Thema: Neues


  • Kurzschreibgedächtnis


    Ja ja, auf Bush rumhacken, der BILD einen reinwürgen, sich über SAT.1 und RTL aufregen – ich suche mir nicht gerade schwer zu treffende Opfer für meine kleinen Tiraden. Da kann man leichten Applaus ernten, und ernster Widerspruch steht nicht zu erwarten. Billige Polemik vom Herrn Dewi, wie immer.

    Heute also wieder BILD.

    Die BILD zeigt gerne nackte und halbnackte Frauen. Besonders, wenn sie prominent sind. Und noch lieber, wenn die Bilder aus dem Springer-eigenen Glanzblättchen "Maxim" kommen. Corporate Synergy, so sieht sie aus.

    Natürlich muss das alles knackig betextet werden, und marktschreierisch heißt es regelmäßig: "nackt wie nie!", "endlich mal ohne!", "jetzt ganz frech und sexy!"…

  • 6:3 – Heimsieg für Absurdistan


    In der Ronald Reagan-Bücherei in Simi Valley stellten sich zehn republikanische Bewerber um die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten den Delegierten. Im Stil von "7 Tage, 7 Köpfe" durften Leute wie McCain, Giuliani und der Mormone Mitt Romney um die Gunst der eigenen Partei buhlen.

    Mittendrin die Frage des Moderators: "Wer von Ihnen glaubt an die Evolutionstheorie – Handzeichen, bitte?"

    Drei Hände, zögerlich (Brownback, Tancredo, Huckabee). McCain als einziger "sowohl als auch" irgendwo dazwischen. Sechs dagegen.

    Noochmal: Sechs Kandidaten der Republikaner leugnen die Evolution. SECHS. 60 Prozent…

  • Friendly Fire


    Beim Medienblogger las ich die Meldungüber eine Dokumentation zweier Kanadier, die Manipulationen und Verfälschungen in den Filmen von Michael Moore nachweist. Die Dokumentation, "Manufacturing Dissent" (ein Wortspiel auf die Chomsky-Arbeit "Manufacturing Consent"), kommt von links, verurteilt Moore als eitel, unehrlich und tendenziös.

    Und hier ist meine Antwort.

    Journalismus ist tendenziös. Schon die Auswahl eines Themas, die Wahl der Gesprächspartner – alles zeugt von der Meinung der Macher. Und das ist richtig so – in einer komplizierter werdenden Welt herrscht kein Mangel an Information, sondern an deren Einordnung und Bewertung…

  • Mein Medienimperium expandiert (II)


    Kaum habe ich verdaut, dass die Koreaner meinen "Ring der Nibelungen" in Landessprache veröffentlichen wollen, teilt mir mein Hausverlag mit, dass nun auch ein ukrainischer Buchclub die Lizenz kaufen möchte. Coole Sache. Und es gilt wie immer die Regel – Belegexemplar für den Autor nicht vergessen!

  • Fundsache


    Mitunter wühle ich in alten Emails, der Nostalgie wegen. Das ist einfach, weil ich jede Email seit 1997 in Textform auf meiner Festplatte gespeichert habe. Schon komisch, wenn man recht private Nachrichten von Leuten liest, an die man sich gar nicht mehr erinnern kann. Manchmal ist diese Stocherei in der Vergangenheit auch für einen Lacher gut.

    1998/99 produzierte RTL nach dem schon nicht geglückten TV-Film "John Sinclair: Die Dämonenhochzeit" noch eine kurzlebige Serie, die allerdings dermaßen missglückte, dass es eine Weile lang so aussah, als würde sie gar nicht ausgestrahlt…