Thema: Film, TV & Presse

  • Wochenend-Watching


    Der Artikel gestern war lang und mühsam, darum heute mal entspannt und mit viel Fremd-Content. Ich gehe meinen YouTube-Verlauf durch und zeige euch ein paar Videos, die mir in den letzten Wochen gefallen haben.

    Criterion ist in vielerlei Beziehung der Maßstab in Sachen Film-Restauration und hochwertiger Kino-Ware – hier kann man mal schön sehen, was für ein Aufwand in die Rettung ramponierter Rollen gesteckt wird:

    Ein polnischer tschechischer Star Trek-Fanfilm? Sieht erstaunlich gut aus:

    Es liegen einige DC Animated-Streifen bei mir auf Halde – der hier sieht schon im Trailer besser aus als JUSTICE LEAGUE:

    Der Versuch, mit Quibi neue Serien- und Filme in Häppchenlänge zu verkaufen, ist längst gescheitert…

  • 100 Jahre Wortvogel: Blog-Battles


    Ich habe festgestellt, dass sich in meinem "Entwürfe"-Ordner des Blog-Editors mehr als 40 unveröffentlichte Beiträge befinden. Oft nicht mehr als Titel und erste Zeilen, die ich dann aus Langeweile oder mangelnder Stringenz nie beendet habe. Eine Art Resterampe, teilweise fast 10 Jahre zurück reichend. Heute wollte ich diesen Ordner mal konsequent löschen – und habe festgestellt, dass ein paar der Fragmente durchaus noch dafür taugen, ausgebuddelt, abgestaubt und aufgehübscht zu werden.

    So wollte ich 2012, zum 6. Geburtstag meines Blogs, noch einmal kurz die großen Blog-Battle rekapitulieren, die ich bis dahin ausgetragen hatte…

  • Filmverbrechen-Fotostory: PLEM PLEM DIE SCHULE BRENNT oder: Lümmel von der allerletzten Bank


    Ruhe in der Klasse, der Lehrer ist anwesend! Setzen, aber dalli! Wir haben heute eine Menge Stoff abzuarbeiten, da ist für Clownereien kein Platz! Ist die Tafel gewischt? Die Bleistifte gespitzt wie die Ohren? Dann mal los!

    Viele der Filme, die ich im Rahmen dieser losen Reihe bespreche, sind letztlich rüde Spätfolgen der deutschen Nachkriegskomödie, des Schlagerfilms und der Klamotte. Vielfach liegt das einfach daran, dass die Macher selbst mit Opas Kino aufgewachsen sind und lieber bewährte Schenkelklopfer mit Busen und Charthits aufgehübscht haben, als tatsächlich dem Zeitgeist nachzuspüren…

  • Kritik: HEXENJAGD


    Deutschland 2020. Regie: Sebastian Mattukat. Darsteller : Xenia Assenza, Gedeon Burkhard, Erkan Acar, Alexander Schubert u.a.

    Offizielle Synopsis : Wir schreiben das Jahr 1739. Die Welt verändert sich, aber die Menschen leben immer noch in Armut, Hunger und Aberglauben. Oft reicht eine einzige Anschuldigung, um ein ganzes Leben zu zerstören.

    Die Heilerin Catharina beobachtet die brutale Zwangstaufe des Osmanen Tahir durch den örtlichen Priester. Als sie sich mutig für ihn einsetzt, wird sie beschuldigt, eine Hexe zu sein, und dazu verurteilt, bei lebendigem Leibe verbrannt zu werden…

  • TV Miniserien Double Feature: ROADKILL & THE UNDOING


    Jetzt wird’s schmutzig. Beide Miniserien, die ich heute bespreche, handeln vom schönen Schein, der hässliche Menschen tarnt. Von der Moral als Lüge, der Aufrichtigkeit als Werkzeug. Gut ist, was nutzt. Wer gewinnt, bestimmt die Schlagzeile. Macht ist Selbstzweck und seine eigene Rechtfertigung.

    ROADKILL In ROADKILL geht es um Peter Laurence, einen gewieften Politprofi im Kabinett der angeschlagenen Ministerpräsidentin Dawn Ellison, der den Sprung in ein Schlüsselministerium durch das plötzliche Auftauchen einer unehelichen Tochter bedroht sieht und noch dazu um der Presse willen seine längst zerfallene Familie zum Schein wieder aufpäppeln muss…

  • TV Kritik: WandaVision


    Story: Hexe Wanda und Android Vision leben das Vorstadt-Leben vieler glücklicher Paare – im Amerika der 50er, 60er, 70er Jahre. Doch zwischen den drolligen Sitcom-Plots mit den neugierigen Nachbarn und bulligen Bossen schieben sich immer wieder seltsame Brüche in die heile Welt – was genau machen Wanda und Vision in dieser artifiziellen Umgebung? Wer – oder was – steckt dahinter?

    Kritik : Mit einer herkömmlichen Kritik kommt man einem Projekt wie WANDAVISION nicht bei. Es ist konzipiert, schräg zu sein und jede Erwartung der Zuschauer zu unterlaufen…

  • In memoriam sexualis: Julie Strain (1962-2021)


    Es ist schon komisch, wie manche Ereignisse zusammenfallen – vor ein paar Tagen stieß ich in den Untiefen einer DVD-R auf 20 Jahre alte "digitale Presskits" aus der Zeit, als man noch nicht davon ausgehen konnte, dass die Schreiberlinge sich das Material vom Server des Verleihers ziehen. Man bekam CDs zugeschickt mit eigener Menüführung, Bildern, Texten, Soundbytes. Ein paar davon habe ich für die relative Ewigkeit aufbewahrt. Dazu gehört das Material zum ansonsten vergessenswerten Rüpeltrickfilm HEAVY METAL F.A.K.K.2:

    Die Hauptfigur "Julie" wurde repräsentiert und gesprochen von B-Movie-Ikone Julie Strain, die seinerzeit sowohl als VAMPIRELLA wie auch als BLACK SCORPION im Gespräch war, aber letztlich den Sprung aus den Hinterhöfen Hollywoods nie geschafft hat…