• Der Max Friedmann, den ich kannte…


    Ich war ein Anfänger, ein Fanboy, ein Greenhorn, als ich im Herbst 1990 beim GONG in München anfing. Ich war nicht in der TV-Branche aufgewachsen, wie so viele andere Redakteure, sondern hatte sie nur von kleinauf begeistert mitverfolgt (peinlicherweise über das Konkurrenzprodukt HÖRZU).

    Meine Aufgabe beim GONG war es zu Anfang, die Programmspalten von SAT.1 in den Computer zu tippen, und diese mit Zusatzinformationen zu versehen – Bilder, Kritiken, Wiederholungsdaten. Eine Besonderheit des GONG war es zudem, bei Schauspielern die jeweiligen Todesjahre ("Curd Jürgens (+1982)") anzugeben, und etwaige Serienverweise ("David Janssen (bek…

  • Neuer Simpsons-Vorspann!


    Seit Jahren fand ich den Simpsons-Vorspann nicht mehr zeitgemäß – zu krude in Figurenzeichnung und Animation. Zur ersten HD-Episode der 20 Jahre alten Trickserie hat Fox nun tatsächlich mal einen neuen Opener spendiert – hier die Langfassung:

    Erinnert in der CGI-Dynamik teilweise an den Vorspann von "Futurama". Viele hübsche Details. Mir gefällt’s.

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (22)Heute: Devil Girl from Mars


    England 1954 . Regie: David MacDonald. Darsteller: Hugh McDermott, Hazel Court, Patricia Laffan, John Laurie, Adrienne Corri u.a.

    "Devil Girl from Mars" hat einen großartigen Titel, eine auffällige Schurkin, und einen besseren Ruf als der meiste UFO-Trash der frühen 50er, was ich primär zwei Tatsachen zuschreibe: Filmen aus England wird automatisch ein kulturell höherer Stellenwert zugewiesen, und die meisten Filmfans haben "Devil Girl from Mars" schlichtweg nicht mit eigenen Augen gesehen.

    Der schwarzweiße Low Budget-Heuler über die Besucher eines englischen Landhotels, die von einer marsianischen Eroberin (Erobererin?)  samt Roboter terrorisiert werden, basiert auf einem Theaterstück – und leider merkt man dem Film das in jeder Szene auch überdeutlich an: Hauptschauplatz ist die Bar der Pension, nur eine Handvoll Szenen spielt in den Zimmern, oder einem kaum überzeugenden "Garten"…

  • Abenteuer mit Artwork (3) -Die "Sherilyn Fenn und ich"-Edition


    Es war 1992. Twin Peaks war gerade in Deutschland gelaufen, hatte mächtig PR-Wirbel verursacht – und ich war frisch verliebt.

    Sherilyn Fenn. Schwer zu sagen, was mich an ihr so begeistert, vor allem, weil sie rein äußerlich gar nicht mein Typ ist. Rote Haare, wenig Makeup, mädchenhaft – eher so. Ich hatte aber wider alle Vernunft den Eindruck, dass hinter dem Glamour-Look einer klassisch-sinnlichen Hollywood-Jungdiva eine ziemlich nette junge Frau steckt, die sicher toll lachen kann. Das sollte sich Jahre später in der phänomenalen, aber bis heute kriminell unterbewerteten Showtime-Sitcom "Rude Awakening" beweisen:

    Eines Tages sah ich irgendwo klein in einer Zeitschrift ein Poster von ihr abgebildet: schwarzweiß, weißes Kleid, auf Knien, ganz züchtig…

  • Ruhe da vorne! Movie-Mania 2009 (21)Heute: The Independent


    USA 1999 . Regie: Stephen Kessler. Darsteller: Jerry Stiller, Janeane Garofalo, Julie Strain, Andy Dick, Ginger Lynn Allen, John Lydon, Max Perlich, sowie: Roger Corman, Ben Stiller, Ron Howard, Nick Cassavetes, Peter Bogdanovich, Karen Black, Ted Demme u.v.a.

    Hollywood ist nicht fair.

    Wenn man nur einen einzigen Beweis dafür braucht, sollte man sich die Produktionsgeschichte von "The Independent" anschauen.

    "The Independent" zeigt den letzten großen Kampf der B-Movie-Legende Morty Fineman. Praktisch pleite, versucht er im hohen Alter noch einmal, seinen Ruf und seine Karriere zu retten, obwohl die Schuldner Gläubiger ihm auf den Fersen sind…