Thema: Neues

  • The Making of "Sumuru" (1): Die Entwicklung


    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob und wie ich die Produktionsgeschichte von „Sumuru“ (ich ignoriere jetzt einfach mal die diversen Untertitel) erzählen soll. Dass es eine launige Anekdotensammlung ist, steht außer Frage. Aber sie betrifft auch meine damaligen Arbeitgeber, zeigt nicht immer die schönsten Seiten des menschlichen Charakters und verlangt auch eine gewisse Diskretion, die nicht zuletzt meiner Loyalität gegenüber diversen Beteiligten geschuldet ist.

    Kurz gesagt: dünnes Eis mit vielen Tretminen.

    Sei’s drum.

    Es gilt der übliche Disclaimer: Das ist die Geschichte, so wie ich mich an sie erinnere…

  • Kultkritik: Die letzte Folge


    Es wird gerne vergessen, dass das deutsche Kriminalfernsehen in den 60ern aus mehr bestand als Durbridge-Mehrteilern und "Stahlnetz". Ganz wie in den USA gab es eine beträchtliche Menge an Theater-Adaptionen, auch wenn der Live-Aspekt hierzulande nicht so dominant war. Die Vorteile liegen auf der Hand: Stoffe gab es genug, der Aufwand an Sets hielt sich in Grenzen und auch der Cast war überschaubar. Natürlich geriet bei solchen "ausgestrahlten Stücken" der filmische Aspekt gerne mal in den Hintergrund – aber den Anspruch, der großen Leinwand Konkurrenz zu machen, hatte das deutsche Fernsehen damals sowieso nicht…

  • Ach ja, Tagesschau24…


    … du bist der reinkarnierte Sender "EinsExtra", auf dem künftig die Tagesschau noch häufiger wiederholt wird – für die 10 Leute, die nicht in der Lage sind, sich die aktuelle Fassung im Internet anzusehen. Wenigstens sendest du keine Endlosschleife, sondern füllst die Zeit zwischen den regurgitierten Nachrichten z.B. mit Talkshows, die du durch News-Einblendungen am unteren Bildrand ergänzt.

    So weit, so banal.

    Kann ich aber doch ein paar Sachen anmerken? Z.B. ist es eher kontraproduktiv, wenn die News-Einblendungen ständig und penetrant die Namen bzw. die Fachgebiete der Diskussionsteilnehmer von Talkshows verdecken…

  • Asylum: "American Pussies"


    Ich habe es selbst oft genug erlebt: Diejenigen, die großmäulig ihre eigenen Verfehlungen verteidigen, kneifen schnell den Schwanz ein, wenn doch mal einer die Keule raus holt. Case in point: Asylum Global.

    Ihr erinnert euch vielleicht, dass ich Asylums "American Battleship" so penetrant auf dem Trittbrett von "Battleship" fand, dass es selbst für Mockbuster-Verhältnisse angebracht war, von Universals Seite (endlich?) mal gegen zu treten. Nicht jeder Leser war meiner Meinung – Universal aber schon, wie es aussieht.

    Das Hollywood-Studio hatte nicht nur die Lizenz von "Battleship" gekauft, sondern auch eine "key visual art" entwickeln lassen, einen Look, der Kunden und Käufer sofort an den Blockbuster denken lassen sollte:

    Es war nicht sehr verwunderlich, dass Asylum sich beeilte, einen Mockbuster auf die Rampe zu bekommen, der sich in jeder Beziehung an das Original hängt – und in diesem Fall vielleicht auch zu weit aus dem Fenster…