Und nun zur Werbung
Wer fleißig lineares Fernsehen schaut, hat’s vielleicht schon gemerkt – der Klambt-Verlag schaltet jetzt auch TV-Spots für unsere Liebes Land:
Wer fleißig lineares Fernsehen schaut, hat’s vielleicht schon gemerkt – der Klambt-Verlag schaltet jetzt auch TV-Spots für unsere Liebes Land:
Gewöhnlich äußere ich mich nicht über die Konkurrenz bei den Landheften. Das ist stillos und unnötig. Ich habe für die LandIdee geschrieben und bin mittlerweile Chefautor der Liebes Land, da fange ich keine Grabenkriege mit Kollegen an.
Ihr ahnt: Da kommt ein "allerdings". Und hier ist es auch schon:
Allerdings gibt es nun wieder ein neues Heft in einem Segment, das ich seit zwei Jahren für völlig überladen halte und dem ein Kehraus gut tun würde. Die "LandLux" versucht es mit ökologischem Anspruch als Alleinstellungsmerkmal…
Ich halte Stil für wichtig. Den individuellen wie den allgemeinen. Jeder nach seiner Façon, aber mit Geschmack, bitte. Was du trägst, ist mir wurscht – solange dir nicht egal ist, was du trägst. Nach meiner Erfahrung verfestigt sich der Geschmack mit dem Alter. Die Experimente lassen nach, man findet das, was einem gefällt – und bleibt dann auch dabei. Früher dachte ich, das wäre ein Verlust. Aber es ist das Gegenteil: Es ist ein Gewinn von Gewissheit und Souveränität.
Manchmal frage ich mich, ob das nur für mich gilt…
Es begann als flüchtige Schnapsidee, verdichtet sich aber mittlerweile zur trunkenen Entschlossenheit. Ich glaube, ich verschiebe 2015 das Weihnachtsfest. Auf 2016.
Statt 24.12.2015 werde ich Heiligabend am 6. oder 7. Januar 2016 begehen.
Das klingt im ersten Augenblick albern, kontraproduktiv und gegen alle Vernunft. Aber hört mich an! Weihnachten ist Weihnachten. Man feiert, nachdem man das letzte Türchen am Adventskalender aufgemacht hat. Das ist seit 2000 Jahren so – oder zumindest, seit es Adventskalender mit einer 24er-Türchenteilung gibt. Also seit ungefähr 100 Jahren.
Es ist mir aber kürzlich aufgefallen, wie viel praktischer es wäre, das Fest zwei oder drei Wochen später zu feiern…
Ich sitze gemütlich, aber nicht faul auf dem Sofa. Draußen pfeift schwer der Wind, Tee und eine Bettdecke halten mich warm. während ich auf dem Notebook Reportagen für die nächste „Liebes Land“ schreibe.
Becky liegt dösend neben mir.
Rufus reicht das nicht.
„Du-huuu…"
Der Kater pirscht sich von links ran, setzt vorsichtig eine Vorderpfote auf mein Trackpad und schiebt sein Köpfchen zwischen mich und den Bildschirm mit der Arbeit.
„Du-huuu…"
Ich seufze. „Was ist denn, du kleiner Scheißer?"
Er positioniert sich nun komplett auf der Handablage des Laptops, ich muss die Hände wegnehmen…
Natürlich wird Content im Internet durchgereicht. Das Web ist eine Sharing-Kultur, darum ist der Share-Button neben dem Like-Button auch die wichtigste Funktion von Facebook. Könnte ja sein, dass der Freundeskreis das lustige Katzenvideo oder den zutiefst wahren Spruch über das Leben noch nicht kennt. Persönlich reizt mich das weniger, weil ich den Wortvogel gestartet habe, um genuinen Content zu produzieren.
Es gibt aber Auswüchse der Sharing-Kultur, die mich nerven. Wenn Ideen- und Themenklau zum Geschäftsprinzip erhoben werden. Kein Konzept – nur noch billig zusammen geschustertes "Best of" des Internets, versehen mit diesen unsäglichen "Was dann geschah, konnte niemand ahnen!"-Headlines oder den nicht minder ekligen "Bei Nr.5 musste ich weinen"-Anreißern…
NACHTRAG Januar 2017 : Die meisten Videolinks sind verständlicherweise mittlerweile tot und ich habe sie entfernt. Anhand der Episodentitel lassen sich die Folgen im Netz aber immer noch finden.
Die "Twilight Zone" gehört zu meinen liebsten Fernsehserien überhaupt. Die Neuauflage von 1985, wohlgemerkt, nicht das Original von 1959 oder die neuerliche Neuauflage von 2002. Ich habe die Serie damals eher zufällig im holländischen Fernsehen gesehen, wo sie englisch mit holländischen Untertiteln lief – von der ersten Episode an war ich gepackt. Das war eine Genreserie, die ihre Figuren und Geschichten ernst nahm, die nicht auf Gimmicks oder alberne Effekte setzte…