• Kino Kritik: "X-Men Origins: Wolverine"


    Okay, die Sperrfrist ist rum, und ich darf endlich und offiziell meine Meinung zum neusten Superhelden-Opus kundtun. Nicht basierend auf dem Workprint, sondern basierend auf dem tatsächlichen und fertigen Film.

    Einige von euch werden es dank eines Artikels bei AICN mitbekommen haben: Die ganze Sperrfristen-Regelung von Fox diente augenscheinlich nur dazu, die beinahe Deckungsgleichheit von Workprint und fertigem Film zu verschleiern. Wochenlang hatte man behauptet, der im Netz aufgetauchten Arbeitskopie fehlten 10 Minuten und signifikante Szenen der Reshoots. Alles Nebelgranaten: Bis auf die Effekte und die Musik konnte ich exakt EINE Änderung feststellen – eine Szene von Wolverine in Japan nach dem Nachspann wurde durch eine langweiligere Szene mit Stryker ersetzt…

  • Kino Kritik: "Star Trek 11″ (spoiler-free)"Our destinies have changed"


    "Star Trek" war in meinen Augen eine scheintote Franchise, erstickt an der eigenen Nostalgie, vollgestopft mit Figuren, die vor lauter Heiligkeit kein Leben mehr in sich tragen, und einer Mythologie, die jeden Versuch eines Neuanfangs zum Scheitern verurteilt. Ein Museum respektierter Ideen, ein Schrein, aber längst keine Quelle  von Kick Ass Entertainment mehr. Zuviele Produzenten und vor allem zu viele Darsteller, die neben ihren Gehaltsschecks auch noch Mitspracherecht verlangen, weil sie natürlich alle am Besten wissen, was zu tun ist. Mühsam als Geldkuh am Leben gehalten, schwerfällig den aktuellen Trends nachhumpelnd…

  • Wenn das Abenteuer einen Namen hat, dann lautet er "Altbau-Sanierung"! (5)


    Ihr erinnert euch sicher an die Küche in Düsseldorf, die mittlerweile renoviert wurde:

    Mittlerweile ist der Boden geschliffen und geölt (PVC kommt nächste Woche). Sieht alles sehr schön aus.

    Ziemlich früh habe ich mich entschlossen, eine Einbauküche anzuschaffen, damit nicht jeder Mieter da alles wieder raus reißt, wenn er auszieht. Einzige Ausnahme: der Kühlschrank soll vom Mieter angeschafft werden, da er sowieso frei im Raum steht, und ich die Entscheidung,wie groß er sein soll, nicht treffen will. Auch aus hygienischen Gründen soll jeder Mieter einen mitbringen…

  • 10 Jahre nach dem Columbine-Massaker, 20 Jahre nach "Saved by the Bell"


    Letzte Woche war in den USA wieder "High Five Day", und dieses Video aus dem Jahr 2007 hat mich tatsächlich berührt:

    Es ist ein so banaler und in seiner Normalität überraschender Einblick in den Alltag an einer Highschool – ganz ohne Pumpguns oder Jason Priestley. Das könnte auch Dortmund sein. Wie der Beitrag über die Schwulen in der Sportbar bringt mich das den Amerikanern wieder näher. Nach vielen Berichten über die "Tea Parties" habe ich das wirklich gebraucht.

    Nicht gebraucht hätte ich die wieder etwas pathetischen Texteinblendungen am Schluss…

  • Stumm auch am Stammtisch? Wolverine – Maulkorb für Medienjournalisten


    Bei Telepolis bin ich gerade auf einen interessanten Artikel gestoßen – wie es aussieht, verlangt Fox von Journalisten, die in dieser Woche an einer Pressevorführung von "Wolverine" teilnehmen, die Unterschrift unter eine weitreichende Sperrfrist-Erklärung.

    Ich hatte über das Thema ja bereits geschrieben: Sperrfristen sind mittlerweile üblich, aber deshalb nicht weniger übel. Sie schaden primär dem nicht tagesaktuellen Printjournalismus, der nun endgültig keine Chance mehr hat, einen Film vorab kompetent zu besprechen. Die Kollegen der Wochen- und Monatszeitschriften, die man in diesen Vorführungen trifft, sind also eher aus Gewohnheit überhaupt eingeladen worden – und kommen auch nur aus Gewohnheit…