Thema: Neues


  • Sim Country


    Guyana bietet Großbritannien seinen Regenwald an – der fast so groß ist wie Großbritannien selbst. Im Gegenzug will das Land wirtschaftliche Unterstützung: SPIEGEL-Artikel.

    Neu ist die Idee nicht: In einem Godzilla-Film der 90er hatten die Japaner in der Zukunft weite Teile Afrikas gekauft (so ich mich recht erinnere), und brutal zu Ende gedacht wurde das oben genannte Szenario in einem Comic ("Martha Washington" von Frank Miller vermutlich, könnte aber auch mal wieder "Watchmen" von Alan Moore gewesen sein). Ich selbst hatte vor 15 Jahren die Idee, unter dem Titel "Deal of the Century" einen Roman zu schreiben, in dem ein Billionär vom Schlage Bill Gates aus lauter Langeweile ein bankrottes Land aufkauft, bei der Sanierung letztlich aber an Politik und verknöcherten soziopolitischen Strukturen scheitert…

  • Im Auftrag des Agenten…


    Die Frage kam gestern wieder auf – und nicht zum ersten Mal. Wie ist das mit Agenten in meiner Branche? Braucht man sie – oder sollte man sie erschießen, sobald man sie sieht? Parasitäre Lebensformen oder hilfreiche Heinzelmännchen, die sich schützend vor den Autor werfen, wenn es hart auf hart kommt? Segen oder Fluch? Beides?

    Zuerst einmal: Ich selbst habe mich 12 Jahre ohne Agent durch die Branche gekämpft. Übersetzer, Sachbuchautor, Romanautor, Drehbuchautor – geht alles auch auf eigene Kappe und Verantwortung. Dazu braucht man allerdings ein gesundes Ego und die Rückendeckung, auch mal was falsch machen zu dürfen…

  • Zwischenstand


    Nein, der Wortvogel ist nicht ins Klo gerutscht. Und ins Ausland fliehen musste er auch nicht. Der Wortvogel muss derzeit (schockschwerenot!) arbeiten. Eine (nicht) gänzlich neue Erfahrung, noch dazu mit allem, was bei trostloser Lohnarbeit dazu gehört: Langweiliges Büro, hässlicher Schreibtisch, und festgelegte Arbeitszeiten (allerdings nicht festgelegt genug, um Überstunden und Wochenend-Schichten zu verhindern).

    Bis ich dazu komme, das Drama in seiner ganzen Breite zu erzählen, verrate ich euch hier erstmal, um was es geht: Ein großer Privatsender hat bei diversen ebenso großen Produktionsfirmen jeweils vier bzw…

  • Deutsche Filmtitel der 70er


    Mit großer Freude lese ich dieser Tage in den kurzen Stunden der Kontemplation wieder ein paar schräge Filmbücher: Lotte Eisners "Die dämonische Leinwand", ein Sammelband über DDR-Film- und TV-Produktionen, und "Filme 71-76", ein Handbuch der katholischen Filmkritik, aus dem später das "Lexikon des internationalen Films" hervorging. Das Handbuch scheint mir viele obskure Titel zu enthalten, die später aus Platzgründen ausgemustert wurden, darunter auch Pornos. Besonders gefallen hat mir aber der Reigen deutscher Filmtitel, die so wohl nur in den 70er Jahren entstehen konnten. Ich werde nächste Woche sicher ein paar Delikatessen zusammenschreiben, aber hier nur schon mal ein Kostproben:

    Die alles zur Sau machen Die auf heißen Öfen verrecken Die im Dreck krepieren Die im Sattel verrecken…

  • Häppchen


    Okay, ich habe etwas geschlampt bei den Updates – gibt aber viel zu erzählen dieser Tage, und ich gelobe Besserung. Hier als Überbrückung ein paar Delikatessen:

    Schau an – der Wortvogel hat es mit einem Zitat aus seinem Review in den Trailer von "Ex Drummer" geschafft (danke an Peroy für den Hinweis)

    Das Zitat der Woche – Starkoch Wolfram Siebeck gänzlich unironisch auf die Frage, ob er tatsächlich gar nicht reich sei: "Überhaupt nicht! Woher denn? (…) Gut, das Haus in der Provence habe ich zusammen gespart…

  • Der frühe Vogel fängt den Silberling…


    Versprochen ist bekanntlich versprochen: Die ersten drei (verschiedenen, eindeutig zuzuordnenden) Kommentatoren dieses Beitrages bekommen von mir eine signierte DVD mit den ProSieben- Märchenstunden "König Drosselbart" und "Schneewittchen". Besonderer Dank geht an die Firma Rat Pack, aus deren Sortiment die Silberlinge stammen. Trostpreise gibt es keine, Rechtsweg ist ausgeschlossen, und wer meckert, fliegt raus.
    Prost Winterzeit!

    NACHTRAG : Wettbewerb vorbei – Manhunter, Peroy und Marcel Anacker haben gewonnen. Der Vogel gratuliert und schickt die Scheiben nächste Woche raus.