Thema: Neues

  • Hyperland: Schreiben unter verschärften Bedingungen


    Wer mir auch auf Facebook folgt, wird es gemerkt haben: gestern war nicht mein Tag. Die Nacht davor hatte ich schweißgebadet mit Schüttelfrost und Übelkeit verbracht, als habe auch mein Körper mittlerweile die Schnauze von mir voll. Nie schön, wenn man ins Bad muss, aber zu schwach ist, um aufzustehen. Und dann durfte die LvA nix davon merken, weil sie ausgerechnet am Sonntag eine schwere Produktion hatte, für die ein freier Kopf vonnöten war. Leise leiden war demnach angesagt.

    Nun kann man sagen: Alder, sei keine Pussy, haste halt mal was Unrechtes gegessen…

  • Die Autobiographie von Harry Alan Towers: Ein zu kleines Buch für eine zu große Persönlichkeit


    Ich habe Harry Alan Towers wahrlich oft genug gebeten, seine Biographie schreiben zu lassen. Mit dem unausgesprochenen Zusatz "… am besten von mir". Irgendwann erwähnte Harry beim Mittagessen, dass er mit einem kanadischen Journalisten dabei sei, sein Lebenswerk zu durchforsten. Wie es aussieht, wurde daraus nichts.

    Mir war immer klar, dass es eine schwierige Aufgabe sein würde, Harry Alan Towers zwischen zwei Buchdeckeln gerecht zu werden. Sein Leben war lang, ereignisreich, voller unerwarteter Wendungen – und voller dunkler Ecken, in die er niemanden schauen lassen wollte…

  • Wortvogelpark Walsrode: Das Leben macht klüger, nicht schöner


    Mit meiner Oma bin ich 1979 in den Vogelpark Walsrode gefahren. Das fand ich toll. In einer Freiflughalle setzte sich sogar ein Beo auf meinen Arm. Als Oma auf den Auslöser drückte, schrie der Vogel plötzlich wie am Spieß. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht. Dieses Bild entstand glücklicherweise eine Sekunde DAVOR:
    Elf Jahre war ich damals alt. Die Zähne krumm, die Brille peinlich – aber mit Oma war alles ein Abenteuer. Gute Zeiten.

    Vorgestern bin ich mit einem Fotografen nach Hamburg gefahren, von wo aus wir einen Mietwagen nach Walsrode nahmen…

  • Der Wortvogel und seine Ländereien


    Wer genau aufgepasst hat, wird es vielleicht gemerkt haben: im zweiten Halbjahr 2012 gab es von mir keine launigen „behind the scenes“-Fotos von Reportagen zu sehen. Seit einigen Wochen gibt es die allerdings wieder vermehrt.

    Das ist kein Zufall.

    Ende Juli habe ich die „LandIdee“ verlassen, für die ich drei Jahre lang geschrieben habe. Es ist eine Geschichte für die Gerichte – und hoch unterhaltsam, sobald ich das Okay habe, sie hier zu erzählen. Aber das wird eventuell noch dauern.

    Ein zweites Puzzleteil. Vielleicht hat der eine oder der andere von euch diese Meldung bei DWDL gelesen…

  • Entenhausen: Enten hausen in Schwabing


    Ich habe kürzlich mal auf Facebook von unserem netten Vermieter erzählt, der sich für eine Toplage in Schwabing streng an den Mietspiegel hält, zwei WGs erlaubt und einer 104jährigen Dame (eingezogen Heiligabend 1945!) seit den 80ern die Miete nicht mehr erhöht hat. Bei Problemen in der Wohnung ist er eigentlich immer binnen von 20 Minuten mit seinem Werkzeug vor Ort. Ein Mann nach meinem Geschmack.

    Nun gab es Nachricht von ihm – wie immer auf Geschäftspapier am Schwarzen Brett hier im Hausflur. Inhalt: Der verwilderte Hinterhof des Hauses ist vorläufig gesperrt, die Mülltonnen stehen übergangsweise im Hausflur…

  • 33 Argumente für Gott, 33 Einwände vom Wortvogel


    Dieses bezaubernde Bändchen könnt ihr euch bei Soulsaver runterladen, einer religiösen Webseite für junge Menschen, die für einen ollen Zyniker wie mich ein Bierkasten voll mit Phrasenbrause ist. Schaut euch dort mal um, es gibt viele spannende Sachen zu entdecken.

    "33 Argumente für Gott" habe ich hauptsächlich deshalb eingetütet, weil ich das an den SPIEGEL angelehnte Design so drollig fand.

    Nun wollen wir mal sehen, ob die Frömmler mich in 33 Runden argumentativ k.o. hauen können. Eigentlich sind es nur 28 – das Büchlein präsentiert an einigen Stellen Zitate mehr oder weniger berühmter Menschen, die für sich genommen als Argumente gelten sollen, aber als persönliche Meinungen kaum zur Diskussion taugen…