcock presents" und vor allem dem großartigen "Ray Bradbury Theatre"…

  • Lost in Time (2): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    So, für den zweiten Beitrag hatte ich euch ein seifiges Weltraumabenteuer versprochen. Willkommen zur ersten und einzigen Daily Sci-Fi Opera:

    Jupiter Moon Ja, man glaubt es kaum, 1990 wurden für einen britischen Satellitenkanal 150 Episoden einer Daily Soap produziert, die komplett auf einem Raumschiff im Orbit um Jupiter spielen. Im Rahmen einer Soap macht das durchaus Sinn – die Sets sind begrenzt und können beliebig oft eingesetzt werden, der Cast ist überschaubar, es müssen nicht ständig neue Planeten zusammen geschustert werden. Hinzu kommt, dass Soaps und Science Fiction zwei Genres sind, die beide sehr loyale und große Fangruppen anziehen können – die Idee, das zu kombinieren, liegt in meinen Augen näher, als man denkt…

  • Lost in Time (1): 50 Serien, die ihr verpasst habt


    Wir alle erinnern uns an "Star Trek: The Next Generation", an "Akte X", an "Buffy" und an "Lost". Serien, die ihre Generation definiert haben und denen ein ewiges Leben in der TV-Dauerschleife, als Silberling, Stream oder gar Remake vergönnt ist. Stammtischfutter, Fundament vieler "Weißt du noch"-Gespräche.

    Aber für jede Kultserie, die warm ums Herz macht, gibt es zehn Flops, an die sich kaum einer erinnert, die in Standardwerken nur Fußnoten wert sind. Mutig begonnen, aber oft nach sechs Folgen entmutigt eingestellt. Produktionen, bei denen selbst die etwas obsessiven Nerds passen müssen…

  • Action Triple Feature: "The Raid: Redemption", "The Raid 2" & "Sabotage"


    Es geht weiter mit der Aufarbeitung meines Film-Backlogs. Ich gruppiere gerne ähnliche Filme, weil ich dann einen besseren "flow" finde. Gestern habe ich das "The Raid"-Doppelpack eingeworfen, weil ich dieses ständige "Hast du eigentlich die Raid-Filme gesehen?" nicht mehr hören kann. Heute kam "Sabotage" dazu, weil mich fasziniert, wie Stallone und Schwarzenegger jenseits der "Expendables"-Nostalgie so gar keinen Fuß auf die Erde bekommen.

    Zieht die schusssicheren Westen über, dreht das Baseball-Cap nach hinten, synchronisiert die Uhren – we’re going in!

    The Raid: Redemption USA/Indonesien 2011 …

  • Science Fiction Triple Feature: "Under the Skin", "Transcendence" & "Jodorowsky’s DUNE"


    Under the Skin USA/GB 2013. Regie: Jonathan Glazer. Darsteller: Scarlett Johansson, Paul Brannigan, Jessica Mance, Krystof Hádek u.a.

    Offiziell Synopsis : Ihr Zuhause ist die Straße, die Nacht ihr Verbündeter: In einem Lieferwagen fährt Laura allein durch Schottland. Pechschwarzes Haar, blutrote Lippen, ständig auf der Suche nach Beute. In grellen Clubs, auf Parkplätzen und in dunklen Gassen findet sie immer willige Opfer: einsame, gelangweilte Männer, die auf schnellen Sex hoffen und der überirdischen Schönheit nichtsahnend in die Falle gehen. Wenn sie begreifen, was sie erwartet, ist es bereits zu spät: Die verführerische Vagabundin ist nicht von dieser Welt…

  • Deutschland balla balla: Eine kleine Geschichte von Vorfreude und Nachsicht


    Freitag, 4.7.2014, 17.15 Uhr. Ich bin allein in Speyer, ein familiäres Problem hat die LvA nach Marburg gezwungen. Dabei spielt Deutschland. Gegen Frankreich. Und ich habe es nicht so mit Public Viewing.

    Also allein vor dem Fernseher. Na ja, so allein, wie man mit zwei Katzen sein kann. Wenigstens hat auch Becky ihr Interesse am Fußball mittlerweile entdeckt, sie schaut gerne zu, wie der Ball auf dem Bildschirm hin und her gekickt wird.

    Noch knapp eine Stunde bis zum Anpfiff und plötzlich denke ich: Scheiß drauf…

  • The Comics come to Town: "The Flash" , "Constantine" & "Stan Lee’s Mighty 7"


    Es ist ein gutes Jahr für Superhelden-Fans. Neben den erwartbaren Blockbustern wie "Captain America 2" und "X-Men: Days of Futures Past" bekommen die kostümierten Gutmenschen auch auf dem heimischen Flachbildschirm wieder einen Fuß in die Tür. Mit "Agents of SHIELD" und "Arrow" ist es gleich zwei relativ aufwändigen Serien gelungen, sich nicht etwa bei den kleinen Spartensendern zu etablieren, sondern bei den Networks. Fast wie früher, zu den Zeiten den "Incredible Hulk" und der üppigen 70er Jahre-"Wonder Woman".

    Es gab aber auch wahrlich aufwändige Fehlstarts in der letzten Zeit – so konnte weder der "Smallville"-Ableger "<a href=" noch der beleidigend beschissene Versuch, "<a href=" Woman" als feministische Firmenchefin neu zu erfinden, irgendwen überzeugen…

  • Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung: Etikettenschwindel beim Thema Lebensmittel


    Ich lese die FAS gerne, aber zu selten. Immer wieder nehme ich mir vor, das launige Sonntagsblatt mit der bunten Themenmischung (so eine Art BAMS, für die man sich am Kiosk nicht schämen muss) zu abonnieren. Vielleicht auch deswegen, weil sie mich nostalgisch an "Die Woche" erinnert, die ich in den 90ern so begeistert verschlungen habe.

    Diese Woche habe ich mich aber geärgert. Und zwar sehr. Weil es mit Zeitungen ist wie mit Joghurts – es sollte auch drin sein, was drauf steht.

    Das hier ist die Titelseite vom letzten Sonntag:

    Ein veganer Truthahn…