• Sonne, Sand, Spanien: Liegen bleiben ist auch Sport


    Noch zwei Läufe bis Ibiza. Durchhalten. Wenigstens ist das Wetter deutlich milder geworden, der bewölkte Himmel hilft, die Kräfte zu konservieren.

    9 Kilometer soll der nächste Lauf werden. Leider ist Freitag, ich habe beruflich viel zu erledigen, und als ich endlich dazu komme, meine Laufschuhe anzuziehen, teilt mir die Ehefrau mit: "In einer Stunde holen uns die Freunde ab, damit wir Essen gehen."

    Eine Stunde inklusive Dusche und neuer Kleidung? Da kann ich 9 Kilometer abhaken. Ganz ausfallen lassen? Kommt auch nicht in Frage. Nach dem Essen laufen…

  • Fantasy Filmfest 2017: Munich Monstertown


    Es geht wieder los – und ich bin wieder dabei, Ehrensache. Das große Festival habe ich zuletzt vor acht Jahren in München durchgezogen, da liefen Filme wie "Black Dynamite" mit Michael Jai White, "Thirst" von Chan-wook Park, und "District 9". Dieses Jahr ist die Auswahl beeindruckend eklektisch, es gibt Filme aus Island, Südkorea, Dänemark, Kanada, Australien, Israel, China, Spanien, den USA, Belgien, England, Finnland, Hongkong, Italien, Japan, Indonesien und (oho!) Deutschland.

    Auch was die Genres und Stile angeht, ist die Bandbreite wieder erfreulich groß: Okkult-Horror, Action, Zeichentrick, Comedy, Kunst, Science Fiction, Mumien, Monstren, Mutationen…

  • Das hässliche Ende des Hauses auf der anderen Straßenseite


    Ich habe vor acht Jahren einen Artikel über ein Haus geschrieben, auf das man aus dem Dachfenster meines Hauses in Giesing schaut. Ein hässliches Haus mit einem alten Mann im Rollstuhl drin. "Schandfleck des Viertels" habe ich es genannt. Vielleicht ist es sinnvoll, wenn ihr diesen Artikel zuerst noch einmal lest.

    Gestern informierte mich ein Freund, dass dieses Haus (und meins, btw.) aktuell in der Süddeutschen Zeitung zu sehen ist:

    Das Haus ist weg. Abgerissen. Illegal vermutlich, denn unter Ensembleschutz hätte zumindest die Fassade stehen bleiben müssen…

  • Impressionen Streetfood-Festival Baden-Baden


    Mit der Streetfood-Kultur bin ich bisher primär in London und Kalifornien konfrontiert worden. Schwer angesagt: hochwertiges Fastfood, gerne exotischer Herkunft, für happige Preise. Hier ist nicht alles Gold, was glänzt, aber es macht einfach Spaß, sich durch gänzlich andere Esskulturen zu futtern, bis der Wanst das Hemd sprengt.

    Als ich zufällig letzte Woche an einem Plakat vorbei kam, dass auch in Baden-Baden ein solches Festival anstand, war ich etwas skeptisch, zumal das Campus-Gelände nicht gerade als Eventlocation bekannt ist. Hippes Streetfood im Badischen? Viel Pommes, Bratwurst und Waffeln, dachte ich mir…

  • Watching (17): Immer wieder sonntags


    Dies ist kein Review, eher eine Würdigung. Ich kann euch nicht mal sagen, wo ihr diese hübsche Doku von 2003 anschauen/laden könnt.

    „Immer wieder sonntags – 50 Jahre Internationaler Frühschoppen und Presseclub“ ist so bezaubernd, dass ich fast nicht glauben mag, dass die Sendung für das deutsche Fernsehen produziert wurde. Die Macher haben sich augenscheinlich die Mühe gemacht, hunderte Stunden Archivmaterial durchzuackern, um teilweise sekundenkurze Ausschnitte zu finden, mit denen sie nicht nur die Historie, sondern auch die Exzentrismen und Eigenheiten von Werner Höfers legendärer Gesprächsrunde bebildern und damit auch sanft ironisch kommentieren können:

    So erwartet den Zuschauer neben der üblichen Aneinanderreihung von „talking heads“ ein launiges Clip-Kaleidoskop, das in seiner schieren Fanbegeisterung dem Thema wirklich gerecht wird…

  • Batterie-Bullshit: wegschmeißen statt aufladen


    Schon vor 30 Jahren habe ich in der Schule gelernt, dass die Wegwerfgesellschaft ein ökologisches Desaster ist. Immer mehr Gegenstände werden so konstruiert, dass sie nicht nur bei Schäden irreparabel sind – immer mehr Gegenstände werden auch für den Einmalgebrauch hergestellt oder in immer kleineren Portionsgrößen, was den Abfall maximiert. Wie oft habe ich mich aufgeregt, dass es Einwegkameras gibt, bei denen zwei, drei Plastikteile ausreichen würden, sie beliebig oft verwenden zu können.

    Es ist seither nicht besser geworden. Immer mehr Menschen verwenden Kaffeemaschinen mit Kapseln, die mit jeder Tasse Plastik- und Alumüll verursachen…