Thema: Film, TV & Presse

  • Micro-Reviews (4): Kickass TV-Filme


    Ich bin ein totaler Fan von Fernsehfilmen als eigene Kunst-, bzw. Erzählform. Nicht so sehr heute, wo die Produktionen in Sachen Budget und Cast locker mit Kinofilmen mithalten können. Ich rede von früher, als 15-20 Drehtage ausreichen mussten und Millionenbudgets nicht mal träumbar waren. Damals behalf man sich mit guten, fettfreien Drehbüchern und arrivierten Schauspielern. Darum blättere ich auch so gerne in dem Band "Movies made for Television". Ich habe die großartige Hardcover-Erstausgabe von 1980. Da fehlen zwar alle neueren TV Movies der späteren Jahre, aber dafür gibt es Hunderte extrem seltene Fotos der Produktionen von 1964 bis 1979…

  • Micro-Reviews (3): Fantasy Filmfest-Nachlieferung


    Ich würde im Laufe der nächsten Monate glatt noch Reviews aller Filme nachliefern, die ich vor meiner Bloggerzeit auf dem FFF gesehen habe. Blöd nur: An die meisten kann ich mich bestenfalls rudimentär erinnern. Darum picke ich mir im Rahmen der Micro Reviews ein paar raus, die halbwegs Eindruck hinterlassen haben. Die Vorgabe diesmal: Nichts nachschlagen, alles aus dem Kopf erzählen.

    Blue Steel Nach "Near Dark" dachte ich, Kathryn Bigelow könnte die erste relevante weibliche Stimme des Genrefilms werden. Aber sie wollte nur die Respektabilität Hollywoods und lieferte als nächstes einen vorgeblich frauenstarken, aber in Wirklichkeit alle Klischees bedienenden "Thriller" über eine Polizistin, die sich in einen Fetischisten verknallt…

  • Micro-Reviews (2): B-Kino der 80er


    Heute bespreche ich mal völlig willkürlich und sehr knapp ein paar Filme aus der Zeit, als Kino noch Taschengeld und Eiskonfekt war, Straßenbahn und Nachmittagsvorstellung. Was damals so alles in die großen Säle des Rex kam, in die kleineren des Residenz-Centers, ins Savoy…

    Grundbedingung für diese Liste: Alle Filme habe ich mir damals tatsächlich beim Erst-Release auf der großen Leinwand gegönnt. Nicht später auf Video, nicht in den letzten Jahren auf YouTube. Meine Erinnerungen sind damit absolut unverfälscht und authentisch.

    Timerider – Mit der Cross-Maschine auf Zeitreise Ein launiger Action/Western/SF-Hybrid, der mich mit Fred Ward bekannt machte und dessen depperte Grundidee (ein Motocross-Fahrer landet durch ein Zeitexperiment im Wilden Westen) vom Skript voll erkannt und ausgeschlachtet wird…

  • Ripoffs: The Italian Job (mit Gewinnspiel!)


    Nachfolgend ein (gekürzter) Text, den ich Ende Oktober 2014 für das Booklet von "The Executor – Der Vollstrecker" geschrieben habe. Weil er mit leichten Änderungen einen – wie ich finde – ziemlich guten Abriss der italienischen Trittbrettfilmer-Geschichte darstellt, wollte ich ihn euch nicht vorenthalten.

    Die DVD/Blu-ray-Box ist mittlerweile auch erschienen – und wird am Ende dieses Beitrages verlost.

    Die italienische Filmgeschichte ist seit jeher ein schmerzlicher Kompromiss von Kunst und Kommerz. Nach frühen Erfolgen wie „Cabiria“ (1914) litt die Industrie – ähnlich wie in Deutschland unter Hitler – unter dem kunstfeindlichen Diktat eines faschistischen Systems, wenn auch nicht ganz so totalitär…

  • Sci Fi TV-Quartett: "The Last Man on Earth", "Other Space", "Dark Matter" & "Killjoys"


    Ich bespreche eher ungern SF-Serien, die sowieso jeder kennt und jeder guckt, weil sie auf den großen Sendern laufen und fett beworben werden. Die kleineren Produktionen sind mir lieber, die Außenseiter, die schrägen Nummern. Heute habe ich gleich vier davon im Gepäck. Zwei Comedys, zwei Dramen.

    The Last Man on Earth Eine postapokalyptische Comedy-Serie auf einem der großen US-Networks, das ist wahrlich eine ungewohnte Erfahrung. Wenn ich mich recht erinnere, wurde das zuletzt mit "Woops!" 1992 versucht – kurioserweise auch von Fox. Das Ergebnis wurde unter die Top 50 der schlechtesten Serien aller Zeiten gewählt…

  • Filmverbrechen-Fotostory: EIN KAKTUS IST KEIN LUTSCHBONBON oder: Kloakentauchen in der deutschen Kinokomödie


    Ich kann es nicht bestreiten – ich habe Blut geleckt. Die Analyse von "Zärtliche Chaoten 2" hat mir bewiesen, dass die deutsche Kinokomödie der 70er und 80er einer Neubewertung harrt. In sträflicher Leichtfertigkeit – gespeist aus akademischer Arroganz – haben die Filmhistoriker dieses Segment bisher vernachlässigt. Ausnahmen bestätigen die Regel und zu diesen Ausnahmen gehört das launige nebenstehende Werk des unvermeidlichen Martin Hentschel, der aber – ebenso hormongesteuert wie vorhersehbar – primär der deutschen Bumskomödie das Wort redet.

    Genug davon!

    Es ist Zeit, zurück zu schauen…

  • Neue alte SF aus den deutschen Sender-Archiven gerettet (aka raubkopiert)


    Nach "Cherie mir ist schlecht" und "Datenpanne – das kann uns nie passieren" habe ich noch eine weitere öffentlich-rechtliche Dystopie für euch ausgebuddelt, diesmal aus dem Jahr 1982 und basierend auf Jewgeni Samjatins Roman "Wir", der deutliche Ähnlichkeiten mit Orwells "1984" aufweist.

    Den Film habe ich als 14jähriger bei der Erstausstrahlung tatsächlich gesehen. Er hat mich damals ziemlich verstört, auch wenn ich in der Zeit nach "Star Wars" und "Star Trek" die Effekte als sehr krude empfand. Meine Begeisterung hielt sich – auch angesichts meines intellektuellen Unvermögens, die Geschichte in ihrer gesamten Breite zu erfassen – in Grenzen…