• Fake-News vom Klatsch-Bot


    Meine Einstellung zur Yellow Press ist bekannt. Auch in der digitalen Sphäre weiche ich dem Klatsch weitestgehend aus. Ich halte die mörderische Frage, wer mit wem schlief, für gänzlich irrelevant. Mir ist allerdings peripher aufgefallen, dass es immer mehr Webseiten gibt, die sich nicht mal mehr die Mühe geben, Klatsch zu verbreiten – sie setzen aus beliebigen Info-Bits völlig kalorienfreie Pseudo-News zusammen, die nicht mal den eigenen Clickbait-Titel mit Inhalt füllen. So nutzt die Werbebranche die immer gleichen Schlagzeilen ("Das Vermögen des verstorbenen XY rührte seine Familie zu Tränen"), um den Surfer in endlose Fotogalerien zu locken…

  • First Look: MARVELS M.O.D.O.K.


    Es war zu erwarten, dass die schiere Dominanz und der wirtschaftliche Erfolg des Marvel-Universums einige schräge Früchte tragen würde. Jeder will ein Stück vom Kuchen und wenn die Rechte von Spider-Man und Captain America vergeben sind, dann schaut man halt im "back catalog" nach, was noch frei ist. So kommt es, dass wir demnächst schon den zweiten Kino-Blockbuster basierend auf VENOM sehen werden. Darum gab es einen GENERATION X-TV-Film mit "Helden", von denen bis dato nur echte Marvel-Nerds gehört hatten. Darum adaptiert Marvel Sachen aus der B-Schublade wie INHUMANS und ETERNALS:

    It’s not stupid if it works…

  • Final Thoughts: THE NEVERS


    Story : Im viktorianischen England taucht ein seltsames Fluggerät auf und sät Lichtsporen, die vielen Menschen (vorwiegend Frauen) unterschiedliche Kräfte verleihen. Die "Touched" werden zuerst ausgestoßen und dann zur Gefahr für die Gesellschaft erklärt. Bei Amalia True und Penance Adair finden sie Unterschlupf. Doch die Schlinge zieht sich zu und das Geheimnis der "Touched" wird das Schicksal der Menschheit entscheiden…

    Kritik : Es ist Schande genug, dass ich noch nie von THE NEVERS gehört hatte, bis die LvA mich darauf hinwies. Immerhin ist es die neuste Produktion von Joss Whedon, die ihn in vielerlei Beziehung zu seinen Wurzeln als TV-Showrunner zurück bringt (ein paar Vertraute aus BUFFY-Zeiten sind denn auch mit an Bord)…

  • Streaming-Kritik: ARMY OF THE DEAD


    USA 2021. Regie: Zack Snyder. Darsteller : Dave Bautista, Ella Purnell, Matthias Schweighöfer, Omari Hardwick, Ana de la Reguera, Tig Notaro u.a.

    Story : Nach einem katastrophalen Ausbruch einer Zombie-Epidemie ist Las Vegas abgeriegelt worden und man hat es den Untoten überlassen – bis in ein paar Tagen ein taktischer Nuklearschlag das Problem radikal lösen soll. Der Ex-Soldat Scott Ward wird von dem Casinobesitzer Tanaka angeheuert, mit ein paar Spezialisten 200 Millionen Dollar aus einem Hochsicherheits-Safe zu retten, bevor es soweit ist.

    Kritik : Früher war mehr Lametta…

  • Final Thoughts: JUPITER’S LEGACY & INVINCIBLE


    Ich hab’s schon oft gesagt, und ich sag’s wieder und wieder: wir leben im "golden age" der Superhelden-Verfilmungen, in dem im Stundentakt Serien, Miniserien und Filme veröffentlicht werden, die wir uns früher nicht hätten erträumen können. Die Tricktechnik und die Budgets haben sich so weit entwickelt, dass alles, was ausgedacht werden kann, auch umgesetzt werden kann. Kurioserweise ist für mich THE MASK von 1994 der erste Film, der alle Grenzen sprengte, was die Darstellbarkeit eines Comic-Universums mit Hilfe von CGI angeht:

    Das ist jetzt auch schon mehr als 25 Jahre her und Adaptionen, die ich früher wegen der Angst vor dem erwartbar grottigen Ergebnis abgelehnt hätte, räumen ab und begeistern längst nicht mehr nur das Nerd-Publikum, das von den Comics zwei Ausgaben gekauft hat, um eine zu lesen und eine in Plastik einzuschweißen:

    Aber es sind nicht nur die "heavy hitter" unter den Helden, die etablierten und sauberen Figuren, die den Sprung vom Print ins Streaming schaffen…

  • München im Wandel: Ein Spaziergang durch Trudering


    Wir leben jetzt seit mehr als einem Jahr in Trudering und ich muss gestehen, dass ich dem Viertel Unrecht getan habe – was mir 20 Jahre lang wie der triste Speckgürtel von München erschien, ist ein aufstrebendes Areal mit sensationeller Verkehrsanbindung und hervorragender Versorgungslage. Wären wir nicht nach München zurück gegangen, um wieder in München zu sein, müssten wir eigentlich nie nach München rein fahren. Jede Supermarktkette gibt es in Fußweite, Reinigung, Restaurants, Friseure, sogar Waldgebiete, Wertstoffhof und Wochenmarkt. Es fehlt wirklich an nichts.

    Und weil die LvA und ich einen Hang haben, tatsächlich heimisch zu werden, haben wir uns auch schon zwei Bücher über die Geschichte des Viertels am östlichen Stadtrand gekauft…