Thema: Film, TV & Presse

  • Weihnachtsmann Wortvogel (6): Mega-Mystery-Edition 1


    Zum Abschluss geht es noch mal ans Eingemachte – und das Glück gehört den Mutigen. Ich habe nämlich letzte Woche zwei mittelgroße Umzugskartons vom Format 50 x 35 x 37 gepackt, die ich den Höchstbietenden zuschicke.

    Das hier ist KEIN Reste-Ramsch – im Gegenteil: es sind nach allen Ausmistaktionen der letzten Jahre die Sachen, von denen ich mich nie trennen konnte. Mein harter Schnitt ist euer Vorteil.

    Den Löwenanteil machen ca. 90 Prozent DVD aus allen Bereichen aus: Horror, Science Fiction, Drama, Sitcom. Viele sind in Originalsprache englisch, ein paar auch Regionalcode 1 (USA)…

  • Kritik zur Kritik an der Kritik-Kritik


    Ist meedia jetzt der neue "safe haven" für Heulsusen? Es ist ja eine Sache, wenn ich mit einer ordentlichen Packung Häme die aufgeblasenen, aber inhaltsleeren Nabelschauen des "jungen Journalismus" in bento und bei meedia auseinander nehme. Muss da wirklich ausgerechnet der VICE-Chefredakteur der Schreiber-KiTa beispringen und betroffen salbadern, dass man den kleinen Schneeflöckchen doch nicht vors Schienbein treten dürfe und diese – doch, doch – einen irgendwie wichtigen Beitrag leisten? Weil die sprachlichen Massenkarambolagen, die allen Ernstes als "new journalism" verstanden werden wollen, selbst gescheitert noch als mutiger Versuch zu preisen sind…

  • TV Kritik: QUEEN’S GAMBIT


    Es ist zugegebenermaßen nicht leicht, im Wust der neuen Miniserien, Serien und TV-Blockbuster (zu denen sich immer mehr Filme gesellen, die fürs Kino vorgesehen waren) das zu finden, was einem wirklich gefällt. Spoilt for choice nennt man das, oder etwas teutonisch fatalistischer: die Qual der Wahl. Hinzu kommt, dass die LvA und ich viele, aber nicht vollständige Schnittmengen in Sachen Fernsehgeschmack haben: amerikanisiertes Drama und billige Action scheren sie nicht, trübe skandinavische Serienkiller-Dramen lassen mich kalt. Aber man findet eigentlich immer "the best of both worlds"…

  • OK Boomer: Willkommen in der Shitstorm-Demokratie


    Ich hatte gedacht, dass es allein schon statistisch wahrscheinlich sei, dass irgendwann einer dieser Beiträge der Journalistenschule einen validen Gedanken zur Grundlage hätte. Oder wenigstens einen dummen Gedanken, der stringent ausformuliert ist. Es kann doch nicht sein, dass ich so mühelos JEDES Essay auseinander nehmen kann, JEDEN einzelnen Satz.

    Here we go again…

    Der demokratisierende Effekt von Shitstorms

    Ein Hammer-Titel, ich gestehe es. Eine provokante These. Und ich würde mich auf den folgenden Text freuen, wenn ich auch nur eine Sekunde lang glauben würde, dass nun eine plausible Argumentation folgt…

  • Goodbye to the weird kid: Zum Abschied von Conan O’Brien


    Ob die Show nun abgesetzt oder auf Wunsch des Moderators beendet wird – "Conan" endet auf TBS im nächsten Jahr. Nach 28 Jahren wird "the ginger kid" Conan O’Brien erstmals keine Late Night Show mehr bestreiten. Und obwohl ich von der TBS-Version nur Bruchstücke mitbekommen habe, macht mich das melancholisch. Weil Conan so lange in der Branche ist wie ich, weil er immer da war, egal, wo ich war – GONG, ProSieben, Tandem. Er war eine Konstante, mehr noch als Letterman und Leno. Er war wie die "Lindenstraße", die ja in diesem Jahr ebenfalls zu Ende gegangen ist…

  • OK Boomer: Journalisten, Göttern gleich


    Ich muss Abbitte leisten. Wie es aussieht, habe ich bei meinen bisherigen Text-Autopsien einen Beitrag übersehen. Den hole ich nun nach, bevor ich mich dem neusten Pamphlet der journalistischen KiTa widme.

    Schon den Titel möchte ich bestreiten:

    Wir brauchen keine Jahrhunderttalente

    Jahrhunderttalente (Sokrates, Mozart, Kant, DJ Bobo) bringen nicht nur die Zivilisation mit Schub voran, sondern stellen auch Ankerpunkte der Geschichte dar. Anders als andere Ankerpunkte (Attila, Hitler, Manson, Scooter) markieren sie positiv besetzte Umbrüche, erinnern nicht nur an das Potenzial des Menschen, sondern auch an seine Möglichkeit, tatsächlichen Wandel zu initiieren…

  • Wortvogels Weltschau (8): <br>Reiselust und Reportagefrust in Zeiten von Corona


    Natürlich ist es bis zu einem gewissen Grad ein Luxusproblem, dass Corona uns zum Home Office zwingt. Ich kann vom Sessel aus arbeiten, die LvA sitzt im geräumigen Büro nebenan, Standleitungen verbinden uns mit dem Verlag und seinen Servern. Wir frühstücken gemeinsam, machen gemeinsam Mittagspause und bei schönem Wetter sitzen wir auch mal mit einem Kaffee auf der Terrasse.

    Aber man darf sich davon nicht täuschen lassen: bei uns ist Corona ein schleichendes Problem, weil es besonders meinen Teil an der LIEBES LAND langsam erodieren lässt…