Letzte Artikel


  • Digitaler Dreisprung: Analog adieu


    Nach einer notwendigen Pause im Bestreben, mein Leben (oder zumindest meine Administration) komplett zu digitalisieren, bin ich nun wieder voll dabei. Es war nicht geplant, aber es hat sich so ergeben, dass ich dabei von drei Seiten aus diverse Eckpfeiler meines täglichen Lebens in den Cyberspace verlegen konnte.

    Digitaler Briefkasten: You’ve got mail! Schon vor mehr als 10 Jahren habe ich euch an dieser Stelle berichtet, dass ich den täglichen Papiermüll aus dem Briefkasten konsequent eingedämmt habe. Keine Kundenzeitschriften mehr, keine Prospekte, Kataloge, Werbung. Kostete mich nur ein paar Anrufe und Emails…

  • Das Fantasy Filmfest Drama 2021: Planlos durch die Nacht


    Ich hatte mich drauf gefreut, wieder nach München zu ziehen: alte Bekannte, neue Ideen, vertraute Umgebung – und vor allem Pressevorführungen und Festivals. Ihr wisst es genau so gut wie ich: das Virus hat die Pläne weitgehend versaut.

    Nun könnte ich damit leben, auf das Fantasy Filmfest für ein oder zwei Jahre zu verzichten – vielleicht wäre eine Pause nach 30 Jahren sogar ganz heilsam. Meine Beziehung zum Festival ist über die Jahre wahrlich nicht einfacher geworden und man möchte fast eine Paartherapie verordnen: wir können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander…

  • Ein Dutzend Doppelpacks: Von Popp- und Pop-Stars


    Zum Wochenende Schweinkram – weil sich sonst keiner traut.

    Fragt mich nicht, wie ich auf das Thema gekommen bin, aber im Rahmen meiner Video-Retrospektiven fiel mir neulich auf, dass es vor allem in den 80ern einen "Trend" gab, der vermutlich auch nur in den 80ern existieren konnte. Man schnappte sich junge Damen, die in einschlägigen Blättern und Filmen ihre fleischlichen Talente der Welt präsentiert hatten, und steckte sie in ein Tonstudio (oder auch nicht, wie sehr offensichtlich im Fall von Sybille Rauch). Gesangliches Talent optional, wurden die Nackedeis zu Chanteusen umfirmiert und in Sendungen geschickt, deren männliches Publikum es weniger auf die musikalischen Qualitäten ankam: Musikladen, Plattenküche, WWF Club und diverse italienische Shows…

  • Neusprech: Du, Sie, ihr mich auch


    Wir waren gestern mit einer lieben Freundin im Westend lecker essen. Statt wie üblich über 300 verschiedene Themen aus dem Bereich Privates, Berufliches, Historisches zu plaudern, verhedderten wir uns schnell in eine Diskussion über Sprache – primär, weil die liebe Freundin politisch völlig anders sozialisiert ist als ich. Es ging ums gendern, um den latenten Rassismus der Sprache, um Pronomen und um die Frage, ob man eine tolerante Sprache nicht nur fordern und fördern, sondern auch verlangen und verordnen darf.

    Aber das soll gar nicht Thema sein, auch weil es ausufern würde…

  • First Look: WHAT IF…?


    Es ist kaum vorstellbar, aber wir sind jetzt schon bei der vierten neuen MCU "limited series" binnen eines Jahres – und die Messlatte ist sehr hoch gelegt. WANDAVISION war eine exzellente Meditation über Wirklichkeit und Wahrheit in der Realität der Superhelden, FALCON & WINTER SOLDIER eine krachend-kompetente Fortschreibung des Captain America-Mythos, und LOKI erst neulich eine verspielt-kosmische Eröffnung des Multiverse, dem sich die nächste Phase des MCU widmen soll.

    Und weil Marvel mir immer wieder das Gefühl gibt, genau das zu machen, was ich haben will, folgt eine aufwändige Trickserie basierend auf den WHAT IF…?-Comics mit meinem absoluten Lieblingsthema: Alternativwelten…

  • Gerechter Zorn am Gemüseregal


    Meine Konfrontationen mit Mitmenschen in Supermärkten, Schnellrestaurants, Bauhäusern, Bäckereien und an Tankstellen sind legendär. Ich weiß nicht, wieso es immer mich trifft. Ich bin eigentlich ein Netter. Aber es gibt Situationen, da sagt mein Verstand so:

    Dann winkt er ab und mein reptilisches Ur-Hirn drängelt sich vor mit den Worten: "Lass mich mal, ich erledige das kurz und schmerzhaft."

    Eben war ich einkaufen. Das macht bei uns Zuhause ja der Wortvogel – weil er es im Gegensatz zur LvA gerne macht. Da wir relativ spezifische Ansprüche haben, muss ich oft genug drei Supermärkte abfahren, bis ich genau das habe, was wir brauchen (oder zu brauchen meinen)…