Thema: Neues

  • Retter in der Not


    Ich reise ja viel rum, in der Republik und auch sonstwo. Dabei gibt es immer mal wieder kleinere Ärgerlichkeiten und Stolpersteine, die mir den Tag vermiesen. Ein Schwein (also ein echtes, keins mit Brille und Pullunder) versaut mir die Hose, ein Fingernagel bricht, ich habe für den Joghurt aus dem Supermarkt kein Besteck, bohrende Kopfschmerzen quälen mich, im Hotelzimmer ist es zu laut, etc pp. Irgendwas ist immer.

    Nun habe ich mich entschlossen, künftig besser vorbereitet zu sein. In meinem vertrauten schwarzen Lederrucksack, in dem ich mein Macbook und diversen Elektro-Kleinkram transportiere (Diktiergerät, Smarthphone, Kamera, Adapter, Netzteile, USB-Sticks) liegt künftig auch ein winziges schwarzes Täschchen mit dem, was ich zur Notfall-Ausrüstung erklärt habe:
    Als da wären: Plastikbesteck, Reisezahnbürste, Erfrischungstücher, Pflaster, Ersatz-Ohrhörer, Shampoo, Kuli, Notizzettel, Kaugummi, Zahnstocher/Zahnseide, Bullrichsalz, Magengel, Aspirin, Nasenspray, Grippostad…

  • Cyanogenmod 10.1: Die Reise geht weiter


    Es ist eigentlich keinen eigenen Beitrag wert, aber nachdem ich meine Abenteuer mit dem freien ROM "Cyanogen" für mein Samsung Galaxy S i9000 hier, hier und hier dokumentiert habe, wollte ich euch die nächste Runde nicht vorenthalten.

    Seit gestern ist Cyanogenmod 10.1. raus, das (der?) auf Android 4.2 basiert. Für wen das alles böhmische Dörfer sind: es ist die aktuell neuste Version des Android-Betriebssystems. Damit ist Cyanogen erstmals "gleichauf" – zumindest bis Android 5 auf den Markt kommt. Für viele Handys sind "custom roms" wie Cyanogen die einzige Möglichkeit, das Betriebssystem ihres Handys auf dem halbwegs neusten Stand zu halten…

  • Ich bin raus: Ein Abschiedsbrief an das Fernsehen


    Liebe ARD, liebes ZDF, liebe Privatsender, liebe Dritten, liebes Sky,
    ich denke, wir müssen mal miteinander reden. Genauer gesagt; ich muss mit dir reden. Mit dir, dem deutschen Fernsehen, das mich erzogen und unterhalten, informiert und entspannt hat, 40 Jahre lang. Du warst für mich Sandmännchen und Raumschiff Enterprise, Logenplatz bei der WM 74 und den frühmorgendlichen Kämpfen von Muhammed Ali. Du hast mir gezeigt, wie die Challenger explodiert ist und die World Trade Center zusammen gebrochen sind – aber auch, wie Büroklammern hergestellt werden und wie die Brüste von Ingrid Steeger aussehen…

  • SAT.1 in den frühen 90ern: Softsex geschnitten, nicht am Stück


    Genaue Beobachter des Facebook-Kastens auf der linken Seite werden es bemerkt haben – in den letzten Wochen habe ich immer wieder launige Bilder vom SAT.1-Programm der frühen 90er gepostet, die mir in einem Schuhkarten über den Weg gelaufen sind. Hier noch mal als Diashow:

    Ich hatte noch mehr Bilder – eher so von den Rotlicht-Programmplätzchen, auf denen der Begriff "Bällchensender" eine ganz neue Bedeutung bekam. Die wollte und konnte ich aber bei Facebook nicht reinsetzen. Darum wird’s nach dem Break jetzt hier verdammt nackig:

  • Eine Woche, zu voll, zu heiss, zu krank


    Letzten Donnerstag. Weil es wegen des Wetters nicht anders zu organisieren ist, muss ich drei Reportagen in drei Tagen absolvieren. Zuerst mit den Wagen von München nach Speyer, von Speyer ins Nahetal (mit Rentieren auf die Alm), wieder nach Speyer, am nächsten Tag über Frankfurt (Fotograf abholen) nach Berfa (Hochsitz aufbauen), zur Übernachtung nach Fulda, weiter nach Bad Orb (Heimatreportage), direkt weiter nach München. Das ist für sich genommen schon sehr sportlich, aber machbar.

    Mit dem Wetter haben wir halbwegs Glück: alle Reportagen sind auf Sonne ausgelegt und bekommen auch ausreichend Sommer-Feeling, nur beim Aufbau des Hochsitzes wird es zunehmend bewölkter…

  • Liebes Land – jetzt mit Wortvogel-Content!


    Ab morgen am Kiosk:
    Das ganze Team ist ziemlich stolz drauf, sich für Nummer 2 noch mal deutlich gesteigert zu haben. Ich habe erneut einen Löwenanteil des Hefts geschrieben und finde, es ist insgesamt deutlich runder. Das hängt damit zusammen, dass die Redaktion langsam Betriebstemperatur erreicht. Wir sind ja auch schon in der Zielgeraden der nächsten Ausgabe. Ein Landheft pro Monat zu machen erfordert ziemliche Disziplin.

    Diesmal ist im Heft ein "Gaststar" dieses Blogs zu finden. Dass ich für die Rubrik "Meine Heimat" nach Walsrode gefahren bin, hatte ich ja schon berichtet…

  • Beichtzeit: Wortvogel goes to hell – in a church!


    Ich muss die folgenden Absätze bewusst vage halten, "to protect the innocent". Aber erzählen will ich es doch. Zur spirituellen Reinigung.

    Kürzlich war ich in der Kirche. Das klingt nicht spektakulär, aber für einen beinharten Atheisten und Frömmler-Verhöhner wie mich ist das schon ein Event. Normalweise sieht man mich nur unter dem Kreuz, wenn’s wen zu beerdigen gibt.

    Wie dem auch sei: ein Ereignis aus dem entfernt familiären Kreis machte es notwendig, einer Messe beizuwohnen. Und Schäfchen, lasst euch sagen, es war ein surreales Erlebnis, das meine Erwartungen in vielerlei Beziehung weit übertraf…